Sehenswertes

 
 
Bürgerbegegnungszentrum Gemeinde Spelle
 
Das Fachwerk – über 200 Jahre Vergangenheit eines Bauernhauses
 
Wöhlehof Fachwerk über 200 Jahre Vergangenheit
Das Haupthaus wurde 1791 im Stile eines niederdeutschen Bauernhauses mit Längsdiele, seitlichen Stallungen, großer Küche und unterkellertem Kammerfach errichtet.
Zu einem emsländischen Bauernhof gehörten immer auch mehrere Nebengebäude. Auf dem Wöhlehof sind davon noch die „Remise“ aus dem Jahre 1842 sowie eine große Scheune erhalten, die heute unter der Trägerschaft des Heimatvereins Spelle e.V. als „Heimathaus“ dient.
Heimathaus Wöhlehof
Der Wöhlehof ist das letzte erhaltene Fachwerk- Bauernhaus in der Gemeinde Spelle. Mit den zugehörigen Anbauten und Nebengebäuden bildet das Bauernhaus Wöhle ein besonderes Fachwerk- Ensemble inmitten moderner Wohngebiete.
Die Hofanlage bietet mit ihren alten Gebäuden und ihrem Baumbestand ein anschauliches Bild von den bäuerlichen Anfängen des heutigen Dorfes Spelle.
 
Der Wöhlehof – ein Haus der Begegnung und Kommunikation
Seit der Eröffnung im April 1996 haben rund 400.000 Personen das Bürgerbegegnungszentrum besucht und an über 15.000 Veranstaltungen teilgenommen.
Wöhlehof Haus  der Begegnung
Zwölf in Art und Größe unterschiedlich ausgestattete Räume im Erd- und Dachgeschoss stehen zur Verfügung und bieten so über 700 qm Nutzfläche für die unterschiedlichsten Veranstaltungen.
Das Begegnungszentrum ist Ausgangspunkt und Ziel vieler Aktivitäten, nicht nur der hiesigen Bevölkerung.
 
Die Diele – die „gute Stube“ der Gemeinde
Heute präsentiert sich der Wöhlehof als Naturdenkmal ersten Ranges, dessen faszinierende zeitgemäße Instandsetzung über 200 Jahre Geschichte lebendig werden läßt.
Wöhlehof Diele
Als „gute Stube der Gemeinde“ wird der über 200 qm große ehemalige Dielenbereich bezeichnet, der mit Bühne eine multifunktionale Nutzung ermöglicht.
 
 
Alte Schmiede „Laake“, Varenrode

Die Schmiedewerkstatt auf dem Hof Laake entstand Anfang des 19. Jahrhunderts in Fachwerkbauweise. Um 1900 wurden der Südgiebel und große Teile der Westwand  in Backsteinmauerwerk erneuert.

Alte Schmiede Laake Varenrode

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Blasebalg mit Handbetrieb durch ein elektrisches Gebläse ersetzt. Das Schmiedeinventar bildet somit eine Mischung aus vorindustriellen, teilweise vom Schmied selbst hergestellten, Werkzeugen und vergleichsweise modernen Maschinen.

Um die Werkstatt zu erhalten und für die Nachwelt als Zeuge eines ehemals blühenden Landhandwerks zu bewahren, wurde das Gebäude 2002/03 restauriert und an den heutigen Standort versetzt.

Die Werkstatteinrichtung

Nicht nur baulich, sondern auch in Bezug auf die technische Ausstattung kam es zu stetigen Veränderungen. Bohrmaschine, Amboss und Walz-maschine für Radreifen bezog der Schmied  Hermann Laake bereits aus industrieller Fertigung, während er Schmiedezangen und gröbere Geräte selbst herstellte.
Alte Schmiede Laake Inneneinrichtung
Als Varenrode 1928 einen Stromanschluss erhielt, schaffte Laake einen Elektromotor zum Antrieb des Schleifsteins und eine elektrische Deckenlampe an. Das Gebläse für die Esse wurde hingegen erst nach dem Zweiten Weltkrieg auf elektrischen Betrieb umgestellt.
Alte Schmiede Laake Schmied
Während des Krieges und in den ersten Nachkriegsjahren wurde die Schmiede noch einmal stark frequentiert. Da Neuwaren damals kaum zu beschaffen waren, musste der Schmied beispielsweise die Töpfe der Dorfbevölkerung flicken. Mit der nachfolgenden Modernisierung der Landwirtschaft ging die Zeit der Schmieden aber ihrem Ende entgegen.  Seit den 60er Jahren lag die Schmiede Laake weitgehend still.

 
 
Der Burgpark in Venhaus
 
Die ehemalige Burganlage stelle ein wichtiges Zeitzeugnis dar, das die alte Geschichte von Venhaus wieder zum Leben erweckt.
 
Die Burg Venhaus im Wandel der Geschichte
Die Erbauung der Wasserburg Venhaus ist für die 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts belegt. Im Jahr 1619 wurde an das Herrenhaus ein Querflügel angebaut, der um 1770 zur heutigen Kirche umgewandelt wurde. Nach 1876 erwarb die Kirchengemeinde Venhaus das Gelände des ehemaligen Burgplatzes mit den noch vorhandenen zwei Gräften und baute das ehemalige Torhaus zur Wohnung des Pfarrers um.
Eine Idee entwickelte sich zum „Großprojekt“
Ein Venhauser Stammtisch nahm 1999 das Bekannt werden des auslaufenden Pachtvertrages für die Wiesenflächen zwischen den ehemaligen Gräften rund um die St. Vitus- Kirche zum Anlass, sich über die Zukunft des Areals rund um den ehemaligen Rittersitz und die Wasserburg Venhaus Gedanken zu machen. So wurde von einigen Stammtischmitgliedern vorgeschlagen, das gesamte Areal, orientiert an der historischen Situation, wieder herzustellen.
Auf Initiative des im Jahr 2000 gegründeten „Förderverein Burgpark Venhaus e.V.“ wurde mit dem Ing.- Büro Strothmann Lingen ein Konzept zur Umgestaltung des Geländes zu einem Burgpark erarbeitet und in mehreren Bauabschnitten bis zum September 2002 umgesetzt. Der Park mit den heutigen Gebäuden, Innen- und Außengräften sowie der Zugbrücke gibt ein Bild der ehemaligen Befestigungs- und Burganlage und seiner Geschichte wieder.
Ein weiteres „Highlight“ für den Tourismus im Emsland
Die Anlage, aber auch interaktive Elemente wie Duftpflanzengarten, Weidentunnel, Weideneinzäunung, Weg mit unterschiedlichen Belägen, Einrichtung zum Beobachten von Lebewesen im Wasser, Summstein, Tastsäulen, Sonnenuhr, Wetterhahn, Vogeltränke, Baumscheiben mit Jahresringen, Kommunikationsrondell machen den Umweltbildungsgarten erlebbar und so die gesamte Anlage zu einem touristischen Anziehungspunkt für die gesamte Region.
 
 
Schäferdenkmal Schapen

Das 1990 errichtete „Tor zum Emsland“, das Schäferdenkmal auf dem ehem. Marktplatz in Schapen und der dort gleichzeitig aufgestellte Handwerkerbaum sind sehenswert.
Schäferdenkmal Schapen
Interessant sind die um diesen Platz liegenden „Töddenhäuser“

Blauer See in Lünne

Der Blaue See unweit der B 70 in der Gemeinde Lünne,  ist überregional als Erholungsgebiet bekannt. Viele Besucher und Urlauber aus nah und fern kommen, um den Alltagsmühen zu entfliehen.

Der Blaue See, ursprünglich auch Herta-See genannt, ist durch Lehmentnahme für die ehemaligen Ziegeleien Brink und Weglau („Plantlünner Tonwerke“) und für die Riesenmengen an Ton zur Auskofferung des Dortmund-Ems-Kanals ab 1936 entstanden. Besitzer sind die Gebrüder Gladen. Seit 1960 entstanden ca. 50 Wochenendhäuser, 180 Stellplätze für Campingwagen und Zelte auf dem Campingplatz „Blauer See“. Schwimmen, Surfen, Bootfahren und Angeln sind möglich. Eine Liegewiese und ein Kiosk stehen zur Verfügung. Größe des Sees ca. 5 ha, größte Tiefe 17 m.

Auch die Freunde des Drahtesels kommt nicht zu kurz. Die Gemeinde Lünne ist an das sehr attraktive Radwandernetz des Emslandes angeschlossen.

Anfahrtsskizze zum Blauen See:
 

Die Kommentare sind geschlossen.