ADO-Hallen schließen Flüchtlingsunterkunft nicht mehr notwendig

Meppen. Seit Ende Juni sind die ADO-Hallen nicht mehr als Notunterkunft für Flüchtlinge in Betrieb. Das Land Niedersachsen hat dem Landkreis Emsland mitgeteilt, dass das Land wegen der zurückgegangenen Flüchtlingszahlen seine Kapazitäten für die Erstaufnahme verringere bzw. für die Erstaufnahme eine deutlich stärkere Landesaufnahmebehörde mit fünf Einrichtungen in ganz Niedersachsen vorhalte. Ein Rückgriff auf die Unterkunft in Aschendorf sei damit nicht mehr notwendig.

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Damit werden die ADO-Hallen, die Ende Januar 2016 die ersten Flüchtlinge aus der Notunterkunft in Lingen sowie dann im weiteren aus den Notunterkünften in Sögel und Meppen aufgenommen hatten, geschlossen. „318 Männer, Frauen und Kinder waren zunächst dort untergebracht, die dann zügig auf die emsländischen Kommunen verteilt wurden“, sagt Landrat Reinhard Winter.

Insgesamt 3754 Flüchtlinge waren dem Landkreis Emsland per Amtshilfeersuchen des Landes Niedersachsen vom 16. Oktober bis 28. Dezember 2015 zugeteilt worden. Davon zogen 2991 Personen weiter und verblieben nicht im Landkreis Emsland. Ende März 2016 war das Amtshilfeersuchen endgültig ausgelaufen.

Seit dem 28. Dezember 2015 waren durch das Land keine weiteren Flüchtlinge der Notunterkunft zugewiesen worden. Damit war die Belegung der Flüchtlingsnotunterkunft in Aschendorf bereits seit Anfang April 2016 auf null gesunken. Da keine weitere Belegung durch das Land erfolgte, hatte der Landkreis Emsland u. a. Sicherheitsleistungen und Catering-Service nicht mehr abgerufen. Auch das Deutsche Rote Kreuz, das die Unterkunft leitete, verringerte das Personal. „Der Betrieb der Unterkunft wurde zuletzt im Bereitschaftsmodus geführt“, sagt Winter.

Die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb der Flüchtlingsunterkünfte in Amtshilfe in Lingen, Meppen, Sögel und Aschendorf belaufen sich insgesamt auf über 6,462 Mio. Euro.

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