Bundespräsident besucht „Bildungsregion Emsland“

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Am Dienstag besuchten Bundespräsident Joachim Gauck mit seiner Partnerin Daniela Schadt das südliche und mittlere Emsland. Sie besichtigten Unternehmen in Spelle und Meppen sowie das Windthorst-Gymnasium (Meppen) und den Campus Lingen der Hochschule Osnabrück. Dabei schwärmte Gauck: „Das Emsland ist ein schönes Stück Deutschland. Hier ist Bildung zu einem Hauptthema gemacht geworden.“

Lingen. Erstes Ziel des Bundespräsidenten und seiner Partnerin war das Unternehmen Krone in Spelle. Hier suchten sie das Gespräch mit der Firmenleitung, mit Ausbildern und Auszubildenden. Mittags weilten sie in Meppen und waren Gäste im Windthorst-Gymnasium und unterhielten sich mit Schülern sowie Lehrkräften. Anschließend besichtigten Gauck und Daniela Schadt die Firma Otten. Auch hier führten sie Gespräche mit den Mitarbeitern sowie Auszubildenden. Nachmittags trafen sie sich auf dem Campus Lingen der Hochschule Osnabrück zu Gesprächen mit Studierenden und Dozenten.

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Im Mittelpunkt des Besuches von Gauck stand das Thema „Bildungsregion Emsland“. Das Emsland gilt seit Gründung der Bildungsregion im Jahr 2005 – unterstützt vom Land Niedersachsen – als einer der Vorreiter bei der Vernetzung aller für Bildung relevanten Akteure vor Ort. Dazu zählen Kitas, Schulen und Hochschulen sowie Erwachsenenbildung. Die Bildungsbiografie bei Kindern und Jugendlichen ist dabei das Ziel.

Auf dem Campus Lingen mit über 2000 Studierenden führten Bundespräsident Joachim Gauck und Daniela Schadt Gespräche mit Myriam Erath (Herne), Phillip Schulten, Heiner Stephan, Franziska Cordes, Christian Friese und der wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät Management, Kultur und Technik, Katrin Dinkelborg. Die Studierenden stellten heraus, dass es in Lingen eine schöne Studentenkultur gebe. Die Gäste zeigten sich besonders von den dualen Studiengängen beeindruckt.

Beim anschließenden Empfang stellte der Bundespräsident heraus: „Das Emsland ist ein schönes Stück Deutschland. Hier ist Bildung zu einem Hauptthema gemacht geworden. Es ist bewundernswert, mit welcher Intensität sich die Kommunen, Unternehmen und die Hochschule miteinander verzahnen. Dies werde ich in die Annalen des Bundespräsidialamtes schreiben. Wenn man mal trübsinnig ist, sollte man ins Emsland fahren, das baut einen auf. Hier ist ein lebenswertes Stück Deutschland geschaffen worden.“

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Gauck betonte, dass Deutschland überall die öffentliche Hand, Unternehmen und Kommunen brauche, die Menschen mit Problemen an die Hand nehmen würden, um ihnen eine zweite oder dritte Chance zu bieten. Zudem müssten mehr Frauen in den Berufen etabliert werden, zu denen nur Männer Zugang hätten. Auf die frühere Verrentung eingehend sagte Gauck: „Man kann auch im hohen Alter noch wertvolle Dinge bringen, so wie er.“

Wer sich politisch engagiere und sich in der Nähe der Menschen siehe, der spüre deutlich welche Aufgabe Politik eigentlich habe. Man müsse sich der Herausforderung des Lebens stellen, um die nächsten Schritte zu gehen. „Mir gefällt im Emsland, dass Politik, die Kreisverwaltung und das Land so dicht beieinander sind. Das Emsland ist eine Bildungsregion mit großem Miteinander“, lobte Gauck und sprach allen, die sich ehrenamtlich einbringen würden, seinen Dank und Respekt aus. „Ohne sie geht es nicht. Sie scheuen nicht, Verantwortung zu übernehmen. Ich danke nicht nur in meinem Namen sonder im Namen Deutschlands.“ Gauck schüttelte abschließend einigen auserwählten Gästen des Bürgerempfangs die Hand.

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