Landrat Reinhard Winter hebt Katastrophenfall am WDT in Meppen auf

 

Meppen. Landrat Reinhard Winter hat den am vergangenen Freitag ausgerufenen Katastrophenfall am heutigen Donnerstag um 9:20 Uhr aufgehoben. „Nach intensiver fachlicher Beratung mit den verantwortlichen Stellen der Bundeswehr und des niedersächsischen Innenministeriums habe ich mich entschieden, den Katastrophenfall aufzuheben“, so Landrat Winter. „Mit Blick auf das aktuelle Brandgeschehen und den Löscheinsatz auf dem Gelände der Bundeswehr können wir derzeit ein Evakuierungsszenario für unsere emsländischen Gemeinden ausschließen – und weitgehende Normalität kann wieder in das öffentliche Leben einziehen“, unterstreicht Winter.

 

Winter hatte aufgrund des Moorbrandes und der Wetterprognosen am Freitag den Katastrophenfall ausgerufen – auch, um bei Bedarf zum Beispiel mit überörtlicher Unterstützung planen und arbeiten zu können. Nun sei aber die Ausgangslage eine andere. „Die Bundeswehr hat wichtige Fortschritte bei der Brandbekämpfung gemacht, insbesondere auch mit Blick auf die Bereiche des WTD-Geländes, die an das Kreisgebiet grenzen – deshalb hat sich das Gefahrenpotenzial deutlich verringert“, so der Landrat. Winter betont weiter, dass der Moorbrand noch nicht gelöscht und daher für die örtlichen Kreisfeuerwehrbereitschaften der so genannte Voralarm ausgelöst sei. Dieser Voralarm bedeutet, dass sich die Einsatzkräfte bei Bedarf kurzfristig in den Einsatz begeben können.

 

Derweil dankt er allen Einsatzkräften und Beteiligten für die geleistete Arbeit und das unermüdliche Engagement. Zudem unterstreicht er das besonnene Verhalten der Einwohner Staverns sowie das große Verständnis der Bevölkerung innerhalb der emsländischen Kommunen, die zum Teil durch Rauch oder Brandgeruch sowie durch die Unterbringung der Einsatzkräfte besonders betroffen waren.

In Varenrode entsteht ein Seniorenzentrum

Zum Foto: Mit einem offiziellen ersten Spatenstich haben die Arbeiten zum Neubau des Seniorenzentrums „Haus Bönne“ in Spelle-Varenrode begonnen. (Foto: Samtgemeinde Spelle)

Im Speller Ortsteil Varenrode soll bis August 2019 ein neues Seniorenzentrum entstehen. Betrieben wird die Einrichtung von Christian Tenkleve, Inhaber des bereits 1996 gegründeten Pflegedienstes „Ambulante Pflege Christian Tenkleve“.

Mit einem offiziellen ersten Spatenstich haben die Bauarbeiten zum Neubau des „Haus Bönne“ begonnen. Auf dem circa 4.300 Quadratmeter großen Grundstück an der Bönnestraße in Spelle-Varenrode entsteht ein Seniorenzentrum mit zwei Wohngemeinschaften und einer Tagespflege. Eine Wohngemeinschaft besteht aus zehn Einzelzimmern und einem Doppelzimmer. Die Tagespflege sieht 15 Plätze vor. „Die Seniorenwohngemeinschaften sind durch zwei Gemeinschaftsräume verbunden“, gab Bauherr Christian Tenkleve Einblicke in die Baustruktur. Die pflegerische Betreuung wird im Früh-, Spät- und Nachtdienst von der Ambulante Pflege Christian Tenkleve GmbH übernommen, sodass rund um die Uhr Fachkräfte für die Bewohner vor Ort sind. Tenkleve betreibt seit 1996 den Pflegedienst und seit 2009 das „Seniorenzentrum am Rathaus“ mit einer Tagespflege für 15 Plätze sowie einer Seniorenwohngemeinschaft mit zwölf Plätzen). Künftig soll es nur noch einen Standort geben. Vervollständigt wird das Objekt mit einem Garten, der von den Bewohnern genutzt und eventuell auch bewirtschaftet werden kann. „Der Bedarf an seniorengerechten Wohnformen wird in Zukunft deutlich ansteigen. Insofern wird mit diesem Bauprojekt eine wichtige Zukunftsaufgabe verfolgt“, gratulierte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf zu dieser Investition und verwies auf den aktuellen Beteiligungs- und Kreativprozess „Wohnen im Alter – Wohnen mit Zukunft“ der Gemeinde Spelle. Auch Bürgermeister Andreas Wenninghoff begrüßte das Bauvorhaben und erklärte: „Christian Tenkleve ist seit Jahrzehnten im Pflegebereich tätig und verfügt über langjährige Berufserfahrungen. Hiervon profitiert das neue Wohnprojekt.“ Tenkleve erklärte, dass sich das Investitionsvolumen auf rund 2,7 Millionen Euro belaufen und die Eröffnung im August 2019 geplant sei. „Es freut mich, dass heute bereits sechs Reservierungen vorliegen“, blickt Tenkleve zuversichtlich auf das neue Projekt.

 

Autofahrerin bei Unfall in Lingen lebensgefährlich verletzt

Lingen. Am Mittwochnachmittag ist eine 81-jährige Autofahrerin bei einem Verkehrsunfall im Lingener Ortsteil Darme auf der Schüttorfer Straße (L 40) lebensgefährlich verletzt worden. Sie war mit ihrem VW Polo mit einem Abschleppwagen kollidiert. Nach Angaben der Polizei wollte die 81-Jährge gegen 16.15 Uhr aus der Straße „Zum Heidhof“ auf die vorfahrberechtigte L 40 einbiegen. Dabei hat sie offensichtlich den Abschleppwagen übersehen. Dieser prallte in die Fahrerseite des VWs, der daraufhin nach rechts in den Straßengraben geschleudert wurde. Deren Fahrerin wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und konnte von den Einsatzkräften der Freiwilligen Lingen gerettet werden. Die Frau kam mit lebensgefährlichen Verletzungen im Rettungswagen in das Lingener Krankenhaus. Der 69-jährige Fahrer des Lkw erlitt einen Schock. An dem VW war Totalschaden und an dem Lkw erhebliche Sachschaden entstanden. Die L 40 war für Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie die Unfallaufnahme durch die Polizei bis 17.30 Uhr gesperrt.

Klaus Surmann neuer Bademeister in der Speller Welle

Spelle – Ein neues Gesicht in der Speller Welle: Seit dem 01. August 2018 ist Klaus Surmann als Meister für Bäderbetriebe in der Speller Schwimmhalle tätig.

Surmann wohnt in Freren und hat 2002 die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe absolviert. In einer berufsbegleitenden Fortbildung hat er erfolgreich die Ausbildung zum Meister für Bäderbetriebe abgeschlossen und verfügt zudem über den Tauchschein Bronze sowie über einen Ausbilderschein. „Es ist ein großer Gewinn, dass wir mit Herrn Surmann eine gut ausgebildete Fachkraft mit jahrelanger Berufserfahrung gewinnen konnten“, begrüßte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf den neuen Mitarbeiter. Mit Zuversicht blickt Surmann auf die neue Tätigkeit: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe in der Speller Welle und auf eine gute Zusammenarbeit.“ Dem ein oder anderen dürfte Surmann bekannt sein, denn im Jahr 2017 wurde er Deutscher Meister im Armwrestling.

Löscharbeiten des Moorbrandes auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) in Meppen dauern weiter an.

Die Löscharbeiten des Moorbrandes auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) in Meppen dauern weiter an. Betroffen sind verschiedene Bereiche auf dem Gebiet des Übungsplatzes, die sich über mehrere Quadratkilometer erstrecken. Die Lage ist stabil und das Feuer unter Kontrolle. Allerdings hat sich der Brand moorbrandtypisch unter der Oberfläche ausgebreitet.

Derzeit befinden sich insgesamt mehr als 1.400 Einsatzkräfte der Bundeswehr, des THW, ziviler Feuerwehren und der Polizei im Einsatz.

Vereinsheim des Sportvereins SW Varenrode von Einbrechern heimgesucht

 

Varenrode – In der Nacht zum 25.09.2018 (Montag auf Dienstag) drangen bislang unbekannte Täter gewaltsam in das Vereinsheim des Sportvereins ein. Es wurden gleich mehrere Fenster und Türen angegangen und nicht unerheblich beschädigt. Der Sachschaden ist beträchtlich. Erbeutet wurde lediglich ein absolut geringer Geldbetrag.

Der Sportverein und die eingeschaltete Polizei erbittet Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen.

Rainer Reekers (Polizeihauptkommissar)
Polizeistation Salzbergen
Bahnhofstraße 5
48499 Salzbergen

Tel.: 05976/1088

Polizei sucht Zeugen nach Einbruch in Spelle

Bislang unbekannte Täter sind zwischen Samstag- und Sonntagnachmittag in ein Wohnhaus an der Straßen Bokamp eingedrungen.
Sie schlugen ein Fenster einer Terrassentür ein und durchsuchten das Gebäude nach Wertsachen. Nach bisherigen Erkenntnissen erbeuteten sie Schmuck und Uhren von bislang unbekanntem Wert. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer (05977)929210 bei der Polizei Spelle zu melden.

Im Wöhlehof werden wieder Volkslieder gesungen

Wenn es draußen herbstlich wird, stehen Veranstaltungen drinnen wieder hoch im Kurs. Der Gesangsnachmittag „Wo man singt“ bietet daher für alle Sangesfreudigen das passende Ausflugsziel: am Sonntag, 30. September 2018, ab 15.00 Uhr im Wöhlehof. Der Eintritt ist frei.

Bei Kaffee und Kuchen wird in einer geselligen Atmosphäre gemeinsam gesungen. „Volkslieder waren früher in aller Munde und drohen heute in Vergessenheit zu geraten. An diesem gemütlichen Nachmittag wollen wir wieder gemeinsam das alte Liedgut pflegen und laden zum offenen Singen ein“, stellt Wöhlehof-Koordinator Hugo Gelze das Veranstaltungskonzept vor und ergänzt: „Jeder ist herzlich eingeladen, ob alleine oder in der Gruppe.“ Für dieses Format wurde eigens ein Wöhlehof-Liederheft mit altbekannten Liedern gedruckt und zur musikalischen Untermalung hat sich ein kleiner Kreis von Hobbymusikern mit unterschiedlichen Instrumenten zusammengesetzt. Wer als Gruppe einen Tisch reservieren möchte, kann sich im Wöhlehof unter Tel. 05977 937-990 melden. Alle Interessierten sind zu diesem Gesangsnachmittag herzlich eingeladen.

Zum Foto: Mit instrumentaler Begleitung kann im Wöhlehof kräftig gesungen werden. (Foto: Samtgemeinde Spelle)

Stegemann: Landwirtschaft 4.0 mit großem Potenzial für mehr Nachhaltigkeit Agrarsprecher Stegemann besucht Landmaschinenfabrik Krone in Spelle

Spelle. Nach der Wahl des Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann zum agrarpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion stand nun der Antrittsbesuch bei der Landmaschinenfabrik Bernard Krone in Spelle an. „Die Impulse der Landmaschinentechniker und Ingenieure sind wichtig und hilfreich für meine Arbeit in Berlin. Gerade unsere Betriebe im Emsland und der Grafschaft Bentheim sind Innovationstreiber in der Landwirtschaft“, erklärt Stegemann.

Foto: Stegemann im Gespräch mit den Experten der Landmaschinenfabrik Krone in Spelle; (v.l.n.r.: Albert Stegemann, Lothar Riesenbeck, Leiter Abteilung Produktion, Dr.-Ing. Josef Horstmann, Geschäftsführer für Konstruktion und Entwicklung, Heiner Brüning, Leiter Abteilung Business Development (Copyright: Krone))

Insbesondere wurde die Entwicklung von kleinen bäuerlichen Betrieben hin zu größeren industriellen landwirtschaftlichen Betrieben diskutiert. „Mir ist es wichtig, dass gut aufgestellte Familienbetriebe auch künftig wettbewerbsfähig sind. Denn sie sind gesellschaftlich akzeptiert und in unserer Region verwurzelt“, so Stegemann. Dabei bietet die Digitalisierung gerade für mittelständische Betriebe große Chancen.

Deshalb unterstützt Stegemann Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bei der „Digitalisierung in der Landwirtschaft“. Im Haushaltsplan sind hierfür in diesem Jahr zehn Millionen Euro vorgesehen. Für 2019 wird diese Summe noch einmal um 50 Prozent erhöht. Zudem wird eine eigene Abteilung für die ländliche Entwicklung und für digitale Innovationen geschaffen. „So sollen beispielsweise ,Experimentierfelder‘ vor Ort entstehen. Ein solches Experimentierfeld für den Ackerbau wollen wir auch im Westen Niedersachsens etablieren“, unterstreicht Stegemann. Hier könnten neue Roboter- und Satellitentechniken getestet und weiterentwickelt werden.

Entscheidend für diesen Prozess ist eine einheitliche Steuerung der unterschiedlichen Landmaschinen. „Die Datendrehscheibe unserer Partnerfirma DKE-Data ist Mittel zum Zweck, damit Maschinen an alle Landwirte verkauft werden können“, so der Geschäftsführer für Konstruktion und Entwicklung Dr.-Ing. Josef Horstmann der Firma Krone aus dem Emsland über die neu geschaffene offene Plattform. Dabei dringen Landtechnik und Landwirte auf Datenhoheit über die eigenen Daten. In diesem Zusammenhang erwartet Stegemann noch intensive Diskussionen in den kommenden Monaten.

Zudem sehen die Gesprächspartner die Digitalisierung auch als eine Chance für mehr Akzeptanz gegenüber der Landwirtschaft. „Durch mehr Präzision helfen wir den Landwirten, umweltfreundlicher und kostengünstiger zu arbeiten“, unterstreicht Heiner Brüning, Leiter des Business Developments. Zudem könne eine erhöhte Transparenz viele Vorwürfe gegenüber Landwirten in Bezug auf Umweltschutz und Tierwohl entkräften. „270.000 landwirtschaftliche Betriebe versorgen 80 Millionen Menschen in Deutschland mit hochwertigen Lebensmitteln. Trotzdem hat kaum eine Branche so ein schlechtes Image wie die Landwirtschaft. Digitale Lösungen können dazu beitragen, diesen Riss in der Gesellschaft wieder zu schließen“, bekräftigt Stegemann.

Zu wenig Schülerlotsen. Lotsen in Spelle vor dem Aus!

Foto- ES Media Spelle

Spelle- Wird in Spelle an der Johannes Grundschule noch im Herbst der Lotsendienst eingestellt? Dieses Szenario wird real werden, wenn nicht sofort neue ehrenamtliche Helfer dazukommen. Seit Jahren wird es so gehandhabt, dass Eltern, deren Kinder in der Grundschule kommen, sich als Schülerlotsen engagieren, solange sich deren Kinder in der Grundschule befinden. Das Interesse der Eltern hat allerdings in den letzten zwei Jahren sehr stark nachgelassen. „In den letzten zwei Jahren haben mehr Schülerlotsen aufgehört als angefangen haben“, so Mario Surmann. Aktuell lotsen mehrere Schülerlotsen schon mindesten zweimal die Woche, aber auch schon bis zu viermal die Woche, damit die Kinder sicher über die Straße kommen. Wir sind sehr froh darüber, dass es einige Schülerlotsen gibt, deren Kinder schon seit Jahren nicht mehr in der Grundschule sind, aber dennoch weiter lotsen.

Gerade am Übergang der Schapener Straße ist es derzeit besonders gefährlich für die Kinder. Durch die Baumaßnamen der neuen Häuser unmittelbar vor der Schule sind viele Autofahrer und Kinder abgelenkt. Es hat schon viele gefährliche Situationen dort gegeben.

Damit das Lotsen in Spelle an der Johannes Grundschule auch in Zukunft weitergeht, brauchen wir mindestens 10 neue ehrenamtliche Helfer. Fühlen Sie sich jetzt bitte angesprochen. Es sind nur 20 bis 30 Minuten pro Woche, mehr Zeit nimmt das Lotsen nicht in Anspruch. Dafür leisten Sie aber einen enormen Beitrag zu Schulwegsicherung.

Es müssen ja nicht unbedingt die Eltern der Kinder sein. Gerne dürfen auch die Großeltern mitmachen, oder auch jeder andere, der uns unterstützen möchte.

Bitte melden sie sich jetzt sofort an. Es darf keine Zeit mehr verloren gehen, denn es ist nicht mehr lange bis zu der dunklen Jahreszeit.

Mario Surmann  Theodor-Heuss-Str. 8  48480 Spelle  0170-7339990 info@lotsen-spelle.de  gerne auch per WhatsApp

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen besucht die WTD – Löscheinsätze mit Transporthubschraubern und Fotoaufnahmen mit Aufklärungs-Tornados

Meppen- Am Tag nachdem der Landkreis Emsland den Katastrophenfall in Meppen an der Wehrtechnische Dienststelle 91 (WTD) ausgerufen hat, besucht heute die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) das Bundeswehrgelände um allen Einsatzkräften zu danken.

Gegen 11 Uhr wird dann die Luftwaffe mit den Transporthubschraubern CH53 mit den Löscheinsätzen gegen den Moorbrand auf dem Gelände der WTD starten. Am Nachmittag gegen 15.00 Uhr werden dann Aufklärungs-Tornados Wärmebildaufnahmen vom Moorgebiet anfertigen, um Glutnester im Boden ausfindig zu machen. Sie werden im Tiefflug über das Moorgebiet fliegen, daher bleibt ein erhöhter Fluglärm nicht aus.

FAIRNESS wird bei der U23 des SC Spelle-Venhaus groß geschrieben!

Wie schon in den vergangenen Jahren überzeugt die U23 des SC Spelle-Venhaus nicht nur mit einer sportlich guten Leistung, sondern steht auch in Sachen Fairness weit vorne.
Zum 5. Mal in Folge beendete man die Saison als fairste Mannschaft seiner Liga und schaffte es unter die drei fairsten Mannschaften der Region Emsland/Grafschaft Bentheim (gewertet werden alle Mannschaften von der Kreisliga bis zur Bundesliga). In Niedersachsen belegte man von über 900 Mannschaften den 32. Platz. Zur Belohnung gab es von der VGH Versicherung einen Mannschaftsabend und einen Gutschein über 800 Euro für Sportausstattung. Die U23 freut sich über die Auszeichnung und möchte auch weiterhin mit ihrem fairen Auftritten Vorbild für die Jugend sein.

Tochter besucht Absturzstelle des Vaters nach 77 Jahren in Plantlünne

Vermisste und Opfer von Kriegen beschäftigen oft noch spätere Generationen. So auch bei May Wady, die jetzt gemeinsam mit ihrem Mann Michael Farris aus Kanada nach Lünne gereist ist, um nahe des ehemaligen Flugplatzes Plantlünne die Stelle zu besuchen, an der ihr Vater Thomas E. Wady mit einem Bomber der britischen Royal Air Force im Mai 1941 abgestürzt ist.

Ewald Ester (Anwohner der Unglückstelle), Joachim Eickhoff (Vermisstensuchgruppe Ikarus), Petra und Ludger Angenendt, Michael Farris und May Wady (Angehörige), Maria Bunge (Vorsitzende Heimatverein Lünne) und Bürgermeisterin Magdalena Wilmes besuchen gemeinsam die Stelle des Flugzeugabsturzes in Plantlünne/Brümsel, an der Thomas E. Wady 1941 überlebt hat.

Lünne – Das Bomberflugzeug Typ Vickers Wellington MK Ic war in der Nacht vom 08. auf den 09. Mai 1941 mit Sechs-Mann-Besatzung von einem Bombenangriff auf Bremen auf den Rückflug nach Syerston/Nottinghamshire in England. Bereits in Bremen wurden während eines Angriffes zwei Besatzungsmitglieder getötet. Gegen 02.45 Uhr wurde das Flugzeug dann nahe des Flugplatzes Plantlünne durch Flak und Nachtjäger abgeschossen, alle Besatzungsmitglieder kamen beim Absturz zu Tode, mit Ausnahme von Flight Sergeant Thomas E. Wady. Der damals 33-Jährige konnte mit einem Fallschirm abspringen, zog sich einen Steißbeinbruch zu, aber überlebte als einziger. „Ein nahegelegener Landwirt kam meinem Vater, der blutverschmiert und unter Schock stehend war, nach dem Absturz zu Hilfe, hat ihn mitgenommen nach Hause, ihn gewaschen und versorgt“, berichtete Tochter May Wady bei einem Besuch an der Unglücksstelle. Der Name dieses Landwirtes sei leider nicht überliefert – sicher auch, weil jenem damals bei Bekanntwerden dieser Hilfsaktion schlimme Sanktionen durch die deutsche Polizei erwartet hätte. Bereits 2011 sei May Wady mit ihrem Mann in Lünne gewesen, um die Absturzstelle aufzusuchen, seien aber nicht fündig geworden. Licht ins Dunkel bringen konnte dann schließlich Joachim Eickhoff, Heimatforscher und Gründer der Vermisstensuchgruppe Ikarus aus Bramsche. Seit Jahrzehnten erforscht der Historiker insbesondere den Luftkrieg des Zweiten Weltkrieges in der Region. Auf der Homepage der Organisation „aircrew remembered“, die sich ebenfalls mit der Suche nach Überlebenden, Opfern und Vermissten im Krieg befasst, ist Eickhoff – wie der Zufall es will, auf diesen Flugzeugabsturz aufmerksam geworden. Die genaue Unglücksstelle sei dort jedoch nicht bekannt gewesen und nur vage vermutet worden. „Um das Rätsel zu lösen, habe ich eine E-Mail hingeschickt mit dem einzigen Inhalt ‚I know‘ (zu Deutsch: Ich kenne [die Absturzstelle]“, berichtet Eickhoff mit einem Lachen von der Recherche. Daraufhin sei mit der Gruppe „aircrew remembered“ ein intensiver Austausch entstanden, um die damaligen Ereignisse zu rekapitulieren. Inzwischen sind mehrere Kontakte mit Hinterbliebenen der Besatzung entstanden, so auch mit der Familie Wady aus Winnipeg in Kanada. Daraufhin hat sich Tochter May Wady mit ihrem Mann erneut auf den Weg nach Lünne gemacht, untergebracht in der Ferienwohnung der Familie Angenendt am Lünner See. Wie die Tochter des verunglückten Soldaten vor Ort erklärt, sei ihr Vater einen Tag nach dem Absturz in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten, zuletzt im Kriegsgefangenenlager Fallingbostel. Kurz vor Kriegsende wurde Thomas E. Wady befreit und hat sich zunächst in England niedergelassen, um weiter in der Royal Air Force zu dienen. Nach der Dienstzeit ging er dann zurück in seine Heimat Kanada, um dort in seinem Zivilberuf als Forstwirt zu arbeiten. 1953 folgte die Hochzeit und schließlich die Familiengründung. Schließlich ist Wady im Jahr 1991 im Alter von 83 Jahren verstorben. „Dank der intensiven Forschungsarbeit von Joachim Eickhoff konnten schon viele Ereignisse rund um den ehemaligen Flugplatz Plantlünne aufgearbeitet werden. Mit seiner Hilfe konnte auch jetzt wieder ein konkretes Einzelschicksal aufgedeckt und der Familie die Möglichkeit gegeben werden, die Unglücksstelle aufzusuchen“, unterstrich Maria Bunge, Vorsitzende des Lünner Heimatvereins. Bürgermeisterin Magdalena Wilmes nahm den Besuch zum Anlass, um vor den Schrecken von Krieg und Gewalt zu warnen: „Kriege, die oftmals durch Hass und Rassismus entstehen, sorgen für unsägliches Leid in den Familien. Es ist die wichtige Aufgabe eines jeden Einzelnen, dafür zu sorgen, dass so etwas nie wieder geschieht und wir in Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie leben können.“

Moorbrand in Meppen : Landkreis ruft Katastrophenfall aus

Meppen. Aufgrund des Moorbrandes und der Wetterprognosen für heute hat Landrat Reinhard Winter um 09:40 Uhr in enger fachlicher Abstimmung mit dem Niedersächsischen Innenministerium den Katastrophenfall ausgerufen. Dieser offizielle Akt sei eine wichtige Voraussetzung, um zum Beispiel auch mit überörtlicher Unterstützung planen und arbeiten zu können, insbesondere, wenn sich die Situation vor Ort nachhaltig verschärfe, erklärt Winter. „Wir wappnen uns für alle Eventualitäten und kommen hiermit vor die Lage“, unterstreicht der Landrat. „Mit Blick auf die neue Situation und die Prognosen der Bundeswehr können wir derzeit eine Evakuierung der Gemeinden Groß und Klein Stavern zudem nicht mehr ausschließen“, erläutert Winter. „Wir sind gut vorbereitet und wollen keine Unruhe erzeugen. Da der Schutz der Bevölkerung für uns an erster Stelle steht, möchten wir aber die Staverner frühzeitig darauf aufmerksam machen, dass eine Evakuierung nicht mehr undenkbar ist“, so Winter.

Bürgerinnen und Bürger Staverns sind daher aufgefordert, sich grundsätzlich auf eine eventuelle Evakuierung vorzubereiten. „Eine ganz konkrete Prognose ist derzeit nicht möglich, dennoch ist zu erwarten, dass sich Rauchbelästigung und Funkenflug verschärfen. Aber ob überhaupt evakuiert werden muss, ist natürlich abhängig vom Verlauf der Löscharbeiten auf dem Areal der Bundeswehr sowie den sich verändernden Wetterbedingungen“, ergänzt Winter. Hier befinde man sich in enger Abstimmung mit der Bundeswehr, Experten sowie den Einsatzkräften vor Ort. Zudem werde derzeit ein engmaschiges Netz an Messpunkten eingerichtet, um die Belastung durch den Rauch permanent zu überwachen.

„Die Einwohner Staverns sind aufgefordert, die Ruhe zu bewahren, sollten aber vorsorglich die wichtigsten Dokumente wie Ausweispapiere und benötigte Medikamente zusammenpacken“, empfiehlt der zuständige Dezernent Marc-André Burgdorf.

Sollte es zur Evakuierung kommen, würden zeitnah Sammelplätze und Unterbringungsmöglichkeiten kommuniziert. Auch das eigenständige Verlassen der Gemeinden sei natürlich möglich. Ein Bürgertelefon des Landkreises für Betroffene ist eingerichtet unter den Telefonnummern 05931 44-5701, 44-5702 und 44-1431.

Neue Ideen im Energiebereich wirken dem Klimawandel entgegen Abgeordneter stellt Änderungen bei Biogas gegenüber Netzwerk Energie in Aussicht

Spelle. Als Partner in der Energieberatung stellte sich das Unternehmen Ingenieur Netzwerk Energie eG (INeG) aus Bad Iburg nun beim CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann vor. Das Unternehmen unterstützt regionale Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien. „Um auch in Zukunft Versorgungssicherheit im Energiebereich gewährleisten zu können, müssen wir die Energie der Sonne, des Windes und der Biogase besser nutzen“, so Stegemann.

Das genossenschaftliche Ingenieurbüro iNeG wurde vor elf Jahren durch einen Verbund von Volksbanken- und Raiffeisenbanken gegründet. Die 15 Projektingenieure erbringen alle Leistungen im Energiemanagement. Photovoltaik-, Biogas- und Windenergieanlagen bilden dabei den Schwerpunkt. „Unsere Experten prüfen, planen und realisieren individuelle Energiekonzepte. Zudem bieten wir eine neutrale Beratung zu jeglichen Energiethemen und unterstützen beim Betrieb einer Anlage“, erklärt Vorstandsmitglied Ansgar Böker.

Die intensive Nutzung von erneuerbaren Energien im Landkreis Grafschaft Bentheim und im Emsland stellt einen Beitrag gegen den Klimawandel dar. So könne in der Grafschaft 80 Prozent des verbrauchten Stroms durch vor Ort erzeugte erneuerbare Energien geliefert werden, im Emsland sind es rechnerisch sogar 112 Prozent. „Das Ziel der Bundesregierung ist es, dass bis 2030 jede zweite Kilowattstunde aus erneuerbaren Quellen stammt. Dieses Ziel hat die Grafschaft und das Emsland als Vorreiterregionen längst erreicht“, berichtet der Wahlkreisabgeordnete Albert Stegemann stolz. Gleichwohl sieht er gerade im Wärme- und Verkehrssektor noch große Herausforderungen. Hier seien die Fortschritte deutschlandweit nicht zufriedenstellend.

Insgesamt könnte die Bioenergie nach Ansicht von Stegemann einen größeren Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Hierfür könnten auch die Mittel aus dem Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) einen Beitrag leisten. Hiervon könnten der Energiestandort Niedersachsen aber auch die Landwirte aufgrund der guten Voraussetzungen für erneuerbare Energien überproportional profitieren und somit an der Erreichung der Klimaziele mitwirken. „Insbesondere die Flexibilität in Biogasanlagen und der dortige Gülleeinsatz müssten ausgebaut werden. Denn Biogas könne gespeichert und so bei Bedarf in Engpässen von Photovoltaik und Windenergie Strom bereitstellen. Nur so bieten erneuerbare Energien auch Versorgungssicherheit“, erläutert Stegemann.

In diesem Zusammenhang betonte der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, dass die Union sich für kurzfristige Rechtssicherheit beim Einsatz von Gülle in Biogasanlagen einsetze. Hintergrund der Sorgen vieler Betreiber ist, dass es im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest zu Beschränkungen für den Einsatz von Gülle komme. Ein Anlagenbetreiber könnte dadurch unverschuldet einen Teil der Förderung dauerhaft verlieren, den sogenannten Güllebonus. Zudem unterstützt Stegemann das Ziel einer stärkeren Flexibilisierung bestehender Biogasanlagen. Hierzu bedarf es einer gesetzlichen Regelung, da voraussichtlich Ende 2019 der sogenannte „Flex-Deckel“ erreicht ist.

Mehrfach kassiert – 6 Monate Haftstrafe als Quittung für Mann aus Osnabrück; Zoll deckt Leistungsbetrug auf

Wegen Betruges hat das zuständige Amtsgericht Osnabrück einen Leistungsbezieher mit Wohnsitz in Osnabrück zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt.

Der inzwischen rechtskräftig Verurteilte bezog Hartz-IV-Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch. Gleichzeitig erzielte der 39-Jährige Einkommen aus zwei Beschäftigungen. Entgegen seiner Verpflichtung zeigte er dem Jobcenter seinen Verdienst jedoch nicht an. So konnte er rund 570 Euro Arbeitslosengeld II zu Unrecht kassieren. Mithilfe einer automatisierten Prüfung kam der Leistungsträger (Jobcenter Osnabrück) dem Angeklagten auf die Schliche. EDV – unterstützt werden regelmäßig die von den Arbeitgebern gemeldeten Personaldaten mit den Arbeitslosendaten verglichen. Da der Mann zeitgleich Arbeitslosengeld II und zwei Gehälter von unterschiedlichen Arbeitgebern bezog, nahm das Hauptzollamt Osnabrück die Ermittlungen auf, die schließlich zur Anklageerhebung wegen Betruges durch die Staatsanwaltschaft führte. Der Leistungsempfänger hätte den Leistungsträger sofort benachrichtigen müssen, als er die beruflichen Tätigkeiten aufnahm. Das hatte er trotz entsprechender Hinweise nicht getan. Diese zu Unrecht bezogenen Sozialleistungen werden von dem Verurteilten zurückgefordert.