3. Emsland Classic Oldtimer-Rallye mit 82 Startern Ford Tudor Sedan von 1930 am Start

Die Motorsportfreunde Lengerich hatten am Sonntag die 3. Emsland Classic Oldtimer-Rallye ausgerichtet. Zu den rollenden Zeitzeugen auf vier Rädern zählte auch viele Oldtimer aus dem Westfälischen, die 100 Kilometer durch das südliche Emsland rollten.

Lengerich. 1976 hatten sich 35 Motorsportbegeisterte Freunde zusammengeschlossen und die Motorsportfreunde (MSF) gegründet. Fortan begeisterten sie in verschiedensten Disziplinen ihr Publikum. In den 70er- und 80er-Jahren waren es Automobilslaloms, Rundstreckenrennen und Orientierungsfahrten. Heute fahren sie total auf Oldtimer ab. Am Sonntag luden sie zum dritten Mal zu ihrer Emsland Classic Oldtimer-Rallye nach Lengerich ein. Diese Veranstaltung hat auch im ADAC-Kalender ihren festen Platz.

Die MSF haben wiederum mit Bravour die 3. Emsland Classic Oldtimer-Rallye arrangiert. Morgens starteten 82 Teilnehmer, die aus Nordrhein Westfalen bis zur Nordsee und Schleswig-Holstein den weiten Weg nicht scheuten. Selbst aus Braunschweig oder Berlin Oldtimerliebhaber angereist, um mit ihren Freunden aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim zusammen zu fahren. 82 Automobilgeschichte schreibende Fahrzeuge waren mit von der Partie, die von 30 bis 86 Jahre alt waren. Dazu zählten die Marken: Alfa Romeo, Aston Martin, BMW, Autounion, Cadillac, Chevrolet, Citroen, Daimler-Benz, Ford, Glas, Hanomag, Jaguar, MG, Opel, Packard, Porsche, Volvo oder VW.

Lengerich 3 Emsland Classic Oldtimer Rallye 1

1978 lief dieser berühmt gewordene VW Transporter vom Band. Er wird Bullie genannt, was eine Abkürzung von für Bus und Lieferwagen ist.

Mit seinem bekannten Tuckern und der Zweitakter typischen Rauchfahne machte das Goggomobil TS 250 von Katharina und Wilfried Kuhl aus Lohne auf sich aufmerksam. Das kleinste Gefährt in der Riege, das 1964 in der Automobilschmiede von Hans Glas in Dingolfing gebaut wurde, hat 250 Kubikzentimeter und sage und schreibe 14 Ps unter der Haube. „Wir nehmen bis zu dreimal im Jahr an Ausfahrten und Oldtimer-Rallyes teil“, sagten das Team-Kuhl, dass die Niedergrafschaft vertrat.

„Das älteste Fahrzeug von 1928 war zwar nicht gekommen. Dafür haben wir aber eine Hanomag-Limousine und einen Ford Tudor Sedan Modell A-55 B, die beide 1930 gebaut wurden“, erklärte Fahrtleiter Klaus Albers, der bei der Zieleinfahrt im Ort jedes einzelne Fahrzeug mit Team vorstellte. „Nicht die Geschwindigkeit spielte eine Rolle, sondern die exakte, auf die Sekunde genaue Zieldurchfahrt bringt die wenigsten Strafpunkte. In der Klasse A ging es bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 26 km/h recht gemütlich zu, in der Klasse B wurde dem Co-Piloten so manche Herausforderung bei der Streckenfindung abverlangt. Orientierung, Timing und Geschick war gefragt“, meinte Albers, der die wertvollen Pokale an die Teams überreichte.

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