2,2 Mio. Euro für ein zukunftsfähiges Breitbandnetz

Staatssekretär Muhle übergibt Förderbescheide des Landes an Landrat Burgdorf

Meppen. 2,2 Mio. Euro – auf diese Höhe belaufen sich die Förderbescheide, die Staatssekretär Stefan Muhle vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung am heutigen Freitag (12. Juni) im Meppener Kreishaus an Landrat Marc-André Burgdorf übergeben konnte. Landesweit sind insgesamt 95 Anträge auf Förderung des Breitbandausbaus beim Land Niedersachsen mit einem Fördervolumen von insgesamt rund 115 Mio. Euro eingegangen. Davon sind acht Anträge aus dem Landkreis Emsland bewilligt worden. „Alle unsere Anträge sind in dieser Förderrunde berücksichtig worden. Mit der Freude über diese Zuwendungen ist auch ein herzlicher Dank an das Land Niedersachsen verbunden“, sagt Burgdorf.

 

„Mit unserer Ausbauoffensive wollen wir erreichen, dass alle Niedersachsen die bestmögliche digitale Infrastruktur bekommen. Gewerbegebiete, Schulen und Krankenhäuser stehen dabei ganz besonders im Fokus. Denn schnelles Internet ist die wesentliche Voraussetzung für eine digitale Zukunft“, sagt Staatssekretär Muhle.

Insgesamt 1384 Adressen in noch unterversorgten Gewerbegebieten, aber auch sechs Krankenhäuser und Schulen im gesamten Emsland können nun mit einem Glasfaseranschluss an das schnelle Internet angebunden werden. Aktuell laufen die Ausschreibungsverfahren für das Telekommunikationsunternehmen, das diese Gebiete und Adressen erschließen soll. „Wir erreichen beim Breitbandausbau im Landkreis Emsland damit die entscheidende Phase, an deren Ende wir im gesamten Kreisgebiet über schnelles Internet verfügen werden“, betont Burgdorf. Dabei erreiche der Breitbandausbau im Landkreis Emsland eine hohe Glasfaserquote von dann über 60 Prozent; deutschlandweit liegt der Anteil von Glasfaser bei 3,3 Prozent.Beim Ausbau besteht in diesem Projekt eine Wirtschaftlichkeitslücke, also eine Differenz zwischen kalkulierten Ausgaben und zu erwartenden Einnahmen, in Höhe von über 12,2 Mio. Euro. Neben den Landesinvestitionen wird diese Lücke durch eine Bundesförderung von über 6,2 Mio. Euro geschlossen. Darüber hinaus bringt der Landkreis Emsland einen Eigenanteil von mehr als 3,8 Mio. Euro auf, damit ein „nachhaltiges, zukunfts- und hochleistungsfähiges Breitbandnetz“ entstehen kann, erläutert Burgdorf. Im Übrigen hätten die emsländischen Haushalte während der Coronakrise die schon jetzt bestehenden Verbesserungen im Breitbandausbau, der schließlich seit 2017 im Landkreis Emsland laufe, zu schätzen gewusst, spielt Burgdorf auf Streamingdienste und weitere digitale Angebote an.

Es handelt sich aktuell um die zweite Projektphase, in der Bundes- und Landeszuwendungen für die Digitalisierung bereitgestellt werden. Dem Landkreis Emsland sind in dieser zweiten Projektphase bereits im vergangenen Jahr über 3,87 Mio. Euro vom Land für die Anbindung von über 1900 Privathaushalten an ein leistungsstarkes Breitbandnetz zur Verfügung gestellt worden. Der Finanzanteil des Bundes betrug damals über 18,4 Mio. Euro, der des Landkreises Emsland mehr als 14.6 Mio. Euro.

Insgesamt umfasst die zweite Projektphase einschließlich des aktuellen Ansatzes ein Gesamtvolumen von rund 50 Mio. Euro, von denen rund 6 Mio. Euro vom Land Niedersachsen und rund 25 Mio. Euro vom Bund getragen werden. Der Landkreis Emsland stellt über 18 Mio. Euro im Haushalt bereit.

In der ersten Projektphase, die Ende 2017 gestartet ist, waren für die Anbindung von über 14.600 Haushalten an schnelles Internet über 62,3 Mio. Euro an Investitionen vom Land (2 Mio. Euro), Bund (über 31 Mio. Euro) und Landkreis Emsland (über 29 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt worden.

Der Landkreis Emsland setzt den Breitbandausbau mit mehreren Projekten bis voraussichtlich 2021 um. Alles in allem werden am Ende über 111 Mio. Euro an Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln für den Breitbandausbau im Landkreis Emsland investiert worden sein.

 

 

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