Große Kreisfeuerwehrbereitschaftsübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Osnabrück-Süd in Spelle!

Wie die Feuerwehr Spelle mitteilte wird am Samstag den 09.06.2018 um 14 Uhr die Kreisfeuerwehrbereitschaft Osnabrück-Süd in der Spelle eine Einsatzübung durchführen.

Die Übungen findet am Hafen Spelle\ Venhaus, an der Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH&Co.KG und an der Brückenstraße statt. Hier werden verschiedene Szenario dargestellt, die dann von den Einsatzkräften abgearbeitet werden müssen.

Die Kreisbereitschaft wird am besagten Tag mit 30 Fahrzeugen und ca. 150 Einsatzkräften die Übung durchführen. Aufgrund dessen wird es an den genannten Übung- Einsatzstellen zu einem erhöhten Fahrzeugaufkommen kommen. Nach der Einsatzübung werden sich die Einsatzkräfte dann an der Oberschule in Spelle einfinden.

Schwerer Verkehrsunfall am Freitagnachmittag in Schapen

Schapen: Nach ersten Angaben der Polizei ist es am Freitagnachmittag gegen 14.15 Uhr auf der Speller Straße in Schapen zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Vier Fahrzeuge waren am Verkehrsunfall beteiligt. Bei dem Unfall wurden nach Angaben der Polizei mehrere Menschen verletzt, und in Krankenhäuser gefahren.

Varenroder haben Umfeld des Kriegerdenkmals neugestaltet

Ordentlich Hand angelegt haben Mitglieder des Schützenvereins St. Andreas Varenrode und Anlieger der Siedlungsgemeinschaft Seggerhook: In einer Gemeinschaftsaktion haben sie das Umfeld des Kriegerdenkmals erneuert.
Das Kriegerdenkmal im Zentrum von Varenrode kann sich sehen lassen. Eine neue Pflasterung und neu angelegte Beete schaffen einen würdigen Rahmen, um an die Todesopfer der beiden Weltkriege des Ortes zu erinnern. „Die alte Bepflanzung wurde über die letzten Jahre hinweg immer größer, sodass die Beetpflege mit einem enormen Arbeitsaufwand verbunden war“, erklärte Jürgen Meyerdirks, Vorsitzender des Schützenvereins, anlässlich der offiziellen Fertigstellung des Areals. Die regelmäßige Pflege haben sich die Schützen seit vielen Jahren auf die Fahne geschrieben. Die Neugestaltung beinhaltete die Erneuerung der Pflasterung sowie eine pflegeleichtere Gestaltung der Bepflanzung. Dabei haben die Varenroder insgesamt etwa 200 Stunden ehrenamtlich in die Neugestaltung investiert. Aus dem Erlös eines Festes haben die Nachbarn des Seggerhookes neue Pflastersteine angeschafft und in Eigenleistung die Aufnahme und Neuverlegung der Pflasterung vorgenommen. „Über 70 Jahre sind seit Kriegsende vergangen. Die mahnende Erinnerung an das dunkelste Kapitel unserer Geschichte ist heute leider aktueller denn je. Dass das Umfeld des Kriegerdenkmals hier in Varenrode ausschließlich in ehrenamtlicher Eigenleistung nicht nur regelmäßig gepflegt wird sondern auch neugestaltet wurde, verdient insbesondere vor diesem Hintergrund besondere Anerkennung“, würdigte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf. Insbesondere der laufende Unterhalt sei mit einem großen Aufwand verbunden.

Public Viewing zur Fußball-WM am Wöhlehof

Spelle- Zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 findet am Wöhlehof in Spelle bei allen Spielen mit deutscher Beteiligung Public Viewing statt. Das Wöhlehof-Team sorgt gemeinsam mit der Wirtegemeinschaft für eine gute Verpflegung.
Trikot an, Deutschlandfahne nicht vergessen und los geht’s zum Wöhlehof: Dort werden während der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft alle Spiele mit deutscher Beteiligung auf Großbildleinwand gezeigt. Bei gutem Wetter stehen im Außenbereich Steh- und Sitzplätze zur Verfügung. Inmitten des Fachwerkgebäude-Ensembles unter den großen Eichen gewinnt das Fußballvergnügen eine besondere Stimmung. Bei schlechtem Wetter werden die Spiele in der Wöhlehof-Diele übertragen. Der Eintritt ist frei. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Anpfiff. Alle Biere 0,3 l werden für 1,50 Euro angeboten, alle Softdrinks 0,3 l für 1,00 Euro. Zudem versorgen die Gaststätten Spieker-Wübbel, Monte Bianco, Kreta, Moorcafé & mehr, Istanbul Grill und Zum Kegelkotten die Gäste mit einem wechselnden gastronomischen Angebot. Den Auftakt in den Fußballsommer am Wöhlehof bildet das letzte Vorbereitungsspiel Deutschland gegen Saudi Arabien am Freitag, 08. Juni 2018, um 19.30 Uhr. „Ich freue mich darüber, dass es zusammen mit der Wirtegemeinschaft gelungen ist, ein gemeinsames Public Viewing in unserer Gemeinde anzubieten“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf und Bürgermeister Andreas Wenninghoff dankt den beteiligten Wirten für die tolle Gemeinschaftsaktion. „Die besondere Atmosphäre am Wöhlehof verspricht gemütliche Fußballabende bei hoffentlich spannenden und erfolgreichen Spielen“, lädt Heinrich Wübbel, Sprecher der Wirtegemeinschaft, alle Fußballinteressierten zum Public Viewing gemeinsam mit Freunden und Bekannten ein.

Für die Sicherheit in der Grenzregion – Grenzüberschreitendes Polizeiteam seit 10 Jahren im Einsatz

Die Idee von fest installierten, gemeinsamen länderübergreifenden Polizeistreifen im deutschniederländischen Raum zur Bekämpfung
grenzüberschreitender Kriminalität, beispielsweise Eigentums- oder Drogendelikte, konnte am 1. Juni 2008 durch das EU-Projekt „Grenzüberschreitendes Polizeiteam“, kurz GPT, verwirklicht werden. Das Resümee nach 10 Jahren Arbeit fällt absolut positiv aus – mehr noch: Die von Bad Bentheim aus agierende 20-köpfige Einheit, bestehend aus 10 niederländischen und 10 deutschen Polizisten, hat
sich im Laufe der letzten zehn Jahre zu einem unverzichtbaren Bestandteil der gemeinsamen polizeilichen Arbeit im Dreiländereck Niedersachsen, Niederlande und Nordrhein-Westfalen entwickelt und etabliert – ein Garant für die Sicherheit der Menschen in der Grenzregion. Auch die EUREGIO, als Drehscheibe und Vermittler zwischen den Niederlanden und Deutschland, bestätigte 2016 mit dem „People-to-People-EUREGIOPreis“, der erstmals mit dem GPT an ein europäisches Förderprogramm ging, die „besonderen grenzüberschreitenden Verdienste des GPT im Einsatz gegen
Kriminalität“ wie auch „einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit im EUREGIO-Gebiet“ (Pressemitteilung EUREGIO). Mehr als 15.000 Mal wurde das GPT insgesamt seit Bestehen tätig. Es gelang dem Team mehr als 5.200 Straftaten und rund 2.000 Ordnungswidrigkeiten aufzudecken
und zu verfolgen. Etwa 350 kg Betäubungsmittel mit einem Marktwert von über 8 Millionen Euro, konnten sie im Laufe der Jahre sicherstellen. Darunter auch 150 kg Marihuana, 120 kg Haschisch, 16
kg Kokain, 12 kg Amphetamin, 6 kg Heroin und ca. 100.000 Ectasy-Pillen. Auch bei zahlreichen Dokumentenfälschungen hatten die Polizisten des GPT den richtigen Riecher. Über 80 Urkundenfälschungen- überwiegend waren es falsche Führerscheine und Identitätskarten verschiedener Länder, konnten sie aufdecken. Neben den Festnahmen von Straftätern, die das GPT auf frischer Tat erwischte, beispielsweise bei einem Raubüberfall 2009 in Oldenzaal (NL), konnten über 600 per internationaler Fahndung gesuchte Straftäter oder Güter von hohem Wert aufgegriffen werden. Der große Vorteil der Einheit ist, dass Straftaten gerade deswegen effektiver verfolgt und bekämpft werden können, weil die Handhabe der Beamten nicht – wie sonst üblich – an der Grenze endet. Lediglich die Verantwortung und damit die Zuständigkeit der gemischten Streifenteams wechselt mit dem Grenzübertritt. Durch die Initiative und unter Federführung der Polizeidirektion Osnabrück, als einzige beteiligte, niedersächsische Polizeibehörde, kam es zum staaten- und länderübergreifenden Zusammenschluss mit der Koninklijken Marechaussee (NL), der
Politieeenheid Oost-Nederland (NL), der Bundespolizeidirektio Hannover und der Kreispolizeibehörde Borken (Nordrhein-Westfalen). Die finanzielle Unterstützung des GPT-Projektes durch das europäische Förderprogramm INTERREG IV A begann vor zehn Jahren mit der
Polizeidirektion Osnabrück als Leadpartner. Seither flossen rund 1,3Millionen Euro Fördergelder der EU in das in dieser Dimension einmalige Projekt. Die Idee hinter dem GPT gilt als Vorbild für die
polizeiliche Zusammenarbeit in anderen Grenzregionen, wie zum Beispiel an der deutsch-polnischen und der deutsch-dänischen Grenze. Regelmäßig finden gemeinsame Austausche und Beratungen statt. Das GPT in Bad Bentheim hat sich nicht nur in der Vergangenheit bewährt. Auch zukünftig wird die Arbeit fortgesetzt und durch einige Veränderungen ergänzt werden. So hat ein in die täglichen Arbeitsabläufe bereits seit 2015 integrierte und gezielte Informationssteuerung als Komponente, die Verfahrensabläufe und Schwerpunkte erweitert und konkretisiert – dies gilt es auszubauen. Nutzung neuester digitalisierter Fahndungstechniken und sicherer Datenleitungen sowie den Ausbau digitaler Funknetzverbindungen zwischen den beteiligten Polizeien stehen im Fokus der operativen Arbeit. Eine noch effektivere Zusammenarbeit der beteiligten Sicherheitsbehörden im Grenzgebiet sowie die Möglichkeiten zur Nutzung eines gemeinsamen Informationszentrums, sind weitere Ziele des Projektes. Das Projekt „Grenzüberschreitendes Polizeiteam“ wird im Rahmen des INTERREG IV
A-Programms „Deutschland-Nederland“ mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), der Niedersächsischen Staatskanzlei, des Wirtschaftsministeriums des Landes
Nordrhein-Westfalen, sowie der niederländischen nationalen Politie kofinanziert. Einige Beispielsachverhalte des GPT der letzten Jahre: Im Februar 2018 beendeten Beamte des GPT die Entführung eines Babys aus den Niederlanden. Die leiblichen Eltern des Babys entführten es
aus dessen niederländischer Pflegefamilie und brachten es nach Deutschland. Intensive Ermittlungen führten zum Aufenthaltsort des kleinen Mädchens, es wurde wohlbehalten an die niederländischen
Jugendbehörden übergeben. 2013 wurde einem niederländischen Menschenhändler das Handwerk gelegt, der in den Niederlanden gesucht wurde. Er fuhr aus Deutschland kommend über die Grenze, womit die Zuständigkeit für die deutschen Kollegen endete. Die der niederländischen Beamten fing aber gerade erst an und somit konnte der Mann gestoppt werden. 2010 wurden zwei Geldwäscher dingfest gemacht, die mit sechs Kilo Gold unterwegs waren. Eine Verfolgungsfahrt endete im Januar 2018 nicht an der Grenze, sondern die Flucht aus Oldenzaal (NL) konnte erst in Bad Bentheim beendet werden. Der Mann stand im Verdacht, Cannabis in seiner Wohnung angebaut zu haben. Am 9. Mai 2018 endeckten die Beamten bei einer Fahrzeugkontrolle Betäubungsmittel im Wert von rund 70.000 Euro. Am 25. Mai 2018 waren es bei einer Kontrolle sogar 17 Kg Marihuana mit einem Marktwert von rund 170.000 Euro. Einer der größeren Fahndungserfolge war 2009 die Festnahme von Autodieben nach einem Raubüberfall auf ein Autohaus in Oldenzaal (NL). Dabei wurden 3 Täter
mit hochwertigen Fahrzeugen zeitgleich an drei verschiedenen Orten festgenommen. Die gesamte Koordinierungsarbeit zwischen den deutschen und niederländischen Einsatzfahrzeugen und Leitstellen konnte vom GPT geleistet werden, da es über Funksysteme beider Staaten verfügt. Darüber hinaus unterstützte das GPT bei einer Vielzahl grenzüberschreitender Fahndungen und Observationen, da für sie die Grenze keine Rolle spielt. Neben vielen kleineren Fahndungserfolgen,
gab es zudem zahlreiche Übermittlungen von ermittlungsentscheidenden Beobachtungen an die verschiedenen Dienststellen.

38. Hilfsgütertransport des „Freundeskreises der Ukrainefahrer“ Über zehn Tonnen Hilfsgüter für die Ukraine


Lingen. Der „Freundeskreis der Ukrainefahrer“ führt derzeit den 38. Hilfsgütertransport durch. Auf dem Sattelzug eines Ukrainischen Spediteurs bringen sie über zehn Tonnen Hilfsgüter in die Region der Ukraine, aus der während des Zweiten Weltkrieges 86 junge Männer entführt wurden und bis Kriegsende im Reichseisenbahnausbesserungswerk Lingen Zwangsarbeit verrichten mussten. „In der Bevölkerung in Juskovzy und Lanovzy herrscht weiterhin große Not, denn dorthin kommen immer noch viele Flüchtlinge aus den östlichen Krisengebieten“, erklärten die Ukrainefahrer, die es sich seit 1991 zur Aufgabe gemacht hätten, Hilfsgüter sowie Geldspenden zu sammeln und diese direkt vor Ort zu verteilen. Heinz Dickebohm, Holger Ester, Jörg Heilen, Heinz Humbert, Klaus Kück, Claudia und Jörg Krone sowie Hermann Lindwehr begleiten den Transport. Die Firma Ford Jansen in Lingen hat und das DRK-Elbergen hat ihnen einen Kleinbus zur Verfügung gestellt. Die Stadt Lingen unterstützt die Hilfsaktion, für die Apotheker Michael Koop zudem eine große Anzahl an Medikamenten bereitgestellt hat.
Seit nunmehr 27 Jahren läuft diese Aktion von Lingen aus. Der Freundeskreis wolle weiterhin seine vier Projekte versorgen und betreuen. Dazu zählen die Schule und Sozialstationen in Juskovzy sowie das Krankenhaus und die Sozialstationen in Lanovzy. Die Ukrainefahrer wollen den Menschen, besonders aber den Kindern in der Region helfen. Auf dem Sattelzug sind diesmal 750 Kartons mit gebrauchter Kleidung für klein und groß, Gardinen, Wäsche, Schuhe, Spielzeug und Sanitärartikel sowie Gehhilfen und Krankenhausbetten.
Um weiter helfen zu können, benötigt der Freundeskreis neben Kleider- auch Geldspenden für weitere Hilfsgütertransporte, mit denen die Sach- und Geldspenden zu 100 Prozent für die Menschen in der Ukraine eingesetzt werden. Geldspenden können auf das Konto der Stadt Lingen, Volksbank Lingen, IBAN: DE41 2666 0060 1100 9438 00, BIC: GENODEF1LIG, Stichwort „Ukrainehilfe“ eingezahlt werden. Eine Spendenbescheinigung wird ausgestellt. Weiter Auskünfte: Hinrikus Ude, Telefon (05906) 3369005 und (0160) 96902620, per E-Mail: Hinrikus.Ude@kabelmail.de.

Mit freundlichen Grüßen

Gleich zweimal schlugen Einbrecher in Lünne zu

Lünne- Nach ersten Informationen wurde bei der Firma Fromme Leidenschaft für Bad und Küche ein Mercedes Sprinter gestohlen. Nach ersten Vermutungen wurde der Mercedes Sprinter dann bei einem weiteren Einbruch bei der Firma Arbeitsschutz Knudsen auch in Lünne dazu benutzt Arbeitskleidung von den Marken COFRA, MASCOT und UVEX zu erbeuten.

Beide Geschädigten bitten um mithilfe!

Wer hat den Mercedes Sprinter mit der blauen Aufschrift Fromme mit dem Kennzeichen EL F 1448 gesehen.

Und wo wurde Kleidung von den Marken COFRA, MASCOT und UVEX angeboten.

Hinweise bitte an die Polizei Spelle unter 05977 / 92921150

Neue Lünne-App unterstützt bei Terminkoordination

Lünne – Dank der neuen „Lünne-App“ sind die Termine der Vereine und Verbände in Lünne ab sofort auf einem Blick aktuell einsehbar. Die App ist sowohl für Android- als auch für Apple-Geräte verfügbar.

Immer aktuell und schnell griffbereit: Zur besseren Koordinierung der Termine steht den Lünner Vereinen, Verbänden und Organisationen seit kurzem die „Lünne-App“ zur Verfügung. Auf einem Blick werden hier anschaulich alle Termine des Ortes angezeigt – und das stets ganz aktuell und überall verfügbar. Dabei lassen sich unterschiedliche Ansichten auswählen und Termine selektieren. So lassen sich wahlweise alle Termine gleichzeitig anzeigen oder nur von ausgewählten Vereinen und Gruppen. „Die Vereine und Verbände sorgen für ein lebendiges Leben in unserer Gemeinde. Die Lünne-App ist ein tolles Instrument, um die Vielzahl der Aktionen aufeinander abzustimmen und Termine unkompliziert bekannt zu machen“, freuten sich Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf und Bürgermeisterin Magdalena Wilmes über diese Innovation und dankten allen, die an der Entwicklung der App mitgearbeitet haben, insbesondere auch dem Verein für Handel, Handwerk, Gewerbe und Touristik eV. für die Übernahme der Finanzierung. Entstanden ist die Idee im Rahmen des Dialog- und Beteiligungsprozess „Dorfdialog“, an dem viele Lünnerinnen und Lünner die Zukunft des Ortes in den Blick genommen haben. Ein eigens gegründeter Arbeitskreis bestehend aus Bernd Burrichter, Martin Schröder, Markus Wilbers, Niklas Hüvet und Stefan Holtkötter (Samtgemeinde Spelle) hat sich die Vorbereitung der App auf die Fahnen geschrieben und für eine reibungslose Einführung gesorgt. Die technische Programmierung erfolgte durch Frank Reiling, Inhaber des Unternehmens Solution-XL aus Lingen-Bramsche. Neben einem digitalen Kalender enthält die Smartphone-App auch die Möglichkeit, sich im Bereich Aktuelles zu informieren oder das „Lünner Wochenblatt“ abzurufen. Die App ist sowohl im Google Play Store als auch im App-Store kostenlos erhältlich. Über die Homepage www.luenne-app.de werden Hinweise zur Bedienung gegeben.

Frau bei Unfall auf der B70 zwischen Varenrode und Spelle schwer Verletzt (Video)

Spelle- Um 21:45 Uhr wurden die Feuerwehren Spelle und Venhaus zu einem schweren Unfall auf der B70 zwischen Varenrode und Spelle/Venhaus alarmiert. Ein PKW-Fahrerin war aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und in einem Graben vor einem Baum gefahren. Dabei wurde die Frau in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Ersthelfer konnten die Frau aus ihrem Fahrzeug retten, der Rettungsdienst fuhr die schwer verletzt Frau in ein Krankenhaus nach Rheine.

45 Jahre deutsche Country-Hits mit TRUCK STOP in der Stadthalle Rheine

Es gibt nur wenige Bands in der Musikbranche, die so viele erfolgreiche Jahre vorweisen können: Truck Stop feiert 2018 ihr 45jähriges Jubiläum. Die Meilensteine auf ihrem Weg zum Erfolg   haben   sie   kontinuierlich  gesetzt.   Die   sechs   Männer   sind   nicht   umsonst   die erfolgreichste deutsche Country-Band aller Zeiten!

Samstag. 03. November 2018 in der Stadthalle Rheine Einlass/Beginn 19:00 Uhr/20:00 Uhr Veranstalter Hypertension Music

Auch wenn es nicht immer einfach war, hat die Band stets gewusst, wo sie hingehört: Auf die Bühne und zu ihren Fans, die ihr immer treu geblieben sind. Deshalb wird 2018 so richtig gefeiert. Die Cowboys von der Waterkant bringen im März ein Jubiläumsalbum bei ihrem Label Telamo heraus. Die Doppel-CD fasst die größten Erfolge aus 45 Jahren – übrigens auch erhältlich als Download. Doch damit nicht genug: Als besonderes Jubiläums Schmankerl veröffentlicht die Band eine 10er Box der besonderen Art. Viele unbekannte, z.T. unveröffentlichte Songs und Solo CDs von Teddy, Knut und Uwe werden die Fans überraschen.   Als besondere Leckerbissen hat Truck Stop einige ihrer legendären Titel  neu  aufgenommen, so  „Take  It  Easy,  altes  Haus“,  „Der  wilde,  wilde Westen“, „Arizona“ und „Ich möcht‘ so gern Dave Dudley hör’n“. Und weil es zum Geburtstag immer Geschenke gibt, enthält auch die Doppel-CD einen unveröffentlichten Titel: Da heißt es – netter Scherz und schönes Wortspiel – „Wir schenken uns nichts“.

Wollte man den Erfolg im Namen ausdrücken, müsste man die Band eigentlich umbenennen, denn von „Stop“ kann bei Truck Stop nun wirklich nicht die Rede sein. Das musikalische „Sixpack“ besteht heute aus Andreas Cisek (Leadgesang, Gitarre) Wolfgang „Teddy“ Ibing (Schlagzeug), Chris Kaufmann (Lead Gitarre), Tim Reese (Fiddle, Gitarre, Banjo, Mandoline), Uwe Lost (Bass, Gesang, Akkordeon) und Knut Bewersdorff (Gesang, Pedal Steel, Dobro, Gitarre). In dieser Formation geht Truck Stop ab November 2018 dann auch auf große Jubiläumstour und präsentiert ihre besten Songs in 20 Städten Deutschlands.

Blick zurück – 45 Jahre Country pur

Genau am 10. März 1973 begann die legendäre Geschichte dieser unvergleichlichen Band: Damals trat Truck Stop erstmals in der bekannten Gründungsformation im Hamburger Musikclub „Remter“ auf. Gründungsmitglieder waren Burkhard „Lucius“ Reichling, Günter „Cisco“ Berndt, Wolfgang „Teddy“ Ibing, Rainer Bach, Erich Doll und Eckhart Hofmann. Die Band spielte damals englischsprachigen Country, Rock ’n‘ Roll und Bluegrass.   Sie gaben Konzerte in den angesagten Musikclubs auf der Reeperbahn und in der legendären Musikkneipe „Onkel Pö“.

In dieser Zeit, zwischen 1973 und 1977, brachte Truck Stop vier Alben in englischer Sprache heraus, entschloss sich dann aber angesichts zurückgehender Verkaufszahlen zu einem Stilwechsel und wurden dann zu der ersten Country-Band, die in deutscher Sprache sang. Ein mutiger Entschluss, der von  Erfolg  gekrönt war.  Bereits  mit  ihrem  ersten deutschsprachigen Country-Album „Zu  Hause“ landete Truck Stop zwei Single-Hits. „Die Frau mit dem Gurt“ war die erste Veröffentlichung, und für „Ich möch´ so gern Dave Dudley Hör´n“ sogar eine Goldene Schallplatte

Von Anfang an war Joe Menke Förderer und Produzent der Band. In seinem Studio wurde zwischen 1973 und 1994 für und mit Truck Stop produziert. Nicht zuletzt deshalb heißt es in ihrem Song “Der wilde, wilde Westen“, dass dieser Westen kurz hinter Hamburg anfängt, „in einem Studio in Maschen, gleich bei der Autobahn.“

Eindeutig belegen lassen sich die musikalischen Erfolge: 1996 erhielt Truck Stop ihre erste „Goldene Stimmgabel“.  Weitere  folgten  1998  und  2006.  1999  nahmen  sie  mit  Stefan  Raab  den  Song „Maschendrahtzaun“ auf und erhielten dafür vier Gold- und eine Platin-Auszeichnung für über 1 Million verkaufte Singles. Im März 2000 wurden Truck Stop mit vier Country-Oscars von der German- American Country Music Federation GACMF ausgezeichnet. Zuvor hatte die GACMF die Elbe- Cowboys bereits für ihr Lebenswerk geehrt und als erste deutsche Band in die „Country Hall of Fame“ aufgenommen. Zum 35-jährigen Bestehen und für ihre „norddeutsche Ausstrahlung“, die sie in ganz Deutschland repräsentieren, wurde Truck Stop 2008 der „Nord Award“ verliehen.

Dann folgte ab 2012 eine schwierige Zeit für Truck Stop: Gründungsmitglied Lucius Reichling starb im Alter von 65 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Nur ein Jahr später verließ Cisco aus gesundheitlichen Gründen die Band. Er starb 2014. Doch die Legende Truck Stop schaffte, was nur wenigen gelingt: Aus dem schmerzhaften Einschnitt und Gedanken ans Aufhören wurde der Neustart. Die verbliebenen Musiker suchten sich Kollegen, die den Sound und das Lebensgefühl, das Truck Stop verkörpert, verstehen und weitertragen wollten.

So stehen nun neben Sänger und Gitarrist Andreas Cisek, der seit 2012 neuer Frontmann ist, auch Chris Kaufmann (Lead-Gitarre) und Tim Reese (Fiddle, Gitarre, Banjo und Mandoline) mit auf der Bühne und inspirieren live und im Studio.   Gemeinsam mit den Ur-Cowboys erfanden sie sich wieder neu, überarbeiteten   ihren Sound, gewissermaßen back to the Country-Roots: frisch, ehrlich, handgemacht, und immer mit großer Spielfreude.

Als Produzent hat die Band für die neuen Alben Echo-Preisträger Frank Ramond gewinnen können, der schon mit anderen deutschen Musikern wie Ina Müller und Roger Cicero sehr erfolgreich ist. AlsCo-Produzent ist Jörn Heilbut (Münchner Freiheit, Lotto King Karl) mit im Boot. Aus dieser erfrischenden Mischung von  Lebenserfahrung und  neuem  Schwung entstanden neue Alben  wie „Männer sind so“ (2015) und zuletzt „Made in Germany“ (2017).

450 Schützenbrüder bei der Generalversammlung des St.-Johannes-Schützenvereins Spelle

Spelle – Traditionell fand die jährliche Generalversammlung des Schützenvereins St. Johannes Spelle am Samstag vor dem Schützenfest im Festzelt statt. Der Vorsitzende Ludger Gude konnte an diesem Abend über 450 Schützenbrüder begrüßen, besonders die amtierenden Majestäten König Olaf Reddehase und König Maik Pfeiffer. Nach dem Verlesen der Tagesordnung wurde der verstorbenen Schützenbrüder gedacht. Ein herzlicher Dank galt den zahlreichen Bierspendern, die dafür gesorgt hatten, dass an diesem Abend wieder reichlich Freibier ausgeschenkt werden konnte. Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch den Spielmannszug und den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr. Schatzmeister Paul Niehaus konnte einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren und das Jahr mit einem kleinen Plus in der Vereinskasse abschließen. Anschließend informierte er die Versammlung über die verschiedenen Aktivitäten des Spielmannszuges. Die langjährigen Mitglieder Johannes Wilmes und Andreas Schütte wurden von Paul Niehaus verabschiedet und erhielten als Dank ein Abschiedsgeschenk und lang anhaltenden Applaus der Versammlung. Frank Deters und Karl-Heinz Gude stellten den Bericht der Schießgruppen vor. Der Schützenverein ist sehr stolz auf seinen Spielmannszug und die Schießgruppen und das große Engagement der Mitglieder. Im Anschluss wurden der Versammlung zwei Bilder in Großformat präsentiert, die den Schützenverein im Jahr 1909 und 1929 vor dem alten Speller Bahnhof zeigen. Ludger Gude gab einige Erläuterungen zu diesen Bildern und dann hatten die Schützenbrüder Gelegenheit, die damaligen Mitglieder des Schützenvereins in Augenschein zu nehmen. Es wurde nun versucht, die Namen der abgebildeten Personen festzustellen, um diese für die Nachwelt zu erhalten. Der Schützenverein ist dem Heimatverein sehr dankbar, der diese Bilder zur Verfügung gestellt hat. Schriftführer Friedrich Schlattmann verlas das Protokoll der Vorstandssitzung vom 16. März 2018. Im Anschluss stellte Helmut Klöhn den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, die von der Versammlung einstimmig erteilt wurde. Helmut Reker als 2. Vorsitzender, Friedrich Schlattmann als Schriftführer und Christopher Seibring als neues Mitglied im Kommando wurden einstimmig gewählt. Bernard Krone informierte die Versammlung über eine eventuell geplante Erweiterung des Schießstandes. Es wurde ein entsprechender Förderantrag gestellt und derzeit wartet der Verein auf einen positiven Bescheid. An diesem Abend wurden 14 neue Mitglieder aufgenommen. Dann wurde der von Niklas Roskos erstellte Film vom Schützenfest des letzten Jahres gezeigt. An diesem Abend wurde kräftig gesungen, mit dem Lied „Der Mai ist gekommen“ und dem Lied der Deutschen schloss der Präsident gegen 0.10 Uhr die Versammlung.

Aus Alltagsmaterialien und Fantasie entstehen tolle Spielideen

Für einen Zeitraum von drei Wochen mussten die Kinder der Kinderkrippe Am Brink in Spelle auf ihr Spielzeug verzichten. In dem Projekt „Unser Spielzeug macht Urlaub“ sollten die Kleinen ihren Entdeckergeist schärfen und den Wert von Alltagsgegenständen neu schätzen lernen.


Zu Beginn des Projektes haben die Kinder einen Brief von ihrem Spielzeug erhalten, in dem stand, dass es gerne Urlaub machen möchte. Die Kinder berichteten vom eigenen Urlaub und halfen direkt mit, das Spielzeug auszuräumen, um es auf die Reise zu schicken. In den folgenden Tagen lud der Gruppenraum zum Entdecken und Ausprobieren ein. „Es war spannend, zu sehen, wie die Kinder miteinander ins Spiel gefunden haben und eigene Spielideen entwickelten. Gemeinsam kamen die Kinder auf Spielideen, wie Verstecken und Fangen. Sie machten eigenständig einen Sitzkreis, sangen Lieder oder legten sich unter die Tische und erzählten sich dort Geschichten oder alberten einfach herum“, berichtete Inga Kreyenkötter, Leiterin der Kinderkrippe Am Brink, von den Erfahrungen in den ersten Tagen. Mit der Zeit wurden Alltagsmaterialien in die Gruppen gegeben, die im Vorfeld von den Eltern und Erzieherinnen gesammelt wurden. „Es war toll zu erleben, wie die Kinder die Materialien, wie Kartons, Papprollen, Joghurtbecher, Flaschen mit Deckeln entdeckt haben und selbstständig mit den Dingen kreativ wurden. Die Kinder haben sich selbst überlegt, was man damit machen kann und sind auch in der Krippe auf die Suche gegangen, ob es weitere Alltagsgegenstände gibt“, berichtete Kreyenkötter weiter. In der zweiten und dritten Woche wurden den Kindern weitere Alltagsmaterialien zum Spielen und Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Außerdem entstand in der Turnhalle ein Wahrnehmungs-Parcours aus verschiedenen Materialien, wie zum Beispiel Mais, Mehl, Stroh, Tannenzapfen etc. Die Kinder konnten barfuß erleben, wie sich die verschiedenen Dinge anfühlen. Sie experimentierten nach Herzenslust, was zum Beispiel passiert, wenn man mit mehligen Händen klatscht, wie pieksig ein Tannenzapfen ist oder wie sich Stroh oder Heu auf der nackten Haut anfühlt. Zum Abschluss des Projektes ging es mit den Familien zum Bentlager Wald. Hier wurde miteinander gespielt, geklönt und ohne viele zusätzliche Materialien der Wald erforscht und entdeckt. Auch nach dem offiziellen Projektende ist festzustellen, dass die Kinder immer noch nicht viel Spielzeug benötigen oder gar danach Fragen. Es ist weiterhin so, dass in den Puppenwohnungen und im Gruppenraum viele Alltagsmaterialien zu finden sind und die Kinder ausgiebig hiermit spielen.

Älteste Emsländerin: Alwine Poske aus Lingen feierte 105. Geburtstag

Lingen. Die älteste Lingenerin ist Alwine Poske schon seit einigen Jahren. Am Sonntag feierte sie ihren 105. Geburtstag und ist damit nun auch die älteste Emsländerin. „Das ist ein sehr besonderer Geburtstag. Darauf können Sie stolz sein“, gratulierte Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone und überreichte der Jubilarin die Ehrenurkunden der Stadt Lingen, des Landkreises Emsland und des Landes Niedersachsen. „Ich habe schon eine ganze Schublade voll mit diesen Andenken“, scherzte das Geburtstagskind. Bei der passionierten Garten- und Blumenliebhaberin stieß insbesondere der von Krone mitgebrachte Blumenstrauß auf große Freude. „Es können gar nicht genug Blumen da sein“, schwärmte die 105-Jährige. Bis vor wenigen Jahren hat sie ihren eigenen Garten noch selbst gehegt und gepflegt. Auch wenn sie mittlerweile in einem Seniorenwohnheim lebt, lässt sie es sich nicht nehmen, ihrer Familie täglich Tipps für die Gartenpflege zu geben. „Mein Kopf ist nämlich noch fit“, so Alwine Poske. Sie betont: „Wenn man noch lachen kann, kann man sich freuen.“

Noch unter Kaiser Wilhelm II. 1913 in Oberholsten/ Melle geboren blickt die Jubilarin auf ein bewegtes Leben zurück. Seit über 60 Jahren wohnt sie bereits in Lingen. Bevor sie in ein Seniorenwohnheim umzog, hat sie kurioser Weise zwar nie ihre Wohnung gewechselt, aber aufgrund von Straßenumbenennungen mehrfach ihre Adresse. Zu ihrer großen Familie gehören mehrere Kinder, Enkel und Urenkel. Neben ihrer Familie und Oberbürgermeiste Krone ließ es sich auch der Posaunenchor der Kreuzkirche nicht nehmen, ihr mit einem Geburtstagsständchen zu gratulieren. Alwine Poske ist nämlich auch das älteste Mitglied der Kreuzkirchengemeinde. Auf Wunsch der Jubilarin wurde u.a. der Choral „Nun danket alle Gott“ gespielt.

Keine KITA- Gebühren mehr in Niedersachsen

Durchbruch bei den Verhandlungen um den beitragsfreien Kindergarten in Niedersachsen: Die Niedersächsische Landesregierung und die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände haben sich am 23.05.2018 auf die Ausgestaltung des Gesamtpaketes für die Stärkung der frühkindlichen Bildung und Betreuung in Niedersachsen durch eine Konkretisierung der zugesagten Bundesmittel in Höhe von 328 Millionen Euro bis Sommer 2022 geeinigt. Die Bundesmittel werden nun gezielt dort eingesetzt, wo die Kommunen Entlastung wünschen. „Heute ist ein guter Tag für das Land Niedersachsen und für die Eltern von Kindergartenkindern“, erklärten Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne und der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers.

Das Gesamtpaket wird über Bundesmittel aus dem „Gute-Kita-Gesetz“ finanziert und setzt sich im Zeitraum 01.08.2018 – 31.07.2022 wie folgt zusammen:

Das Land sichert nach 2022 die vereinbarten 58 Prozent unabhängig von einer Unterstützung des Bundes gesetzlich ab. In den kommenden drei Jahren setzt das Land für die Erhöhung auf 55 Prozent eigene Mittel ein. Dafür sichert das Land gegenüber dem ursprünglichen Angebot in Höhe von 52 Prozent zusätzlich jährlich aufwachsend bis zu 45 Millionen Euro zu. Für die weiteren prozentualen Steigerungen bis 58 Prozent im Jahr 2021 setzt das Land zunächst die vom Bund für eine Beitragsfreiheit in Aussicht gestellten Mittel ein.

Darüber hinaus werden Bundesmittel in Höhe von 48 Millionen Euro für einen „Härtefall-Fonds“ bereitgestellt. Aus diesem können Kommunen, die trotz des Ausgleichs besondere Ausfälle erleiden, erforderlichenfalls auf Antrag zusätzliche Mittel erhalten. Zudem wurde vereinbart, dass auch Angebote der Kindertagespflege beitragsfrei gestellt werden können, wenn diese den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz absichern. Hierfür stehen ebenfalls aus Bundesmitteln 20 Millionen Euro zur Verfügung. „Härtefall-Fonds“ und Kindertagespflege werden über Förderrichtlinien und damit über ein Antragsverfahren umgesetzt.

Als Ausgleich für Tarifsteigerungen der Beschäftigten in Kindertagesstätten gewährt das Land den Kommunen im Rahmen einer Zuwendungsrichtlinie zusätzlich 115 Millionen Euro aus Bundesmitteln. Dieser Betrag kommt einer Dynamisierung der Personalkosten um einen zusätzlichen Prozentpunkt auf 2,5 Prozent gleich. 61 Millionen Euro stehen darüber hinaus für Qualitätsverbesserungen und Investitionen in den Kindertageseinrichtungen bereit. Damit können stundenweise Personalaufstockungen ebenso ermöglicht werden wie der weitere Ausbau von Betreuungsplätzen.

Der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne: „Ich freue mich, dass wir uns nach harten Verhandlungen geeinigt haben. Die Einigung bedeutet eine substantielle Stärkung der frühkindlichen Bildung in Niedersachsen. Bildung darf kein Luxusgut sein und genau deshalb schaffen wir die Gebühren für den Kindergartenbesuch ab. Der beitragsfreie Kindergarten und die Absicherung weiterer Qualitätsverbesserungen sind ein starkes Signal für eine starke und moderne frühkindliche Bildung in unserem Land.“

Der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers: „Auf der Basis unserer ersten Einigung haben wir durch den gezielten Einsatz der Bundesmittel einen fairen Kompromiss gefunden. Das Land ist damit an seine Grenzen gegangen. Insgesamt werden 1,4 Milliarden Euro für die Gebührenfreiheit im Kindergarten in dieser Legislaturperiode mobilisiert. Im Ergebnis entlasten wir damit die Mitte der Gesellschaft und die Leistungsträger.“

„Uns ist besonders wichtig, dass wir eine verbesserte Dynamisierung der Lohnkosten vereinbart haben, die sich auf den Krippen- und den Kindergartenbereich gleichermaßen erstreckt. Nur so wird verhindert, dass die Kommunen jedes Jahr weiter ins Hintertreffen geraten. Die gesetzlich vorgesehene Anpassung um 1,5 % bildet die tatsächliche Steigerung der Lohnkosten seit Jahren nicht mehr realitätsgerecht ab“, sagte der Präsident des Niedersächsischen Landkreistages, Landrat Bernhard Reuter (Göttingen), der zur Zeit auch als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände fungiert.

Zum Verhandlungsergebnis erklärte der Präsident des Niedersächsischen Städtetages und Oberbürgermeister der Hansestadt Lüneburg, Ulrich Mädge: „Durch den Härtefall-Fonds ist sichergestellt, dass in den nächsten drei Jahren alle Kommunen in Niedersachsen mit Blick auf die wegfallenden Elternbeiträge kompensiert werden. Die in diesem Zeitraum aufwachsende Finanzhilfe des Landes für Personalausgaben sollte die noch bestehenden Lücken ab dem vierten Jahr in den allermeisten Fällen endgültig schließen. Außerdem freut es mich, dass das Land seit langer Zeit wieder Investitionen in Kindergärten fördert.“

Der Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Marco Trips, ergänzt: „Im Vergleich zum Verhandlungsstand im März haben wir jetzt wesentliche Verbesserungen erreicht. So scheint dies ein tragfähiger Kompromiss zu sein. Dabei ist mir wichtig, dass Land und Kommunen nach einem Jahr insbesondere die Auskömmlichkeit des Härtefallfonds erneut betrachten werden.“

Nächster ehemaliger Drittligaspieler wechselt zum SCSV -Spelle verpflichtet Torwart Bernd Düker-

 

Der SC Spelle–Venhaus hat mit dem ehemaligen U20 Nationaltorhüter Bernd Düker vom BV Essen einen erfahrenen Oberligatorwart verpflichtet.
Der aus Ochtrup stammende Düker kann mit seinen 26 Jahren bereits auf eine interessante Spielerlaufbahn zurückblicken. Seine fußballerische Ausbildung begann in der B–Jugend Bundesligamannschaft des VfL Osnabrück. Zwei Jahre später wechselte Düker in das Leistungszentrum vom SV Werder Bremen und debütierte bereits mit 19 Jahren in der 3. Liga gegen Wehen Wiesbaden. Im gleichen Jahr absolvierte Düker sogar ein Länderspiel für die deutsche U20 Nationalmannschaft unter Trainer Frank Wormut. Nach zwei Jahren an der Weser ging es dann wieder zurück zum VfL Osnabrück. Dort bestritt der gelernte Bankkaufmann ca. 80 Spiele für die Oberligareserve der Profis. Nach der Auflösung der Nachwuchsmannschaft zum Ende der vergangenen Saison, schloss sich Düker dem Landesligisten BV Essen an. Nun kehrt er ab Sommer wieder in die Oberliga zurück.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit Bernd einen routinierten Torhüter und menschlich positiven Typen für die Torwartposition verpflichten konnten“ so der sportliche Leiter Niels Wolters.
Auch Trainer Sebastian Röttger ist von den Qualitäten seines Neuzugangs überzeugt: “Bernd ist mit seiner Erfahrung eine optimale Ergänzung zu unserem jungen Kader. Er ist super ausgebildet und verkörpert den heute so wichtigen modernen, mitspielenden Torwart.“
Ab Sommer komplettiert Düker dann mit Florian Egbers die Torhüterposition beim SCSV.

Rettungskräfte nehmen an Fahrsicherheitstraining teil Sicher ankommen und retten ist oberstes Gebot

Das Fahrtechnik und Ausbildungszentrum (FAZ) in Holsterfeld schult regelmäßig Frauen und Männer, die Motorräder, Pkws, Kleintransporter, Lastwagen, Busse oder Sonderfahrzeuge lenken. Hier werden auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Nordrhein-Westfalen in Theorie und Praxis mit der Fahrphysik und Fahrdynamik vertraut gemacht.
Holsterfeld. Der stellvertretende Leiter der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Emsdetten, Stadtbrandinspektor Ralf Albers, hat mit sechs Kameraden an dem speziell auf sie abgestimmten Fahrsicherheitstraining teilgenommen. Die Wehr hat mit 180 aktiven Einsatzkräften, die auf die Hauptwache Emsdetten mit drei Löschzügen und einem am Standort „Hembergen“ verteilt sind.

Von der FF Saerbeck, die 112 aktive Einsatzkräfte in den drei Löschzügen: Dorf, Sinningen und Westladbergen hat, sind sechs Männer mit dem stellvertretenden Leiter Gemeindebrandinspektor Robert Laumann zum FAZ nach Holsterfeld gekommen. Dessen Leiter Ewald Rühlmann und Dozent Dieter Lohmann erklärten ihnen: „Wenn es wie so oft wieder gekracht hat oder es brennt, werden die Feuerwehr gerufen, um möglichst schnell effizient zu helfen. Oft sind dabei Menschenleben oder erhebliche Sachwerte in Gefahr.“

Die schnellen Einsatzkräfte der FF Emsdetten und Saerbeck wurden auf dem Übungsgelände hinter dem Rasthof Holsterfeld von den Spezialisten Rühlmann und Lohmann mit möglichen Gefahren bei Einsatzfahrten konfrontiert. Davon überzeugte sich auch Dr. Manigée Derakshani von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, Hauptabteilung Prävention, Abteilung Gesundheitsdienst, Feuerwehr, Hilfeleistung und Ehrenamt, Regierungsbezirk Münster. Dr. Derakshani betonte: „Wir empfehlen und befürworten das intensive Fahrsicherheitstraining, das wir auch finanziell unterstützen.“ Sie machte sich nicht nur ein Bild von dem Szenario, sondern nahm ebenso auf dem Beifahrersitzt eines Löschfahrzeugs Platz, um hautnah mitzuerleben, wie sich das Löschfahrzeug und dessen Fahrer bei Slalomfahrten oder Bremsungen auf nasser und trockener Straße verhalten.

Albers und Laumann meinten: „Für unsere Einsatzkräfte ist es lebenswichtig zu wissen, welche Gefahren täglich im Straßenverkehr lauern. Sie müssen im Fall der Fälle möglichst schnell den Einsatzort erreichen.“ Ralf Albers betonte, dass die Sicherheit an obersteter Stelle stehe. Er bemängelte aber, dass es in NRW bei der Freiwilligen Feuerwehr keine Fachkraft für Arbeitssicherheit gebe. Rühlmann erklärte: „Wer schnelle Hilfe bringen will, der muss auch sicher am Einsatzort ankommen.“

Die Einsatzkräfte der FF Emsdetten und Saerbeck nahmen an dem Fahrsicherheitstraining mit einem Löschgruppenfahrzeug LF 20, Gerätewagen Logistik GW-L 2, zwei Tanklöschfahrzeugen TLF 3000, einem Kommandowagen, ELW 1 und Tragkraftspritzenfahrzeug TSF W teil. Laumann erläuterte ihnen: „Die Fahrphysik befasst sich bei Kraftfahrzeugen mit den Auswirkungen physikalischen Gesetze auf das Fahrverhalten und die Wahrnehmungen der Fahrer und Fahrzeuginsassen. Das Wissen dieser Gesetzmäßigkeiten ist insbesondere beim Fahren mit Sonder- und Wegerecht von großer Bedeutung.“

Der Experte sagte, dass der Kontakt zwischen Fahrzeug und Fahrbahn nur durch mehrere handtellergroße Flächen gegeben sei. Die Maximalkraft hänge vom hohen Kraftschlussbeiwert zwischen Reifen und Straße sowie der Radlast ab. Der Straßenzustand – trocken, feucht, nass, Schnee, Eis oder Schotter – habe den größten Einfluss auf den Kraftschlussbeiwert. Im praktischen Part stellten Absolventen auf der präparierten Fläche zunächst das Bremsverhalten auf trockener Fahrbahn fest. Auf der nassen Straße wurde deutlich, dass sich der Bremsweg deutlich verlängert.

Dozent Lohmann erklärte: „Die Schlagbremsung mit den Einsatzahrzeugen bei Geschwindigkeiten von 20, 30 oder 40 km/h ist sehr wichtig. Viele Verkehrsteilnehmer bremsen nicht konsequent genug, weil sie Angst haben, dass sich das Fahrzeug überschlagen könnte.“ Die Feuerwehrmänner stellten fest, dass der Wagen nicht die Spur verlässt, denn genau das Gegenteil passierte, wenn sie auf der Bremse blieben. „Die ganze Fahrphysik läuft über die Reifen. Daher ist deren Zustand – zu wenig Luftdruck oder Profil – für den Kontakt mit der Fahrbahn verantwortlich“, ergänzte Lohmann, der zeigte auf, welche physikalischen Kräfte die Reifen in den Flanken aufnehmen müssten. In Verbindung mit dem Schwerpunkt stellten die Feuerwehrmänner fest, dass ein höheres Auto sich mehr neige und auch mal kippen könne, wenn man nicht „Herr der Situation sei“. Dem entgegen wirkte das Fahrsicherheitstraining.

Beim Slalomfahren wurden die Seitenführungen der Reifen beim Lastwechsel deutlich. Lohmann erklärte dazu: „Wenn sich das Fahrzeug gar nicht beruhigt und immer mehr aufschaukelt, sind die Grenzen schnell aufgezeichnet. Bei einer Gefahrbremsung einem Hindernis auszuweichen ist schon eine besondere Herausforderung für die Fahrer der Löschfahrzeuge.“ Wenn es zu Extremsituationen kommt, brauchen die Absolventen des Fahrsicherheitstraining nicht lange überlegen und wissen nun, wie sie reagieren müssen.