Auch Flüchtlinge sorgen für ein sauberes Salzbergen- Über 300 Helferinnen und Helfer machten die Müllsammelaktion zum großen Erfolg

Salzbergen.- Weit weg von ihrer Heimat pieksten vier Afrikaner aus Liberia und der Elfenbeinküste sowie dem Sudan bei fünf Grad über Null im Bereich Wieschebrink Müll vom Boden auf: Moses, Djallo, Mohammed und Aliwader. Ihren Einsatz finden die Flüchtlinge ganz selbstverständlich: „Wir leben hier und wir wollen helfen, Salzbergen sauber zu halten“, sagt Seraa aus Syrien und stopft ein Stück Pappe in seinen Müllsack. Eine weitere Gruppe der Flüchtlinge hat um kurz nach zehn Uhr schon einen Pkw-Reifen auf Felge und einen Kleiderbügel aus dem Graben gefischt – „und jede Menge Glas“.

116 PM Salzbergen Müllsammelaktion

Insgesamt über 300 Müllsammler, darunter erstmals über 50 in der Gemeinde lebende  Flüchtlinge beteiligten sich am vergangenen Samstag an der schon fast traditionellen Salzbergener Müllsammelaktion.  Die Gesamtbilanz bestätigt die Notwendigkeit der Aktion: „Viele Tonnen Müll wurden in den letzten Jahren gesammelt“, wie Bürgermeister Andreas Kaiser erklärte. Ob Autoreifen Kanister, Plastiktüten, Papier oder Flaschen – jede Menge von diesem achtlos weggeworfenen Müll galt es zu entsorgen. Andreas Kaiser dankte beim abschließenden Imbiss am Bauhof und im Gemeindehaus Holsten-Bexten den Aktiven aus verschiedenen Gruppierungen für den sicher nicht „vergnügungssteuerpflichtigen Einsatz“. Dafür, dass sie zeigen, „dass es Ihnen nicht egal ist, wie es in der Gemeinde aussieht“, so der Bürgermeister. Sein besonderer Dank galt auch den vielen Kindern und Jugendlichen, die sich an diesem Einsatz für ihren Ort  beteiligt haben. Insgesamt kamen an diesem Samstag ca. 1,2 Tonnen Unrat zusammen, der anschließend von den Bauhofmitarbeitern ordnungsgemäß entsorgt wurde.

Bunt gemischt ist die Schar derer, die mitgemacht haben: Beispielhaft seien erwähnt: die Salzbergener Jägerschaft, die Ruderabteilung des SVA Sportverein, die Flüchtlingsorganisationen, der Heimatverein, die Feuerwehr, der Tennisverein, der Förderverein der Grundschule Holsten-Bexten, der Zucht-, Reit- und Fahrverein, der Schützenverein Steide oder auch der Tennisclub.

In Steide am Mühlendamm war eine Gruppe des Sozialverbandes unterwegs, der Schützenverein Hummeldorf säuberte den Bereich Holde sowie Hummeldorf und die Eisenbahnfreunde waren im Bereich des Bahnhofes aktiv. Auch Vertreter des Bahn-Sozialwerkes und Menschen ohne feste Vereinsbindung waren bei dieser Aktion mit Begeisterung bei der guten Sache.

Kuriose Funde wurden bis auf volle Hundetüten und einer Christbaumkugel in diesem Jahr nicht gemeldet.

Fazit: Der Einsatz in diesem Jahr hat sich (leider) wieder gelohnt – und auch 2017 wird die Aktion wohl wieder nötig sein.

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