Ärztebindung durch Frühlingsakademie „Notfallmedizin“ Meilenstein organisiert Fortbildung im Bonifatius Hospital Lingen

Lingen. „Den Kontakt zu jungen und Nachwuchsmedizinern aufzubauen und zu festigen, ist unser vorrangiges Ziel“, betonte Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis vom Landkreis Emsland. Anlass war der Start der Frühlingsakademie „Notfallmedizin“ im Bonifatius Hospital Lingen, die die Weiterbildungsgesellschaft Meilenstein des Landkreises Emsland anbot. Das Seminar für Medizinstudierende nach dem Physikum wurde in Kooperation mit den emsländischen Krankenhäusern organisiert. Vier Tage medizinische Praxis überzeugte Medizinstudierende von den Universitäten Münster, Hamburg, Kiel, Göttingen, Mainz und Tübingen von dem praktischen Förderangebot.

Frühlingsakademie_Daumen hoch

„Die Frühlingsakademie war ein voller Erfolg und wir werden sie nach diesem gelungen Start auch im nächsten Jahr  anbieten – die Medizinstudierenden bringen wir so in die Region und schaffen eine gute Basis zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Landkreis Emsland“, zog Johanna Sievering, Geschäftsführerin der Weiterbildungsgesellschaft Meilenstein, Bilanz.

Unter der Leitung von Dr. Carsten Börner, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des Bonifatius Hospitals, sowie begleitet von Fachärzten und den Beauftragten fürs Praktische Jahr am Lingener Krankenhaus wurden die Teilnehmer im Reanimations- und Atemwegsmanagement und der Versorgung internistischer und chirurgischer Notfälle von Erwachsenen und Kindern geschult. Neben dem Bonifatius Hospital als Akademischem Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster besuchten die Studierenden die Lehrpraxis für Allgemeinmedizin von Dr. Sebastian Bork, Leiter des Ärztezentrums Holthausen/Biene. Wichtig sei im Alltag einer Hausarztpraxis, dass wirkliche Notfälle erkannt werden und dann zu entscheiden, ob eine ambulante Weiterbehandlung ausreiche oder ob der Patient stationär aufgenommen werden müsse, erläuterte Dr. Bork. Eine gute Kommunikation und Information zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern sei unabdingbar, so der Allgemeinmediziner.

Eine Großübung zusammen mit dem Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuz und der Lingener Feuerwehr simulierte den Massenanfall von Verletzten. Die Teilnehmer hatten damit die Möglichkeit, optimale Rettungsketten und die Verletztenversorgung zu trainieren.

Die Teilnehmer, für die das Seminar kostenfrei war, waren mehr als begeistert. Steffen Kahle, Medizinstudent in Kiel, betonte: „Toll, was hier geboten wird. Gerade die Praxisübungen sind sehr gut. Das kann im Studium so nicht geleistet werden. Da schauen wir in der Gruppe von 120 Studierenden zu. Hier üben wir in der Kleingruppe zu zwölft und haben nahezu eine eins zu eins Betreuung, können unsere Fragen direkt mit den Chef- und Oberärzten klären.“ Diese Art der Förder- und Qualifikationsmöglichkeit durch einen Landkreis in Kooperation mit den Kliniken sei bislang einzigartig in Deutschland, sagte Kahle. Die hohe Qualität der Betreuung der Studierenden und die ärztlichen Weiterbildungsmöglichkeiten der Region seien vorbildlich, unterstrich auch Ansgar Veer, Hauptgeschäftsführer der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft.

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