Kivelingsfibel wieder erhältlich – Lingen als „Stadt der Kivelinge“ für Kinder erklärt

Lingen. Was ist eigentlich ein Kiveling? Wo ist die Zeitkapsel versteckt und wer war Machurius? Auf diese und viele weitere Fragen liefert die „Kivelingsfibel“ Antworten. Nachdem die Broschüre für Kinder einige Zeit vergriffen war, ist sie nun wieder – passend zum Kivelingsfest – beim Tourismusbüro und in der Geschäftsstelle der Kivelinge erhältlich. Möglich gemacht hatte die Neuauflage ein Ehrenmitglied der Kivelinge, Erich Roth, der den neuen Druck finanziell unterstützte.

Neben vielen Informationen und Hintergrundwissen zur Geschichte Lingens können die jungen Leser der Kivelingsfibel Rätsel lösen und verschiedene Fragen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt beantworten. Die Broschüre ist als Stadtrundgang angelegt und erfreut sich beispielsweise bei Stadtführungen für Kinder äußerster Beliebtheit. Die Seiten können aber auch prima zuhause oder im Unterricht gelesen und erarbeitet werden und so natürlich jeden Besuch in der Stadt Lingen bereichern.

Mitglieder der Wachsektion „Fättmännkes Noahdriever“ verteilen in diesen Tagen die Fibeln an einigen Lingener Grundschulen. In historischer Tracht können die Bürgersöhne so gleichzeitig alle Fragen rund um das Kivelingsfest 2014 beantworten. Die Sektion hatte bereits die erste Auflage der Kivelingsfibel konzipiert. Als amtierende Wachsektion freuen sich die Mitglieder umso mehr, nun auch die Neuauflage in den Grundschulen vorstellen zu können.

Schulklassen oder andere Gruppen und Vereine haben die Möglichkeit, mehrere Ausgaben der Kivelingsfibel beim LWT zu erhalten.

 

Konzert und Führungen zum „Erbe der Morrien“

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Rheine.Sehen, hören und genießen: gleich mehrere Sinne der Besucher werden am kommenden Sonntag, 25. Mai, in der Ausstellung „Das Erbe der Morrien“ im Falkenhof Museum Rheine angesprochen. Das Blockflötenorchester der Musikschule der Stadt Rheine gestaltet um 16.15 Uhr im Morrien-Saal ein Überraschungskonzert mit Tafelmusik. Zu festlichen Banketten, wie sie auch in der Ausstellung gezeigt werden, spielte im Zeitalter des Barock selbstverständlich auch die Musik auf. Zu den Gaumenfreuden gesellte sich der Genuss fürs Ohr und sorgte für  die festliche und zu später Stunde auch ausgelassene Stimmung. Blockflöten spielten in dieser Art der Musik immer wieder eine bedeutende Rolle. Das Blockflötenensemble Alegria unter der Leitung von Cornelia Klönne wird auf Blockflöten vom Subbass bis zum Sopranino musizieren und so in wechselnden Besetzungen eine ganz besondere Stimmung in die Morrien-Ausstellung zaubern. Das Programm setzt sich zusammen aus kurzweiligen Tanzsätzen aus dem Europa des 16. und 17. Jahrhunderts. Die Besucher können zudem vor dem Konzert um 15 Uhr oder im Anschluss um 17 Uhr an einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung teilnehmen. Konzert und Führungen sind im Museumseintritt enthalten. Für die Lesung des Duos ReciTour, das abends um 18 Uhr aus dem barocken Schelmenroman „Simplicius Simplicissimus“ vorträgt, werden Karten für 8 Euro im Vorverkauf an der Museumskasse angeboten. Weiter Informationen: Telefon 05971 / 920610.

Gut 67.000 Kilometer in 21 Jahren – Schüleraustausch zwischen Lingen und Bielawa ist eine Erfolgsgeschichte

Gut 67.000 Kilometer in 21 Jahren

Schüleraustausch zwischen Lingen und Bielawa ist eine Erfolgsgeschichte

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806 Kilometer liegen zwischen Lingen und Bielawa in Polen. Eine weite Strecke, von der sich aber weder die Schüler der Berufsbildenden Schulen Lingen noch der Gesamtschule Zespól Szkól w Bielawie abhalten lassen, sich seit nunmehr 21. Jahren regelmäßig gegenseitig zu besuchen. Mehr als 67.000 Kilometer haben sie gemeinsam in dieser Zeit hinter sich gebracht. Eine beeindruckende Zahl, die beweist wie erfolgreich der Austausch zwischen den beiden Schulen ist.

Auch in dieser Woche ist wieder eine polnische Delegation bestehend aus zehn Schülern und zwei Lehrern in Lingen zu Gast. Am Dienstagvormittag empfing Lingens Erste Bürgermeisterin Ulla Haar die Gruppe im Historischen Rathaus der Stadt Lingen. „Das enge Netz, das sie zwischen den beiden Schulen geknüpft haben, ist ein sehr wichtiger Beitrag zur Partnerschaft zwischen Lingen und Bielawa“, betonte Ulla Haar. „Unter anderem durch ihr Engagement konnte die Städtepartnerschaft zwischen unseren beiden Städten zur Erfolgsgeschichte werden.“ Sie selbst erinnere sich noch ganz genau an den ersten Besuch einer Lingener Delegation in Bielawa im Jahre 1993. Auch der Schulleiter der Berufsbildenden Schulen Lingen – Kaufmännische Fachrichtung, Hans-Jürgen Grosse, bedankte sich bei allen Beteiligten noch einmal herzlich für die schönen und glücklichen Tage, die er in Bielawa verleben durfte. Und auch die Schülerin Klaudia Potocka aus Bielawa scheint Gefallen an den Besuchen gefunden zu haben. Bereits zum dritten Mal ist sie mit ihrer Schule in Lingen. Ein Rekord, der bestätigt, dass der Austausch zwischen den Berufsbildenden Schulen Lingen und der Gesamtschule Zespól Szkól w Bielawie ein voller Erfolg ist.

Das Programm steht in dieser Woche unter dem Motto „Erneuerbare Energien“. Dazu gehören unter anderem ein Besuch einer Firma für Windkraftanlagen in Salzbergen und ein Besuch des Klimahauses in Bremerhaven. Natürlich kommt bei Fußballgolf und Bogenschießen auch das gesellige Zusammensein nicht zu kurz. Am Sonntag fahren die Gäste dann zurück nach Polen. Doch der Abschied ist nur von kurzer Dauer. Der Gegenbesuch der Lingener ist bereits für Juni geplant.