24. Bundeskongress der Feuerwehrfrauen in Lingen Zehn Jahre „Netzwerks Feuerwehrfrauen“

Mehr als 100 Frauen nahmen am 24. Feuerwehrfrauen-Bundeskongress in Lingen teil.

Der 24. Bundeskongress der Feuerwehrfrauen am Wochenende in Lingen fand aufgrund des 150-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Lingen statt. Die Bundesvorsitzende des „Netzwerks Feuerwehrfrauen“ Susanne Klatt, das seit zehn Jahren besteht, sagte: „Wir freuen uns, erstmalig den Bundeskongress in Kooperation mit einer rein Freiwilligen Feuerwehr durchzuführen.

Lingen. Am 24. Bundeskongress der Feuerwehrfrauen nahmen diesmal wieder mehr als 100 Damen aus ganz Deutschland und Uganda teil. Weiteste Anreise hatte Gladys Hoek vom „Fire- und Rescue-Department“ Accra, der Hauptstadt von Ghana. Der Kongress dient dem Austausch und der Fortbildung von Feuerwehrfrauen aller Laufbahngruppen der Berufs-, Hauptamtlichen- und Werkfeuerwehren sowie aus Freiwilligen Feuerwehren (FF).

Die gebürtige Meppenerin Susanne Klatt, sie ist Oberbrandrätin und Leiterin der Wachabteilung der Berufsfeuerwehr Essen mit über 190 Feuerwehrmännern, dankte Oberbürgermeister Dieter Krone, der am Freitagabend beim Empfang in der „Halle IV“ herausstellte, dass Feuerwehr längst nicht mehr reine Männersache sei. Krone habe die Bedeutung der Frauen in der Feuerwehr betont. Sie seien in den Reihen der Brandschützer nicht mehr wegzudenken.

Für den Kongress hatten die Damen des „Netzwerks Feuerwehrfrauen“ unter Regie ihrer Bundesvorsitzenden ein anspruchsvolles Programm mit einer Mischung aus praktischen und theoretischen Workshops aus allen Bereichen der Feuerwehr arrangiert. Sport, Einsatz- und Selbsterfahrung, Persönlichkeitsentwicklung und Erfahrungsaustausch standen im Mittelpunkt.

Der Chef der FF Lingen, Klaus Mess, hatte mit seinen Kameradeninnen und Kameraden nicht nur das Feuerwehraus und das Equipment der Wehr zur Verfügung gestellt, sondern auch den Transfer für die in Schepsdorfer Hotels untergebrachten „Firefighter’s Woman“ übernommen. Die Damen wurden zu den Workshops gefahren, die an verschiedenen Orten und Objekten durchgeführt wurden.

Zu den Workshops zählten u. a.: „Selbstverteidigung und Selbstbehauptung“, „Strahlenschutz und Einsätze im Kernkraftwerk“, „Brandverhalten von Baustoffen“, „Gleichstellung und Durchsetzung“, „Einsatz bei Photovoltaik- und Biogasanlagen“, „Entwicklung emotionaler Intelligenz“, „Brandschutz in einer Justizvollzugsanstalt und Erdölraffinerie“, „Technische Hilfe VU PKW“, „Yoga“, „Konflikte lösen“, „Königsweg bei Stressmanagement“, „Führungsrolle und Führungskraft“, „Höhenrettung“, „Notfallseelsorge“, „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, „Brandermittlung und Feuerwehr“ und „Wie gewinne ich Frauen für die FF“.

An dem Bundeskongress nahmen auch die Gleichstellungsbeauftragten des Kreisfeuerwehrverbandes der Grafschaft Bentheim, Cathrin Grävemäter (FF Schüttorf) und Lore Schoemaker (FF Veldhausen) teil. Ebenso begeistert waren Mareike Tibbe (FF Schüttorf), Karolin Hemeltjen (FF Nordhorn), Sarah Helweg (FF Emlichheim) und Annalena Gahr (FF Ringe/Neugnadenfeld) von den umfangreichen Angebotes des Bundeskongress der Feuerwehrfrauen in Lingen.

.Am Sonntagmorgen wurden in der Mitgliederversammlung des „Netzwerk Feuerwehrfrauen“ im Waldhotel nach den Vorstandsberichten schon die ersten Überlegungen für den 25. Bundeskongress im nächsten Jahr getroffen. Susanne Klatt hatte da die Bundeshauptstadt im Visier.

Das „Netzwerks Feuerwehrfrauen“ ist im Internet unter www.feuerwehrfrauen.de zu finden.

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