Blickpunkt Auge – Beratungsangebote unter neuem Signet

Rheine. Seit 2009 gibt es in Rheine mittlerweile die Beratung von sehbehinderten und blinden Menschen. Das Besondere daran ist, dass die Berater selber betroffen sind und so besser auf die Anfragen und Bedürfnisse der Hilfesuchenden eingehen können. Die ehrenamtlichen Berater werden dabei mit großen Zeitaufwand geschult, damit sie Ratsuchenden optimal helfen können.
Seit 2008 wurden in Nordrhein-Westfalen mit Unterstützung  des damaligen  Ministeriums für Arbeit , Gesundheit und Soziales ca. 120 Beraterinnen und Berater landesweit ausgebildet. Damit war NRW zusammen mit Bayern bundesweit Vorreiter. Der Deutsche Blinden und Sehbehindertenverein legte dann, motiviert durch die hohe Nachfrage an Beratungen, ein bundesweites Schulungsprogramm mit dem Titel „Blickpunkt Auge“ auf. Während vordringlich Bundesländer beschult wurden die bislang noch keine Beratungen anboten, blieb NRW noch bei dem alten Signet „Wir sehen weiter“.
Aber genau dies soll sich nun ändern! Bereits 2015 absolvierten die beiden ehrenamtlichen Berater, Maria Thünemann und Claus Meier,  in einer 4-tägigen Schulung in Halle/Sachsen die Inhalte, die von den alten Schulungsinhalten abwichen. Sie können sich fortan Blickpunkt-Auge-Berater nennen. Aber nicht nur an die Berater werden andere Anforderungen gestellt, auch die Beratungsstelle muss besondere Merkmale aufweisen. Ein vom Bundesverband herausgegebener Anforderungskatalog sorgt auch bei mobilen Beratungsstellen für eine, die Beratung unterstützende, Ausrüstung.
Im Rahmen einer Hilfsmittelausstellung zum Tag des weißen Stockes, am Samstag, 15. Oktober 2016 im DRK-Haus an der Sprickmannstrasse, wird es zukünftig auch in Rheine eine neue Blickpunkt-Auge-Beratungsstelle geben. Für den Ratsuchenden ändert sich nichts. Die Beratungsstellen in Ibbenbüren und Rheine setzen auch weiterhin ihre Beratungen zu den bekannten Terminen und an den üblichen Orten fort.

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