Bundespolizei findet vermisstes Kind – Verdacht der Kindesentziehung

Bundespolizei Schriftzug kfz

Bad Bentheim / Bunde. Die Bundespolizei hat am Sonntagmorgen, an der deutsch-niederländischen Grenze in Bunde (Ostfriesland) ein vermisstes achtjähriges Mädchen in Gewahrsam genommen. Das Kind war zuvor mit seiner leiblichen Mutter und ihrem Stiefvater mit einem Pkw aus den Niederlanden nach Deutschland eingereist. Sie waren gegen 08.45 Uhr an der Autobahnausfahrt Weener / Bunde der A 31 von Bundespolizisten angehalten und kontrolliert worden. Bei der Überprüfung des Fahrzeugs und der Personalien stellten die Beamten gleich mehrere Fahndungsausschreibungen für das Kind und seine 41-jährige Mutter fest. Der Aufenthaltsort des achtjährigen Mädchens und seiner Mutter waren für die deutschen Behörden seit Ende November 2014 unbekannt. Das elterliche Sorgerecht übt der leibliche Vater alleine aus. Darum ersuchte das Amtsgericht in Goslar im Dezember 2014 die deutschen Grenzbehörden jede Ausreise des Kindes zu verhindern. Nach bisherigen Erkenntnissen haben sich die Gesuchten seit Ende November durchgehend im europäischen Ausland aufgehalten. Wegen der anhaltenden Gefahr, dass sich die Mutter gegen den erklärten Willen des Vaters erneut mit dem Kind ins Ausland absetzt, wurde in Absprache mit den beteiligten Behörden in Goslar vereinbart, dass das Kind in die Fürsorge des Kindsvaters übergeben wird. Am späten Nachmittag konnte der 48-jährige Vater seine Tochter bei der Dienststelle der Bundespolizei in Bunde (Ostfriesland.) endlich wieder in die Arme schließen. Die 41-jährige Kindsmutter erwartet zudem ein Ermittlungsverfahren der Behörden wegen Unterschlagung und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Die Frau hatte das Fahrzeug ohne Einwilligung des rechtmäßigen Eigentümers benutzt, woraufhin dieser das Fahrzeug zum Ende letzten Jahres bei der Zulassungsstelle abgemeldet hatte.

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