Abenteuer auf vier Rädern

Spelle – 6666 Kilometer, 666 Teilnehmer, 333 Fahrzeuge, 111 Teams, keine Autobahn, kein Navi, drei Volvos und viel Spaß. Vor einem echten Abenteuer stehen sechs Jugendlichen aus Spelle und Schapen: Die 24- bis 32-jährigen jungen Männer nehmen als „Emskopp Racingteam“ an der 10. Allgäu Orient Rallye 2015 teil.

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Foto: Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf (li.) und Antonia Vaal (re.) verabschieden am Speller Rathaus Patrick Höving (2.v.l.) und Alexander Vaal.

Vor der Abfahrt verabschiedete Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf eine Abordnung des 6-köpfigen Teams. Patrick Höving aus Spelle sowie Alexander Vaal aus Schapen nahmen stellvertretend für Daniel Feismann, Matthias Müter sowie Thomas und Sebastian Schütte-Bruns (alle aus Schapen) die besten Wünsche der Kommunalverwaltung entgegen. „Die Rallye ist ein aufregendes Abenteuer. Hierzu wünsche ich euch viel Erfolg und gutes Gelingen“, verabschiedete Hummeldorf die Teilnehmer mit den besten Wünschen. Ein Auto darf laut Rallye-Reglement mit nur zwei Personen besetzt werden. Die Teilnehmer aus dem südlichen Emsland bestreiten die Fahrt in einem Volvo 750 GL, einem Volvo V70 und einem Volvo 850. Start der rund dreiwöchigen Tour ist Oberstaufen im Allgäu. Zwischen 6.000 bis 7.000 Kilometer liegen vor den Abenteurern, bevor sie in Amman in Jordanien ins Ziel fahren. Dabei dürfen keine Navigations- oder andere GPS-Geräte benutzt werden, ebenso sind Autobahnen oder sonstige mautpflichtige Strecken tabu. „Hierbei kommt es nicht auf Geschwindigkeit an“, erklärte Patrick Höving. Die Strecke wählen die Rennteams selbst, erster offizieller Zwischenstopp ist jedoch die Blaue Moschee in Istanbul, Türkei. Während des Rennens müssen verschiedene Aufgaben und Sonderprüfungen erledigt werden. So muss auf der ersten Strecke jeder Teilnehmer ein bisher unbekanntes Instrument erlernen. Geschlafen wird in den kommenden Wochen nicht in gemütlichen Betten. „Wir haben unsere Autos mit Liegeflächen ausgestattet. So können wir die Nächte im Auto verbringen, denn laut Regelwerk darf eine Übernachtung im Durchschnitt pro Person nicht mehr als 11,11 Euro kosten“, führte Alexander Vaal weiter aus. Neben dem Abenteuer steht aber auch ein gemeinnütziger Zweck im Fokus. So gehen nach Abschluss der Rallye die Auto in den Besitz einer Hilfsorganisation über. Aus dem Verkaufserlös der Fahrzeuge werden Hilfsprojekte finanziert. Auf Eigeninitiative unterstützen die Jugendlichen aus dem südlichen Emsland aber noch ein weiteres soziales Projekt: „Wir haben im Vorfeld Sachspenden für ein SOS-Kinderdorf in Sarajevo gesammelt. Diese werden wir während der Rallye vor Ort übergeben“, erklärten Höving und Vaal. Die Gewinner der Rallye erhalten als Hauptpreis ein Kamel. „Die Kamele werden in der Regel an einheimische und mittellose Beduinen oder Bauern verschenkt“, berichten Vaal und Höving. Aktuelle Berichterstattungen zur Rallye auf www.emskopp-racingteam.de oder auf der Facebook-Seite.

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