Auftaktveranstaltung „Abgefahren – wie krass ist das denn“

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Werlte. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung im Forum der Fahrzeugwerke Krone in Werlte wurde das neue Präventionsprojekt „Abgefahren – wie krass ist das denn“ der Polizeiinspektion (PI) Emsland / Grafschaft Bentheim vorgestellt. Polizeipräsident Bernhard Witthaut betonte: „Ich kann vor den Kolleginnen und Kollegen nur den Hut dafür ziehen, was sie mit dem Projekt vorbereitet und auf den Weg gebracht haben.“Hausherr Bernhard Krone erklärte den Vertretern von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, der Notfallseelsorge, des Innenministeriums und den Verwaltungen aus dem Emsland sowie der Grafschaft Bentheim, dass in seinem Unternehmen, in dem wöchentlich knapp 620 Auflieger gefertigt würden, an erster Stelle die Verkehrssicherheit stehe. Krone unterstütze dieses Projekt, um mit solchen Aktionen ein Zeichen zu setzten. Man wolle Lkw-Fahrer und Mitarbeiter sowie darüber hinaus andere sensibilisieren. Ramona Bahls aus Papenburg regte mit dem Song „Geboren um zu leben“ zum Nachdenken an.Der Chef der PI, Leitender Polizeidirektor Karl-Heinz Brüggemann, erklärte: „Die Verkehrsunfallzahlen der letzten Jahre haben uns bewogen, mit noch mehr Engagement und innovativen Ideen die Präventionsarbeit zu intensivieren.“ Den vorläufigen Zahlen des Jahres 2013 nach seien polizeilich im Emsland und der Grafschaft Bentheim ca. 10.200 Verkehrsunfälle registriert worden. „Es sind 29 Verkehrstote und 515 Schwerverletzte zu beklagen. In der Zielgruppe der Präventionsprojektes, der Risikogruppe der 18-bis 24-jährigen Fahranfänger, sind im letzten Jahr vier Tote und 106 Schwerverletzte gewesen. Bei acht tödlichen Verkehrsunfällen sind 18- bis 24-jährige Autofahrer Verursacher gewesen.“Durch jeden Verkehrstoten und Schwerverletzten verliere das Emsland und die Grafschaft Bentheim ein Stück Zukunft. Das Verkehrssicherheitsprojekt „Abgefahren – wie krass ist das denn“ solle dabei helfen, die Zukunft ein Stück weit zu sichern. „Mit diesem Präventionsprojekt wollen wir bewusst und gewollt die emotionale Ebene ansprechen. Es soll bei den jungen Menschen unter die Haut gehen. Es dürfen auch Tränen fließen“, erklärte Brüggemann. Ein Verkehrsunfall mit Getöteten oder Schwerverletzten treffe eine Vielzahl von Menschen völlig unvermittelt und nicht vorhersehbar. Die Unfallbeteiligten, die Angehörigen, die Hilfskräfte- alle würden etwas aus der schrecklichen Situation mitnehmen – ob sie wollen oder nicht.Unter Leitung von Polizeioberkommissar Klaus Wermeling hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Präventionsteam der PI sowie die Verkehrssicherheitsberater der Polizeikommissariate Nordhorn, Meppen und Papenburg dieses Projekt entwickelt und mit den Partnern von der Feuerwehr, vom Deutschen Roten Kreuz, vom Malteser Hilfsdienst, den Notärzten, den Notfallseelsorgern und der Landesverkehrswacht realisiert, erläuterte Brüggemann, der allen sein Lob aussprach.Klaus Wermeling ging auf das Projekt „Abgefahren – wie krass ist das denn“ ein, bei dem es sich um ein Bühnenprogramm handele. Damit wolle man im Rahmen der Verkehrsprävention über zwei Jahre mehr als 8000 Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen von Gymnasien und den Berufsbildenden Schulen erreichen wolle. „Verschiedenste Akteure, wie Polizeibeamte, Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Notärzte, Notfallseelsorger und Unfallopfer schildern aus ihrer Sicht und auf ihre eigene emotionale Weise ihre Beteiligung an schweren Verkehrsunfällen mit regionalem Bezug. Unterstützt wird diese persönliche Darstellung durch Fotos und Filmsequenzen“, so Wermeling, der ergänzte: „Wir wollen, dass die Schülerinnen und Schüler durch diese Form der Verkehrsprävention sensibilisiert werden, sich an die Regeln im Straßenverkehr zu halten und dadurch das Leben Anderer, das Leben von Freundinnen und Freunden und das eigene Leben nicht zu gefährden.“m April 2013 war in der Aula des Gymnasium Georgianum in Lingen ein Testlauf mit über 500 Schülern erfolgt. Davon zeigte Wermeling ein paar Ausschnitte, die Schulleiter Oberstudiendirektor Manfred Heuer so kommentierte: „Ich habe in meiner langen schulischen Laufbahn noch nie erlebt, dass eine so lange Veranstaltung (zwei Stunden) mit so vielen Schülern dermaßen ruhig verlief. Die Schilderungen haben sich bei den Schülerinnen und Schülern sehr tief eingeprägt.“Für Polizeipräsident Bernhard Witthaut sei die Pi mit dem Projekt auf einem Weg, den er in Niedersachsen so noch nicht gesehen habe. Gerade an die jungen Menschen appellierte er von der Nachhaltigkeit überzeugt: „Sie müssen in unserer schnelllebigen Zeit nachdenken, denn wir leben nur einmal. Wer an dem Bühnenprogramm „Abgefahren – wie krass ist das denn“ teilnimmt, wird seine Einstellung zur Teilnahme am Straßenverkehr sehr schnell ändern.“

Vom 11. Februar bis zum 26. Juni werden in acht Veranstaltungen im Emsland und der Grafschaft Bentheim in Lingen, Meppen, Nordhorn und Papenburg Schülerinnen und Schüler dieses Verkehrspräventionsprogramm „Abgefahren – wie krass ist das denn“ sehen können.

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