Aus Alltagsmaterialien und Fantasie entstehen tolle Spielideen

Für einen Zeitraum von drei Wochen mussten die Kinder der Kinderkrippe Am Brink in Spelle auf ihr Spielzeug verzichten. In dem Projekt „Unser Spielzeug macht Urlaub“ sollten die Kleinen ihren Entdeckergeist schärfen und den Wert von Alltagsgegenständen neu schätzen lernen.


Zu Beginn des Projektes haben die Kinder einen Brief von ihrem Spielzeug erhalten, in dem stand, dass es gerne Urlaub machen möchte. Die Kinder berichteten vom eigenen Urlaub und halfen direkt mit, das Spielzeug auszuräumen, um es auf die Reise zu schicken. In den folgenden Tagen lud der Gruppenraum zum Entdecken und Ausprobieren ein. „Es war spannend, zu sehen, wie die Kinder miteinander ins Spiel gefunden haben und eigene Spielideen entwickelten. Gemeinsam kamen die Kinder auf Spielideen, wie Verstecken und Fangen. Sie machten eigenständig einen Sitzkreis, sangen Lieder oder legten sich unter die Tische und erzählten sich dort Geschichten oder alberten einfach herum“, berichtete Inga Kreyenkötter, Leiterin der Kinderkrippe Am Brink, von den Erfahrungen in den ersten Tagen. Mit der Zeit wurden Alltagsmaterialien in die Gruppen gegeben, die im Vorfeld von den Eltern und Erzieherinnen gesammelt wurden. „Es war toll zu erleben, wie die Kinder die Materialien, wie Kartons, Papprollen, Joghurtbecher, Flaschen mit Deckeln entdeckt haben und selbstständig mit den Dingen kreativ wurden. Die Kinder haben sich selbst überlegt, was man damit machen kann und sind auch in der Krippe auf die Suche gegangen, ob es weitere Alltagsgegenstände gibt“, berichtete Kreyenkötter weiter. In der zweiten und dritten Woche wurden den Kindern weitere Alltagsmaterialien zum Spielen und Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Außerdem entstand in der Turnhalle ein Wahrnehmungs-Parcours aus verschiedenen Materialien, wie zum Beispiel Mais, Mehl, Stroh, Tannenzapfen etc. Die Kinder konnten barfuß erleben, wie sich die verschiedenen Dinge anfühlen. Sie experimentierten nach Herzenslust, was zum Beispiel passiert, wenn man mit mehligen Händen klatscht, wie pieksig ein Tannenzapfen ist oder wie sich Stroh oder Heu auf der nackten Haut anfühlt. Zum Abschluss des Projektes ging es mit den Familien zum Bentlager Wald. Hier wurde miteinander gespielt, geklönt und ohne viele zusätzliche Materialien der Wald erforscht und entdeckt. Auch nach dem offiziellen Projektende ist festzustellen, dass die Kinder immer noch nicht viel Spielzeug benötigen oder gar danach Fragen. Es ist weiterhin so, dass in den Puppenwohnungen und im Gruppenraum viele Alltagsmaterialien zu finden sind und die Kinder ausgiebig hiermit spielen.

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