Bau der neuen BBS-Sporthalle beginnt Landrat Winter nimmt ersten Spatenstich vor – Fertigstellung im Mai 2017

Lingen. Statische Mängel am Dach der Halle hatten im vergangenen Jahr dazu geführt, dass die Sporthalle der Berufsbildenden Schulen (BBS) an der Beckstraße in Lingen vorsorglich geschlossen werden musste. Der Kreistag beschloss im Juli 2015 nach Abwägung von Aufwand, schulischem Bedarf und Kosten die Halle neu zu bauen. Eine Sanierung schied aus. Nun findet nach Abriss der alten Sporthalle der offizielle erste Spatenstich zum Start des Neubaus statt.

Spatenstich Sporthalle BBS Lingen 1

Bild: Schulleiter Jürgen Korte (l.), Erster Kreisrat Martin Gerenkamp und Landrat Reinhard Winter (3. und 4. v. l.), Schulleiterin Petra Niewiera (5. v. l.), stellvertretender Landrat Heinz Rolfes (5. v. r.) und Fachbereichsleiter Heinz Lammers (2. v. r.) sowie Vertreter der beauftragten Bauunternehmen nahmen den ersten offiziellen Spatenstich für den Neubau der BBS-Turnhalle vor. (Foto: Landkreis Emsland)

 Landrat Reinhard Winter, stellvertretender Landrat Heinz Rolfes, Erster Kreisrat Martin Gerenkamp, Petra Niewiera, Schulleiterin BBS – Fachrichtungen Agrar und Soziales, Jürgen Korte, Schulleiter BBS – Gewerbliche Fachrichtungen, und Heinz Lammers, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement kamen aus diesem Anlass auf der bereits eingerichteten Baustelle zusammen. „Alle Berechnungen, Gegenüberstellungen und Überlegungen führten zu der eindeutigen Entscheidung, neu zu bauen. Es wird nun ein Neubau mit Augenmaß entstehen. Die neue Halle wird zwar kleiner ausfallen, dem Bedarf der Schulen aber in jedem Fall entsprechen“, sagt Winter. Es werde mit dem Neubau nun endlich eine Lücke im Angebot geschlossen, führt er weiter aus.

Der nun umgesetzte Neubau erfolgt als Dreifach-Halle mit Gymnastikraum und Kraftraum. Der 2100 m² große Neubau soll im Passivhausstandard ohne Tribüne gebaut werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 3,55 Mio. Euro. Die Bauzeit soll voraussichtlich ein Jahr betragen.

Für einen Neubau nach den derzeit vorhandenen Dimensionen wären rund 5,2 Mio. Euro zu veranschlagen gewesen. Die 1981 errichtete Sporthalle war damals als Dreifeld-Halle auf 3.100 m² mit zusätzlichem Gymnastikbereich, Schulungs- und Krafträumen sowie einer Zuschauertribüne im Obergeschoss erbaut worden. 1986 mussten Teile des Dachtragwerks erstmals instand gesetzt werden. 1996 folgte eine erste Dachsanierung wegen Undichtigkeiten. 2006 waren alle kreiseigenen Sporthallen nach den Ereignissen in Bad Reichenhall (Einsturz einer Eissporthalle) überprüft worden und wurden in den Folgejahren nach den Empfehlungen der Bauministerkonferenz regelmäßig kontrolliert. Bei einer dieser turnusmäßigen Kontrollen stellte ein externes Fachbüro Anfang 2015 Risse an den Auflagern im Bereich der Stahlbetonstützen fest. Die Halle wurde vorsorglich sofort geschlossen.

Eine ebenfalls in Erwägung gezogene Sanierung der Halle hätte insgesamt 3,75 Mio. Euro gekostet. Eine langfristige Standsicherheit des Gebäudes hätte jedoch nicht erreicht werden können. Auch der grundsätzliche Sanierungsbedarf des Gebäudes erwies sich als zu umfangreich. „Dies alles sprach für den Neubau der Halle wie wir ihn jetzt umsetzen“, sagt Winter.

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