Caritas-Werkstatt in Papenburg hat eigenen Berufsbildungsbereich

Einweihung Papenburger Caritas 2

Dechant Franz-Bernd Lanvermeyer von der Papenburger St. Antonius-Kirchengemeinde weihte die neue Berufsbildungseinrichtung der Caritas-Werkstätten nördliches Emsland im Beisein von rund 80 Ehrengästen feierlich ein. Fotos: Eden

Papenburg. Die Papenburger Caritaswerkstätten Nördliches Emsland feierte am vergangenen Freitag die Einweihung eines eigenen Berufsbildungsbereichs. Dort werden seit September letzten Jahres bis zu 50 Menschen mit Behinderungen im Rahmen einer Gehilfen-Ausbildung für den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet. Rund 80 Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Mitarbeiterschaft und Elternschaft konnten der stellvertretende Caritas-Direktor Ulrich Kupczik und der Geschäftsführer der Caritaswerkstätten Heinz-Bernhard Mäsker im  neuen Berufsbildungsbereiches an der  Papenburger Bahnhofstraße begrüßen. Aktuell  bereiten sich in dem umgebauten Ausstellungsgebäude in den Bereichen Hauswirtschaft, Metall, Holz, Gartenbau und Verpackung 38 Menschen auf die berufliche Eingliederung vor. Insgesamt 27 Monate dauert die Maßnahme, die mit einem dreimonatigen Aufnahmeverfahren und einer Berufsorientierung startet. Kupczik bezeichnete das neue „Stellwerk“ als einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Inklusion. Denn nach der Tagesbildungsstätte und Werkstatt werde hier eine zentrale Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe durch Arbeit erschlossen. Dechant Franz-Bernd Lanvermeyer, der die Segnung der Räumlichkeiten vornahm, zitierte aus dem Evangelium vom Tempel des Herrn. „Jesus meint das nicht nur im Sinne eines Gebäudes, sondern sieht in diesem Zusammenhang die Liebe und Geborgenheit einer Gemeinschaft, in der ein Mensch sich selber kennenlernen kann und sich traut Dinge anzupacken“, so Lanvermeyer. In diesen Räumen erhielten Talente die Möglichkeit, auszuprobieren, was Spaß mache, um den Alltag zu gestalten. Als Novum in Niedersachsen bezeichnete Heinz-Bernhard Mäsker, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten nördliches Emsland, den neuen Gehilfen-Abschluss. Denn die Teilnehmer dieses niedrigschwelligen Ausbildungsangebotes erhielten ein Zertifikat, dass von der Landwirtschaftskammer und Handwerkskammer anerkannt werde. Jetzt sei es wichtig, dass den Menschen, die an Qualifizierungen und Fortbildungen teilnehmen, die Möglichkeit bekämen, ihre Talente und das Erlernte im Rahmen eines Praktikums oder einer Außenarbeitsstelle zu erproben und zu festigen. In den Caritas-Werkstätten nördliches Emsland produzieren rund 850 Beschäftige an den Standorten Papenburg, Dörpen und Börger für die Wirtschaft.Der separate Berufsbildungsbereich wurde erforderlich, um losgelöst von Produktionsprozessen in den Werkstätten gezielter die Stärken der Teilnehmer zu fördern.

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