Lingen Helau beim Karnevalsumzug LiLi-Busse fahren ab ca. 13 Uhr kostenfrei in die Innenstadt

Foto: Helmut Kramer

Lingen. „Lingen Helau“ heißt es am Sonntag, den 16. Februar. Ab 14:11 Uhr ziehen die Jecken durch die Straßen der Lingener Innenstadt. Dazu lädt die Karnevalsvereinigung Lingen e.V. alle Karnevalsbegeisterten herzlich ein. In diesem Jahr nehmen 52 Gruppen an dem Umzug teil, darunter 25 Wagen und mehr als 20 Fußgruppen und Musikvereine. „Wir freuen uns sehr, dass das neue Konzept solchen Anklang findet und mehr als doppelt so viele Gruppen gegenüber dem letzten Jahr dabei sind“, so Oberbürgermeister Dieter Krone. Um viele Lingenerinnen und Lingener für den Umzug zu begeistern, werden am Sonntag die Busse der Verkehrsgemeinschaft Emsland-Süd eingesetzt. Ab ca. 13 Uhr und bis ca. 19:35 Uhr können die Jecken mit den LiLi-Bussen so stündlich aus den Ortsteilen zum ZOB und wieder zurückfahren – und das sogar kostenfrei. „Damit wollen wir insbesondere Familien und junge Karnevalsbegeisterte ansprechen, die so stressfrei in die Stadt kommen und das ohne lästige Parkplatzsuche“, erklärt Oberbürgermeister Dieter Krone. Die CDU-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Der Wirtschafts- und Grundstücksausschuss hatte sich in der Sitzung am Donnerstag einstimmig für dieses besondere Angebot ausgesprochen.

Der Karnevalsumzug selbst führt so wie in den Vorjahren auch von den Emslandhallen aus über die Alte Rheiner Straße, die Bernd-Rosemeyer-Straße, die Marienstraße, den Marktplatz, die Gymnasialstraße, die Klasingstraße, die Wilhelmstraße, die Burgstraße und die Marienstraße bis zur Tanzgalerie in der Bernd-Rosemeyer-Straße.

Die einzige Unbekannte bei den Planungen sei allerdings derzeit noch das Wetter, so der Oberbürgermeister. „Zusammen mit der Karnevalsvereinseinigung Lingen beobachten wir die Prognosen für den Sonntagnachmittag sehr genau“, sagte Dieter Krone. „Die Sicherheit der Teilnehmer und Besucher des Umzugs hat für uns absolute Priorität.“ Sollte diese aufgrund von Sturm nicht gewährleisten können, müsse der Umzug abgesagt werden. „Die Entscheidung fällt voraussichtlich am Sonntagmittag – wir werden diese dann über die Sozialen Medien und auf unserer Internetseite bekannt geben“, so Dieter Krone abschließend.

 

Intensivierung der Kooperation von Feuerwehr und Polizei im Emsland

(v.l.) Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff, Abschnittsleiter Nord Gerd Köbbe, Abschnittsleiter Mitte Wolfgang Veltrup, Leiterin PI Emsland/Grafschaft Bentheim Nicola Simon, stellvertretender Abschnittsleiter Mitte Leo Menger, stellvertretender Abschnittsleiter Süd Alois Wilmes

Lingen- Der Kreisbrandmeister und die Abschnittsleiter der Feuerwehren des Emslandes trafen sich vor Kurzem mit der Leiterin der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Nicola Simon, in Lingen. Beide Seiten pflegen seit vielen Jahren eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ziel des Treffens war die Abstimmung für eine engere Kooperation zwischen Feuerwehr und Polizei. So sprach sich Meppens Kreisbrandmeister, Holger Dyckhoff, für eine noch bessere Vernetzung bei alltäglichen Einsätzen, zum Beispiel Bränden und schwereren Verkehrsunfällen, aus. Darüber hinaus betonte Nicola Simon, dass eine noch intensivere Zusammenarbeit bei Ad-Hoc-Einsätzen wie Anschlägen oder großen Schadensereignissen, von großer Bedeutung sei. Aus diesem Grund entschiedenen sich beide Seiten, bei gemeinsamen Übungen wieder zusammen zu kommen.

„Edelwarm Ofenbau“ in Altenlingen eröffnet

Koop (li.) und Jens Schröder (re.) gratulierten Ofenbaumeister Thomas Benning zu der Gründung des Betriebs „Edelwarm Ofenbau“.

Lingen. Einen Rundum-Service für Öfen und Kamine bietet ab sofort Thomas Benning in Altenlingen. Der Lingener hat sich mit dem Betrieb „Edelwarm Ofenbau“ selbstständig gemacht. Ortsbürgermeister Michael Koop und Jens Schröder von der Wirtschaftsförderung gratulierten dem Lingener zum Neustart. Einen besonderen Schwerpunkt legt Thomas Benning auf individuelle Planungen und persönlichen Service. „Ich besuche die Kunden zu Hause und plane mit ihnen konkret vor Ort, welche Heizleistung und welches Design am besten zu den Gegebenheiten passt“, so der 35-Jährige. Mit Hilfe von technischen Zeichnungen visualisiert der Ofenbaumeister dann die Wünsche der Kunden. „So können sie sich besser vorstellen, wie der Ofen später aussehen wird.“ Neben neuen Öfen übernimmt Thomas Benning auch Renovierungs- und Servicearbeiten beispielsweise, wenn Öfen den neuesten Anforderungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes angepasst werden müssen, die in diesem Jahr in Kraft treten.

Langjährige Berufserfahrungen bringt der Ofenbaumeister und zudem Gas- und Wasserinstallateur mit. So war der 35-Jährige in unterschiedlichen Bereichen unter anderem für einen österreichischen Speicherofenhersteller tätig. Zu dem großen Angebot des Existenzgründers zählen Grund- und Speicheröfen, moderne Heiz- und Panoramakamine, Gaskamine, Kachelöfen, Pelletöfen, Kaminöfen, Herde, Holzbacköfen und Gartenkamine. Weitere Informationen unter www.edelwarm-ofenbau.de, per Mail  an benning@edelwarm-ofenbau.de oder telefonisch unter +49176 /557 66 198.

Brand bei Chemiefabrik Bärlocher in Lingen

Lingen. Ein Großalarm für die Freiwilligen Feuerwehren Lingen und Bramsche sorgte am Donnerstagnachmittag für Aufregung. Gegen 15 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem Brand bei der Chemiefabrik Bärlocher im Industriegebiet „Süd“ gerufen. Vor Ort gab es aber Entwarnung. Bei Schweißarbeiten war an einer Leitung von den Silos zur Produktin einem Schacht ein Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung entstanden. Vorsorglich war der Bereich evakuiert worden. Verletzt wurde niemand. Der Brand konnte von eigenen Kräften gelöscht werden. Nach Angaben der Polizei waren Gefahrstoffe nicht betroffen und es sei auch weder zu Gesundheits-, noch zu Umweltbeeinträchtigungen gekommen. Es war geringer Sachschaden entstanden. Die beiden Feuerwehren waren mit neun Fahrzeugen und 60 Kräften im Einsatz.

Innovationspreis der Stadt Lingen erstmals vergeben Auszeichnung ist mit 1.500 Euro dotiert

Lingen. Erstmalig ist in der letzten Woche der Innovationspreis der Stadt Lingen verliehen worden. Der Erste Bürgermeister Heinz Tellmann übergab die Auszeichnung für besondere und herausragende Forschungs- und Innovationsprojekte an Verena Schüring, Jan Ottens, Jannik Einspanier, Marc Jonas Rott, Marius Hermsen und Simon Grönniger. Die Studierenden hatten sich mit dem Projekt „Effizienzsteigerung der Regenerataufbereitung thermoplastischer Kunststoffe“ befasst und dieses während der Campus Convention an der Hochschule vorgestellt. Drei Jurys hatten die insgesamt circa 25 Projekte bewertet und aus allen Teilnehmern schließlich den Preisträger des Ersten Innovationspreises ermittelt. „Ich bin sehr stolz, dass wir mit diesem Preis Ideen und Erfindungen fördern und so junge Menschen ermutigen können, neue Wege zu gehen“, erklärte Heinz Tellmann bei der Übergabe des Preises. „Mit dem APreis wollen wir zugleich auch die gute Zusammenarbeit mit der Hochschule und natürlich auch die Zusammenarbeit der Hochschule mit der hiesigen Wirtschaft hervorheben.“ Er sei beeindruckt von der Vielfalt und zugleich dem hohen Anspruch der Projekte, die während der Campus Convention präsentiert worden seien. „Umso mehr freue ich mich, dass wir nun eines der vielfältigsten Projekte auszeichnen können“, gratulierte Heinz Tellmann den jungen Preisträgern. Der Innovationspreis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Forstbetrieb Schoo eröffnet Niederlassung in Lingen

Darmes Ortsbürgermeister Werner Hartke (links) und Dietmar Lager von der Wirtschaftsförderung (2.v.l.) gratulierten Matthias Schoo (Mitte) und seinen Söhnen Michael (2.v.r.) und Markus Schoo (rechts) zur Neueröffnung der Niederlassung in Lingen.

Lingen. Neue Niederlassung in Lingen: Die Forstbetrieb Schoo GmbH & Co. KG ist seit Kurzem auch im Lingener Ortsteil Darme vertreten. Der Geester Familienbetrieb bietet Dienstleistungen aus den Bereichen Baumpflegearbeiten, Schreddern, Holz- und Astentsorgung sowie Kamin- und Brennholz an. Bei einem Ortstermin machten sich Ortsbürgermeister Werner Hartke und Dietmar Lager ein Bild von der Dependance am Darmer Bahndamm 17. „Wir freuen uns, dass Sie sich für Lingen als erste Zweigstelle Ihres Unternehmens entschieden haben und unseren Wirtschaftsstandort mit Ihrem Fachwissen rund um die Forstwirtschaft stärken“, gratulierten Hartke und Lager Firmeninhaber Matthias Schoo zur Neueröffnung. Der Forstbetrieb Schoo besteht bereits seit Anfang der 1990er Jahre und beschäftigt insgesamt sieben Personen. Neu ins Familiengeschäft sind nun auch die Söhne von Matthias Schoo, Markus und Michael, eingestiegen. Der Neubau in Lingen entstand innerhalb von zwölf Monaten. Neben einer Maschinenunterstellhalle für den Fuhrpark des Forstbetriebes ergänzen eine Werkstatt sowie Schulungs-, Besprechungs- und Sozialräume den neuen Standort

Führerschein gegen Jahreskarte Stadt Lingen belohnt die freiwillige Abgabe des Führerscheins

Lingen. Führerschein gegen Jahreskarte – diesen Tausch bietet die Stadt Lingen allen Lingener Senioren ab 80 Jahren an. Bereits seit einigen Jahren erhalten die älteren Bürgerinnen und Bürger so ein Jahr freie Fahrt in den Bussen der Verkehrsgemeinschaft Emsland-Süd im Stadtgebiet Lingen. Zehn Lingener haben 2019 von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Die Stadt Lingen möchte nun noch einmal alle potentiellen Nutznießer darauf aufmerksam machen.
„Wir wollen vor allem die Senioren ansprechen, die selbst spüren, dass sie unsicher im Straßenverkehr geworden sind“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone.Diese geben ihren Führerschein endgültig im Bürgerbüro der Stadt Lingen ab und beantragen parallel das persönliche Jahresabonnement. „Gerade durch den Lili-Bus können wir ein entsprechend gut ausgebautes Netz im Stadtgebiet anbieten“, sagte Dieter Krone. Senioren seien dadurch in der Stadt nicht mehr unbedingt auf ein Auto angewiesen. „Ich möchte diejenigen, die sich angesprochen fühlen, anbieten, von dem Angebot Gebrauch zu machen“, so Oberbürgermeister Dieter Krone abschließend. 

 

„Lingen Unverpackt“ eröffnet

Lingen. Hülsenfrüchte, Süßes, Waschmittel, Drogerieartikel und vieles mehr erwartet die Kunden des neuen Unverpackt-Laden in Lingen. Kurz vor der offiziellen Neueröffnung konnten Oberbürgermeister Dieter Krone, Landtagsabgeordneter und zugleich Genossenschaftsmitglied Christian Fühner, Jan Koormann als Geschäftsführer der Lingen Wirtschaft und Tourismus GmbH und Jens Schröder von der Wirtschafsförderung der Stadt Lingen in dieser Woche bereits einen ersten Blick in den „Unverpackt Lingen“ in der Kirchstraße werfen. Die Stadt Lingen unterstützt die Neueröffnung mit 6.000 Euro aus dem Innovationsfonds. „Ich gratuliere Ihnen zu diesem innovativen Einkaufskonzept, das – neben Großstädten wie Münster – nun auch in Lingen die Innenstadt beleben wird und auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein setzt“, so Oberbürgermeister Dieter Krone.

(v. re.) Teresa Metz-Meuter, Dayana Metz mit Tochter Zoey auf dem Arm, Sandra Reichenberger mit Tochter Henni sowie im Hintergrund Alexander Reichenberger und Peter Meuter. Es gratulierten (v. li.) Jan Koormann, Jens Schröder, der Landtagsabgeordnete Christian Fühner und Oberbürgermeister Dieter Krone.

Vor gut vier Monaten hatten die Vorstandsmitglieder Sandra Reichenberger, Dayana Metz und Teresa Metz-Meuter die Idee zu dem neuen Angebot in Lingen. Seitdem ist viel passiert: Die drei Frauen haben zusammen mit Alexander Reichenberger, Doris de Regt und Peter Meuter eine Genossenschaft gegründet. Dieser sind in der Zwischenzeit rund 350 Menschen beigetreten. Das Team hat das Ladenlokal angemietet, eingerichtet und bei Produzenten in der Region sowie bei Lieferanten für Unverpacktläden eingekauft und damit unter anderem die so genannten Bulk-Bins befüllt. „Wir bekommen die meisten Waren in großen Säcken“, erklärt Sandra Reichenberger das Prinzip. Nun fehlen nur noch die Kunden.

„Jeder kann gerne seine eigenen Gläser oder Dosen von zuhause mitbringen und sich diese dann vor Ort befüllen“, so Sandra Reichenberger. Natürlich stehen auch Gläser zum Verkauf bereits, wichtig sei es nur, dass alle Behältnisse vor dem Befüllen gewogen werden. Dann könne sich jeder das Müsli, den Bulgur oder auch die Gummibären passend abfüllen. So ersparen sich alle Beteiligten unnötigen Verpackungsmüll und die Kunden können genau die Menge kaufen, die sie auch tatsächlich brauchen. Auch für diejenigen, die beispielsweise Spülmittel, Glas- oder Zitrusreiniger herstellen möchten, hält der Unverpacktladen nicht nur die passenden Zutaten, sondern auch Rezepte und Tipps bereits. Eines der Vorstandsmitglieder wird zu den Öffnungszeiten immer vor Ort sein. Zudem unterstützen zwei Mitarbeiterinnen den Vorstand im Geschäft.

Am Montag öffnet der Laden erstmals für alle interessierten Kunden. Die Genossenschaftsmitglieder haben bereits am Wochenende die Möglichkeit, erstmals in „ihrem“ Unverpackt Lingen einzukaufen. „Wir freuen uns natürlich auch über weitere Mitglieder“, so der Vorstand. Beitrittserklärungen sind auf der Internetseite und natürlich in dem Laden hinter der Alten Posthalterei zu finden.  

Geöffnet ist Unverpackt Lingen montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie an den Markttagen (mittwochs und samstags) auch von 9 bis 14 Uhr. „Schließlich ist auch Zeit für uns alle ein wertvolles Gut, das wir nicht verschwenden wollen“, erklärt Sandra Reichenberger abschließend.

Peugeotfahrer bei Unfall in Lingen schwer verletzt

Lingen- Am Mittwochabend ist es auf der Kurt-Schumacher-Brücke in Lingen zu einem Verkehrsunfall gekommen. Zwei Beteiligte wurden dabei verletzt, einer von ihnen schwer. Ein 18-jähriger Fahranfänger aus Gersten war gegen 21 Uhr mit einer Mercedes S-Klasse in Richtung Lindenstraße unterwegs. Vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Mercedes geriet in den Gegenverkehr und stieß dort mit dem Peugeot 207 eines 40-jährigen Lingeners zusammen. Während der Unfallverursacher mit leichten Blessuren davonkam, musste der Peugeotfahrer schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

Serieneinbrecher in Lingen festgenommen

Lingen – Die Polizei Lingen hat am Montagabend einen 39-Jährigen Emsländer und seine 28-jährige Lebensgefährtin festgenommen. Der Mann steht in Verdacht zahlreiche Einbrüche im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim begangen zu haben. Der Beschuldigte hatte es in den vergangenen Wochen vor allem auf Schulen, Pfarrhäuser und Büroräume abgesehen.

Der bereits seit längerem im Fokus der Ermittler stehende 39-jährige und seine Lebensgefährtin wurden am Montag durch eine Streifenbesatzung angehalten und kontrolliert. Im Kofferraum fanden die Beamten einen aufgehebelten Tresor.

Dieser konnte einem Einbruch in das Begegnungshaus in Langen vom 16. Januar zugeordnet werden. Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen wurde umfangreiches Diebesgut und weiteres Beweismaterial sichergestellt. Für wie viele Taten der Mann tatsächlich in Betracht kommt, ist aktuell noch nicht in Gänze abzusehen. Während die 28-jährige Frau den Polizeigewahrsam nach erster Befragung wieder verlassen konnte, wurde ihr Lebensgefährte am Dienstag einem Richter beim Amtsgericht Lingen vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl. Die Ermittlungen der Polizei werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Es wird zu gegebener Zeit nachberichtet.

 

Fürsorge für Menschen am Lebensende – Kooperationspartner gründen Bildungszentrum für Hospiz und Palliativversorgung im Emsland

Carmen Breuckmann-Giertz (Hospizhilfe Meppen), Winfried Hardinghaus (Deutscher Hospiz- und Palliativverband), Landrat Marc-André Burgdorf (Landkreis Emsland), Birgit Stoßberg (Lingener Hospiz), Michael Reitemeyer (LWH) und Walter Höltermann (Lingener Hospiz).

Lingen. Vier regionale Partner im Emsland gründen ein Bildungszentrum für Hospiz und Palliativversorgung (BHPV). Den Kooperationsvertrag haben heute der Landkreis Emsland, Lingener Hospiz e. V., Hospiz-Hilfe Meppen e.V. und das Ludwig-Windthorst-Haus e. V. (LWH) unterzeichnet. Das BHPV wird durch den Deutschen Hospiz- und Palliativverband (DHPV) unterstützt und beraten.Damit entsteht eine organisatorische und fachliche Grundlage, um im Landkreis Emsland entsprechende Bildungsmaßnahmen durchführen zu können. Diese vermitteln Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit, Pflegepersonal und Ärzten in der Kranken- und Altenpflege, Seelsorgern und Mitarbeitenden in Ethik-Komitees und weiteren Einrichtungen Wissen, Qualifikation und Fähigkeiten in den Bereichen „hospizliche Haltung“ und „palliative Versorgung“.  

Ziel ist es, Wissen, Qualifikation und Fähigkeiten in den Bereichen hospizliche Kultur und palliative Versorgung – stationär und ambulant – in öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie im häuslichen Umfeld zu fördern, wo schwerkranke, alternde und sterbende Menschen gepflegt, begleitet und betreut werden. Dies geschieht in Aus- und Fortbildungen.

Die Kooperationspartner tragen u. a. gemeinsam Verantwortung für:

  • die Bedarfsermittlung und Konzeption geeigneter Kursangebote,
  • die Auswahl und Akquise fachkompetenter Referentinnen und Referenten,
  • die Öffentlichkeitsarbeit des Bildungszentrums und
  • die Kontaktaufnahme und Netzwerkeinbindung möglichst vieler Kommunen, sozialer Einrichtungen und Initiativen der Region.

Der gemeinsame Auftrag wird erkennbar durch ein gemeinsames Logo sowie eine Homepage, die über die Angebote des BHPV informier (derzeit in Erstellung). Landrat Marc-André Burgdorf sieht die Notwendigkeit für ein Bildungszentrum aus mehreren Gründen: „Die Gesundheitsregion Emsland bietet uns eine große Chance, den Fokus gezielt auf eine Problematik zu richten, den Blick zu schärfen, uns zu vernetzen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“ In der Hospizbegleitung und Palliativversorgung müsse sektorenübergreifend zusammengearbeitet werden. Der Landkreis wolle diesen Prozess vorantreiben, ihm komme eine moderierende und koordinierende Rolle zu. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands e. V., hob hervor, dass mit dem Bildungszentrum Vernetzung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Hospiz- und Palliativarbeit ausgebaut würden. Hardinghaus sieht die Aufgabe des BHPV auch in der Kontaktaufnahme und Netzwerkeinbindung weiterer Kommunen, sozialen Einrichtungen und Initiativen der Region: „Hier wird der Grundsatz ‚Hospizarbeit ist Netzwerkarbeit‘ weitergedacht im Sinne von ‚Hospizarbeit ist – auch – vernetzte Bildungsarbeit‘“. 

Abschließend betonte er: „Wissen um die Hospizidee und hospizliche Haltung ist Herzensbildung und damit die beste Grundlage für Fürsorgebereitschaft und Solidarität mit den Menschen am Lebensende.“ Carmen Breuckmann-Giertz, Vorsitzende der Meppener Hospizhilfe e. V. und Mitglied im Vorstand des DHPV, und Birgit Stoßberg, Vorsitzende des Lingener Hospiz e. V., schilderten, wie die Idee des hospizlichen Bildungszentrums geboren wurde: Sowohl Ehrenamtliche als auch Fachkräfte brauchen für eine fachliche und menschlich gute Begleitung schwerstkranker, sterbender und trauernder Menschen intensive Aus-, Fort- und Weiterbildungen. Aus diesem Impuls heraus seien sie mit ihrer Idee auf das LWH und den Landkreis Emsland zugegangen. 

Markus Wellmann, Studienleiter im LWH, beschrieb schließlich, welche Angebote das BHPV bereits geplant habe. Dazu gehören Seminare für Angestellte in den 40 Einrichtungen der stationären Altenhilfe im Emsland, die mit der Verleihung des Hospiz-Siegels durch den Landkreis verbunden sind. Inhalte der Schulung sind unter anderem Trauerarbeit, Kommunikation, ethische Fragen am Lebensende und auch Selbstsorge. Dieses Vorhaben wird von der Techniker-Krankenkasse gefördert.

 

Auto geht in Lingen in Flammen auf, Umgehungsstraße für zwei Stunden gesperrt

 Lingen. Im Stadtteil Laxten ist am Dienstag auf der Umgehungsstraße zwischen den Anschlussstelle B 214 und B 213 ein Auto in Flammen aufgegangen. Dessen 47-jähriger Fahrer aus Lingen-Brögbern kam mit dem Schrecken davon. Nach Angaben der Polizei war der Mercedes gegen 15 Uhr während der Fahrt vermutlich durch einen technischen Defekt in Brand geraten. Dessen Fahrer wurde von anderen Verkehrsteilnehmern durch Lichtzeichen auf das qualmende Auto aufmerksam gemacht. Als er in einer Nothaltebucht stoppte, stand der Wagen plötzlich komplett in Flammen. Der Mann konnte sich in Sicherheit bringen. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Lingen konnten den Brand löschen. Der Mercedes wurde aber total beschädigt. Die Umgehungsstraße war für rund zwei Stunden gesperrt. Der Autoverkehr wurde umgeleitet, staute sich aber in beiden Richtungen.  

Automatensprengung in Lingen Ortsteil Holthausen schlägt fehl

Lingen- Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht zu Donnerstag versucht den Geldautomaten der Volksbank im Ortsteil Holthausen zu sprengen. Sie drangen zunächst in den Vorraum des Geldinstitutes ein und bereiteten die Sprengung des Ausgabeautomaten vor. Nachdem diese aufgrund eines installierten Sicherheitssystems scheiterte, wollten sie in rückwärtige Gebäudeteile eindringen. Unter anderem unternahmen sie dabei den Versuch ein vergittertes Fenster mit einem in den Niederlanden gestohlenen Mercedes Vito herauszureißen.

Damit hatten sie genauso wenig Erfolg, wie mit den darauffolgenden Bemühungen, den Mercedes in Brand zu setzen. Ohne Beute gemacht zu haben entfernten sich die Männer anschließend mit einem bislang unbekannten Fluchtfahrzeug vom Tatort. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise nimmt die Polizei Lingen unter der Rufnummer (0591)870 entgegen.

Polizeibeamter von Einbrecher verletzt

Lingen- Am Dienstagnachmittag ist es an der Brunnenstraße zu einem Polizeieinsatz gekommen, bei dem ein Beamter verletzt wurde. Zeugen hatten gegen 14.40 Uhr zwei Männer dabei beobachtet, wie sie in eine dortige Wohnung eingebrochen sind. Mehrere Streifenbesatzungen stellten die Täter vor Ort. Einer der Männer leistete erheblichen Widerstand und musste von mehreren Beamten überwältig werden. Dabei versetzte er einem der Polizisten einen so heftigen Kopfstoß, dass dieser seinen Dienst nicht fortsetzen konnte. Dem 26-jährigen Angreifer wurde eine Blutprobe entnommen. Es besteht der Verdacht, dass er unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand.

Neuer aufsichtführender Richter am Amtsgericht Lingen (Ems)

LINGEN (EMS), 02.12.2019. Mit Wirkung vom heutigen Tage ist der Vorsitzende Richter am Landgericht Markus Hardt an das Amtsgericht Lingen (Ems) versetzt worden. Der 47-jährige Jurist übernimmt hier das Amt eines weiteren aufsichtführenden Richters. Zuvor hatte er am Landgericht Osnabrück zunächst den Vorsitz einer kleinen Strafkammer und anschließend einer Kammer für Handelssachen inne. Außerdem war er Mitglied im dortigen Präsidium. Herr Hardt lebt in Münster, ist verheiratet und hat eine Tochter. Nach juristischem Studium in Münster wurde er am 01.12.2000 zum Richter im Bezirk des Oberlandesgerichts Oldenburg ernannt. Nach Stationen am Landgericht Aurich, der Staatsanwaltschaft Osnabrück und dem Bundesjustizministerium in Berlin war er bereits in der Zeit von September 2004 bis März 2015 am Amtsgericht Lingen (Ems) tätig, unterbrochen durch eine Abordnung an das Oberlandesgericht Oldenburg in den Jahren 2011/2012. Am Amtsgericht Lingen (Ems) ist Herr Hardt insbesondere für Verfahren in allgemeinen Zivil-, Familien- und Nachlasssachen zuständig. Als weiterem aufsichtführendem Richter obliegen ihm überdies Aufgaben der Gerichtsverwaltung.

Café Aivilo in der Burgstraße neu eröffnet

Lingen. Zur Neueröffnung ihres Cafés Aivilo gratulierten in der letzten Woche Oberbürgermeister Dieter Krone, Citymanager Andreas Löpker und Jens Schröder von der Wirtschaftsförderung Inhaberin Olivia Teschner und ihrem Team. Die 23-Jährige Studentin hat sich mit dem Café in der Burgstraße 8 in der Lingener Innenstadt einen Traum erfüllt. Dabei hat sie viel selbst Hand angelegt: „Die Tische und das Lichtkonzept sowie die Installation der Lampen haben wir selbstgemacht, die Theke habe ich zusammen mit einem Thekenbauer geplant, die Stühle nach unseren Vorstellungen umgestaltet“, erzählte die Existenzgründerin. Das Konzept kommt gut an. So ist auch an diesem Nachmittag jeder Tisch im Aivilo besetzt und das mit Menschen jeglichen Alters. „Das Café ist schon jetzt eine Bereicherung für die Burgstraße und die ganze Innenstadt“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone. Neben Kaffee, Tee, Softdrinks, Wein, Bier und einer Auswahl an Kuchen bieten Olivia Teschner und ihre Mitarbeiter einen Mittagstisch sowie täglich wechselnde Besonderheiten an. So gibt es sonntags Waffeln im Aivilo. Einen Schwerpunkt legt die Inhaberin auf nachhaltige sowie fair gehandelte Produkte, wie die Tassen, die unter anderem aus Kaffeesatz bestehen.

Das Café Aivilo hat montags von 11 bis 19 Uhr, mittwochs bis samstags von 9 bis 19 Uhr, sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Dienstags ist Ruhetag.