Rettungspaket für über 200 Jahre alte Rotbuche in Holsten-Bexten

Große Sorgen bereitet die zum Naturdenkmal erklärte Rotbuche im Bereich der Kirche im Ortsteil Holsten-Bexten den Einwohnern, der Kreisverwaltung, Kirchengemeinde und politischen Gemeinde Salzbergens. Jetzt werden Rettungsmaßnahmen ergriffen.

Salzbergen. Hubert Rausing, der Leiter des Bürgermeisterbüros sagt: „Dem imposanten Baum ist deutlich anzusehen, dass er unter extremen Trockenstress leidet und ernsthafte Probleme bekommt. Dabei sind sichtbares Zeichen die ungewöhnlich kleinen Blätter, nicht ausreichend belaubte Zweige und im oberen Kronenbereich bereits abgestorbene Äste. Durch die langanhaltende Hitze, hohe Sonneneinstrahlung und die Niederschlagsdefizite hat der Baum stark an Lebenskraft eingebüßt.

Die Ursache des Vitalität sei schnell gefunden: Bereits die Jahre 2018 und 2019 seien außergewöhnlich trocken und heiß gewesen, erklärte Rausing. „2018 war das wärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Im Juli 2019 wurde im Emsland ein neuer Temperaturrekord mit 42,6 Grad plus erreicht. Auch 2020 zeichnet sich schon als drittes Jahr in Folge mit ungewöhnlicher Trockenheit ab. Die Auswirkungen sind inzwischen vielerorts an abgestorbenen Nadelbäumen zu sehen.“

Die etwa 200 Jahre alte Buche mit dem etwas untypischen Wuchs und einer mächtigen Krone mit einem Durchmesser von 35 Metern sowie 4,40 m Stammumfang gebe dem Kirchplatz der St. Marien Kirche in Holsten-Bexten ein ganz besonderes Flair, so Pfarrer Michael Langkamp, der meint: „Über 100 Menschen würden unter der Buche Platz finde. In neuerer Zeit haben wir zahllose Freiluftgottesdienste unter dem weit ausladenden Astdach unserer Denkmalsbuche gefeiert: Kinder getauft, damit ihr Leben und ihr Glaube stark werde wie dieser Baum sowie Firmgottesdienste, Trauungen, Erntedank- und Hubertusmessen.“

Rausing betonte: „Die Denkmalsbuche ist auch Sinnbild für unser Lebens und unseren christlichen Glauben. Alt und immer wieder neu! Die imposante Rotbuche (Fagus silvatica) wurde 1982 wegen ihres außergewöhnlich schönen Wuchses vom Landkreis Emsland zum Naturdenkmal erklärt. Die Buche ist von Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung in Augenschein genommen worden. Das Ergebnis ist besorgniserregend: Nicht nur dass die Blätter sind wegen der Trockenheit viel zu klein und das Laubwerk kaum ausgeprägt, sondern auch die massenhafte Produktion von Bucheckern (Fruktuation) ist ein Zeichen dafür, dass sich der Baum im akuten Überlebenskampf befinde.“

Auch die damals durchgeführten Maßnahmen zum Verstreben und Sichern der weit ausladenden Äste seien nach heutigen Erkenntnissen nicht mehr tragbar. Angestrebt werde nun ein umfassendes Paket an Pflegemaßnahmen zum Erhalt der Rotbuche, welche ein echtes Naturdenkmal, Markenzeichen und Sinnbild  von Holsten-Bexten sei und des Kirchplatzes darstelle. Rausing ergänzte: „Mithilfe von Sonden soll der Boden um die Buche belüftet und der Grund gelockert werden. Sobald die Bodenverdichtung behoben ist, kann auch gewässert und gedüngt werden. Zudem sollen die Äste neu vergurtet und so vor Abbruch gesichert werden. Bei Bedarf werden weitere Maßnahmen erfolgen.“

Das ursprüngliche Ansinnen des Kirchenvorstandes und Pfarrgemeinderates, den Sandsteinaltar aus der bisherigen Marienkapelle für Freiluftgottesdienste in die Nähe der Buche zu stellen, könne wegen der zu erwartenden Verletzung des Wurzelwerks nicht weiter verfolgt und umgesetzt werden, meinte Langkamp. Bürgermeister Andreas Kaiser wies darauf hin, dass die Buche bis zum Beginn der Maßnahmen bereits jetzt permanent bewässert werde. 

 

Drei Paletten Ware geklaut auf dem Parkplatz Holsterfeld

Salzbergen- In der Nacht zu Sonntag, gegen 02:00 Uhr, schlitzten bislang unbekannte Täter die Plane eines Lkw auf, der an der Straße Holsterfeld in Salzbergen geparkt war. Anschließend öffneten sie die Ladetür und entwendeten ca. drei Paletten mit Ware gefüllte Kartons. Es entstand ein Sachschaden von ca. 40.000 Euro.

Zeugen werden gebeten sich bei der Polizei in Lingen, Tel.0591/870, zu melden.

Polizisten mit dem Tode bedroht

Salzbergen- Am Mittwochabend haben zwei Frauen die Polizei verständigt, weil sie sich an der Straße Am Gillenbrink von einem jungen Mann belästigt fühlten. Der 25-Jährige stellte den beiden nach und fragte sie ununterbrochen, ob sie „kiffen“ wollen. Als er durch die eingesetzte Streifenbesatzung kontrolliert werden sollte, ergriff er die Flucht. Die Beamten holten ihn ein und nahmen ihn in Gewahrsam. Beim Transport zur Dienststelle beleidigte er die Polizisten fortwährend und drohte ihnen damit, sie umzubringen und ihnen den Bauch aufzuschlitzen. Der Mann wird sich nun in einem Strafverfahren verantworten müssen.

Heiße Bremsen an Lkw-Gespann sorgen für Feuerwehr-Einsatz

 
 

Salzbergen- – Schlimmeres verhindern konnte am Freitagmittag der Fahrer eines voll beladenen Viehtransports. Um 11:55 Uhr drohte der Anhänger des Gespanns durch Überhitzung der Bremsen in Brand zu geraten. Schnell eilten Landwirte aus der Umgebung mit Viehanhänger heran um im Notfall die Tiere umzuladen, was aber nicht nötig war. Durch das schnelle Eingreifen mit einem Feuerlöscher konnte der Fahrer und Passanten Schlimmeres verhindern. Die Kameraden der Feuerwehr Salzbergen unternahmen die letzten Löscharbeiten und kühlten die Bremsen ab. Danach wurde mit einer Wärmebildkamera der Anhänger kontrolliert. Tier kamen nach ersten Angaben nicht zu Schaden.

Für die Zeit wurde die Venhauser Straße in Richtung Salzbergen von der Polizei voll gesperrt.

 

Ladung vom LKW gestohlen

Salzbergen- In der Nacht zu Dienstag haben bislang unbekannte Täter auf einem Autohof im Industriegebiet Holsterfeld zwei Sattelauflieger geöffnet. In einem Fall beschädigten sie die Plane und stahlen fünf Flaschen Desinfektionsmittel. Bei einer weiteren Tat öffneten sie eine Plombe. Entwendet wurde in diesem Fall nichts.

Mit 2, 28 Promille auf der A30 unterwegs

Salzbergen – Am Sonntag hielten die Einsatzkräfte der Bundespolizei einen Sattelzugführer auf der A 30 an. Dieser ist durch fiel den Beamte auf, da er in Schlangenlinien in Richtung Osnabrück unterwegs war. In Höhe Salzbergen konnte der Sattelzug angehalten werden, ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab 2,28 Promille. Seinen Führerschein und die Fahrzeugschlüssel stellten die Beamten sicher.

400.000 Euro Sachschaden bei Unfall auf der A30 bei Salzbergen


Salzbergen –  Am Sonntagmittag ist es auf der A30 in Richtung Hannover zu einem Unfall mit einem Tanklastzug gekommen. Gegen 13 Uhr wurde dem 52-jährigen Fahrer nach eigenen Angaben „schwarz vor Augen“, so dass er in Höhe der Gemeinde Salzbergen die Kontrolle über den Gefahrguttransport verlor. Der Lkw kam nach rechts von der Fahrbahn ab, durchstieß die Außenschutzplanke und fuhr die Böschung hinunter. Der mit 26 Tonnen Flüssigstickstoff beladene Sattelzug kippte auf die Seite und blieb zwischen Böschung und einem wasserführenden Graben
liegen. Der Fahrer musste mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zu einer Gefährdung von Mensch und Natur kam es zu keiner Zeit. Die Aufräum- und Bergungsarbeiten dauerten noch bis in die Abendstunden an. Der entstandene Sachschaden wird auf mehr als 400.000 Euro geschätzt. Neben der Polizei war die Feuerwehr Salzbergen mit 45 Einsatzkräften sowie ein
Rettungshubschrauber und ein weiteres Rettungsteam im Einsatz.

Jetzt ist es offiziell Schulen und Kitas in ganz Niedersachsen schließen ab Montag

Niedersachsen schließt als nächstes Bundesland wegen der Ausbreitung des Coronavirus und als Sicherheitsmaßnahme alle Schulen und KITAS!

 

Die Schließung soll zunächst bis zum 30. März dauern, dann beginnen in Niedersachsen die Osterferien. Das bedeutet, dass die niedersächsischen Schülerinnen, Schüler  und Kindergartenkinder frühestens am 18. April wieder zur Schule und Kita gehen können …..sofern der Krisenstab der Landesregierung die Schul- und Kitaschließungen nicht verlängert.

Für Beschäftige aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge soll eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler bis maximal Schuljahrgang 8 in Schulen angeboten werden. Auch in Kindertagesstätten können Notgruppen gebildet werden. Diese Notbetreuung soll in kleinen Gruppen stattfinden und auf das notwendige Maß begrenzt werden.

Wir halten euch auf dem laufenden.

Schwerer Unfall auf Autobahn A30

Salzbergen  – Am Mittwochnachmittag ist es auf der A30 in Fahrtrichtung Niederlande zu einem Verkehrsunfall gekommen. Zwei Personen wurden dabei schwer verletzt.

Der 35-jährige Fahrer einer Sattelzugmaschine fuhr gegen 16.40 Uhr vom Parkplatz Emstal Nord auf den Hauptfahrstreifen der Autobahn. Nach rund 500 Metern fuhr ein 61-jähriger Mann mit seinem PKW ungebremst auf den vorausfahrenden Sattelzug auf. Der Fahrer und seine ebenfalls 66-jährige Beifahrerin wurden durch den Zusammenstoß schwer verletzt. Ein 5-jähriges Kind zog sich leichte Verletzungen zu. Sie wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Fahrer und Beifahrer des LKW blieben unverletzt.

An PKW und LKW entstanden Sachschäden in bislang unbekannter Höhe. Die Fahrbahn der A30 war bis ca. 18.30 Uhr voll gesperrt. Die Autobahnpolizei Lingen wurde durch Beamte der Polizei aus Rheine sowie der Bundespolizei aus Bad Bentheim zur Absicherung des Stauendes unterstützt.

Diebstahl auf Autohof in Holsterfeld

Holsterfeld- Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Donnerstag von dem Auflieger einer Sattelzugmaschine zwei Ladungsrampen gestohlen. Um an die Rampen zu gelangen, brachen sie zuvor ein Schloss auf. Zudem öffneten sie einen weiteren Auflieger und versuchten die Ladung zu stehlen. Diebesgut erlangten die Täter in diesem Fall nicht. Während der Tatzeit standen die Fahrzeuge auf dem Autohof an der Straße Holsterfeld. Hinweise nimmt die Polizei in Lingen unter der Rufnummer (0591)870 entgegen.

Müssen Christen Demokraten sein Kolpinger diskutieren in Salzbergen über Glauben und Politik

Salzbergen- Die Verantwortlichen des Kolpingwerkes aus dem Emsland, der Grafschaft Bentheim und Ostfriesland haben sich im Kolping-Bildungshaus-Salzbergen zur Gebietstagung getroffen.

Finanzminister Reinhold Hilbers, MdL referiert bei der Tagung des Kolping Gebietsverbandes Emsland mit dem Gebietsvorstand und den Teilnehmenden

Bei den Wahlen zum Gebietsvorstand wurde Matthias Franke (Schüttorf) als Gebietsvorsitzender einstimmig bestätigt. Auch die stellvertretende Vorsitzende Claudia Bahns (Lengerich) und der Gebietspräses Hubert Bischof (Neuenhaus) wurden einstimmig wiedergewählt. Außerdem gehören die Vorsitzenden der sechs Bezirksverbände sowie die hauptamtlichen Referenten Sandra Rickermann und Matthias Sierp dem Gebietsvorstand an.

Darüber hinaus besuchten die Kolpinger die Fazenda da Esperanca auf dem Gut Hange in Freren. In einer Fazenda da Esperanca leben abhängige Jugendliche und junge Erwachsene für ein Jahr in Wohngruppen zusammen. Sehr eindrucksvoll gaben die Bewohner Einblicke in ihren Alltag und die tägliche Arbeit auf dem Gut. Geprägt von einer familiären Gemeinschaft, ausgerichtet auf christliche Werte und  einer festen Struktur mit klaren Regeln, leben und arbeiten derzeitig sieben Männer auf dem Gut Hange und suchen gemeinsam Wege aus ihrer Sucht.

Der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers refererierte im Rahmen der Gebietstagung über die Frage „Müssen Christen Demokraten sein?!“. Hilbers machte deutlich, dass der eigene Glaube keine Privatsache sei und gab als bekennender Christ mehrfach ein deutliches Glaubenszeugnis. „Dieser Glaube“, so Hilbers, „müsse in der Demokratie Orientierung bieten, an denen man sich immer fest machen kann. Nur so könne man gegenüber seinen Mitmenschen tolerant sein und den verschiedenen Veränderungen in der Gesellschaft begegnen.“ 

Hilbers rief die Kolpinger dazu auf, an den vielen Zukunftsthemen mitzuarbeiten und auch den Finger in die Wunde zu legen – auch gegenüber der Politik. Die Verantwortlichen des Kolpingwerkes Emsland nutzten dies in der anschließendne Diskussionsrunde mit dem Finanzminister.

 

Mehr Sicherheit für Radfahrer in Salzbergen

Salzbergen. Mit dem Neubau des Radwegs an der Kreisstraße 312 (Neuenkirchener Damm) zwischen der Dieselstraße und der Neuenkirchenerstraße in der Gemeinde Salzbergen konnte der Landkreis Emsland eine Radweglücke im Straßennetz schließen. Landrat Marc-André Burgdorf gab nun gemeinsam mit den Kreistagsabgeordneten Franz-Josef Evers (CDU) und Willi Jansen (SPD), Salzbergens Bürgermeister Andreas Kaiser und Fachbereichsleiter Straßenbau, Detlev Thieke, den Radweg offiziell frei.

(v. l.) Kreistagsmitglied Willi Jansen, Fachbereichsleiter Detlev Thieke, Landrat Marc-André Burgdorf, Kreistagsmitglied Franz-Josef Evers und Bürgermeister Andreas Kaiser bei der Freigabe des neuen Radwegs entlang der K 312.

 

„Es ist von Bedeutung, dass sich wichtige Radwegelücken entlang von Kreisstraßen nach und nach schließen. Wir erreichen damit eine erhebliche Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrer“, sagt Burgdorf. Von insgesamt 857 km Kreisstraßen sind aktuell noch 83,624 km ohne Radweg, das sind 9,76 %. Hinzu komme, dass sich die Ansprüche an die Radweganlagen in den vergangenen Jahren auch durch die Nutzung von E-Bikes und Trailern verändert haben. „Unsere Radwege an den Kreisstraßen werden demzufolge entsprechend verbreitert oder von vornherein breit genug angelegt und mit einer qualitativ höheren Oberflächenstruktur versehen. Mit dem jetzt fertiggestellten Radweg entlang der Kreisstraße bieten wir außerdem den direkten und kurzen Weg von A nach B an“, betont Burgdorf. Zuvor mussten Radfahrer, die zwischen Salzbergen und Neuenkirchen unterwegs waren, die Gemeindewege Dieselstraße und Neuenkirchenerstraße nutzen, jetzt besteht eine durchgehende Verbindung entlang des Neuenkirchener Damms. Der neue Radweg hat eine Breite von 2 m und ist in bituminöser Bauweise errichtet worden. Die Ausbaulänge des von der Fahrbahn abgesetzten Radweges beträgt rund 1,25 km. Innerhalb der Trassenführung des neuen Radwegs liegt der Elsbach. Zur Querung des Grabens wurde ein neues Brückenbauwerk in Stahlbetonbauweise errichtet. Die Arbeiten begannen Ende 2018 und konnten Anfang Dezember 2019 beendet werden.

Zeitgleich mit dem Neubau des Radwegs wurde die Fahrbahn der Kreisstraße 312 in diesem Bereich auf einer Länge von etwa 1,2 km instandgesetzt. So wurde der Rinnstein entlang der Fahrbahn sowie die Asphaltdeckschicht der Fahrbahn vollständig erneuert. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 950.000 Euro, davon 600.000 Euro für den Radweg. Beim Bau des Radwegs handelt es sich um eine Fördermaßnahme nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, die zu 60 Prozent (360.000 Euro) bezuschusst wird. Die Finanzierung der Instandsetzung der Fahrbahn erfolgt durch den Landkreis Emsland über das Neu-, Um- und Ausbauprogramm von Kreisstraßen. Der Anteil hierfür beträgt über 350.000 Euro.   

Salzbergen – Zeugen nach Unfall mit zwei Schwerverletzten gesucht

Nach einem Unfall mit zwei Schwerverletzten am frühen Sonntagmorgen sucht die Polizei Zeugen. Die Besatzung eines Streifenwagens wollte an der Rheiner Straße ein Auto kontrollieren.Daraufhin raste der 18-jährige Fahrer davon. Während seiner Flucht hat er möglicherweise rote Ampeln überfahren und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Wenig später kam das Auto von der Fahrbahn ab. Der 18-jährige Fahrer und seine gleichaltrige Beifahrerin wurden schwer verletzt.

Meldung vom 01.07.2018

Heute Nacht kam es gegen 02:30 Uhr auf der Schüttorfer Straße zu einem Verkehrsunfall. Zwei junge Menschen zogen sich dabei schwere Verletzungen zu. Der 18-jährige Fahrer eines VW Golf fuhr die Schüttorfer Straße aus Salzbergen kommend in Richtung Schüttorf. Aufgrund einer vorangegangen Straßenverkehrsgefährdung sollte das Auto durch eine Streifenwagenbesatzung kontrolliert werden. Der junge Mann beschleunigte sein Auto und flüchtete mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Auto, kam nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Der 18-Jährige sowie seine ebenfalls 18-jährige Beifahrerin wurden mit schweren Verletzungen in das Bonifatiuskrankenhaus nach Lingen gebracht. Die Freiwillige Feuerwehr aus Salzbergen war mit fünf Fahrzeugen und 28 Kräften ebenfalls vor Ort eingesetzt. An dem Auto entstand Totalschaden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Rettungskräfte nehmen an Fahrsicherheitstraining teil Sicher ankommen und retten ist oberstes Gebot

Das Fahrtechnik und Ausbildungszentrum (FAZ) in Holsterfeld schult regelmäßig Frauen und Männer, die Motorräder, Pkws, Kleintransporter, Lastwagen, Busse oder Sonderfahrzeuge lenken. Hier werden auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Nordrhein-Westfalen in Theorie und Praxis mit der Fahrphysik und Fahrdynamik vertraut gemacht.
Holsterfeld. Der stellvertretende Leiter der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Emsdetten, Stadtbrandinspektor Ralf Albers, hat mit sechs Kameraden an dem speziell auf sie abgestimmten Fahrsicherheitstraining teilgenommen. Die Wehr hat mit 180 aktiven Einsatzkräften, die auf die Hauptwache Emsdetten mit drei Löschzügen und einem am Standort „Hembergen“ verteilt sind.

Von der FF Saerbeck, die 112 aktive Einsatzkräfte in den drei Löschzügen: Dorf, Sinningen und Westladbergen hat, sind sechs Männer mit dem stellvertretenden Leiter Gemeindebrandinspektor Robert Laumann zum FAZ nach Holsterfeld gekommen. Dessen Leiter Ewald Rühlmann und Dozent Dieter Lohmann erklärten ihnen: „Wenn es wie so oft wieder gekracht hat oder es brennt, werden die Feuerwehr gerufen, um möglichst schnell effizient zu helfen. Oft sind dabei Menschenleben oder erhebliche Sachwerte in Gefahr.“

Die schnellen Einsatzkräfte der FF Emsdetten und Saerbeck wurden auf dem Übungsgelände hinter dem Rasthof Holsterfeld von den Spezialisten Rühlmann und Lohmann mit möglichen Gefahren bei Einsatzfahrten konfrontiert. Davon überzeugte sich auch Dr. Manigée Derakshani von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, Hauptabteilung Prävention, Abteilung Gesundheitsdienst, Feuerwehr, Hilfeleistung und Ehrenamt, Regierungsbezirk Münster. Dr. Derakshani betonte: „Wir empfehlen und befürworten das intensive Fahrsicherheitstraining, das wir auch finanziell unterstützen.“ Sie machte sich nicht nur ein Bild von dem Szenario, sondern nahm ebenso auf dem Beifahrersitzt eines Löschfahrzeugs Platz, um hautnah mitzuerleben, wie sich das Löschfahrzeug und dessen Fahrer bei Slalomfahrten oder Bremsungen auf nasser und trockener Straße verhalten.

Albers und Laumann meinten: „Für unsere Einsatzkräfte ist es lebenswichtig zu wissen, welche Gefahren täglich im Straßenverkehr lauern. Sie müssen im Fall der Fälle möglichst schnell den Einsatzort erreichen.“ Ralf Albers betonte, dass die Sicherheit an obersteter Stelle stehe. Er bemängelte aber, dass es in NRW bei der Freiwilligen Feuerwehr keine Fachkraft für Arbeitssicherheit gebe. Rühlmann erklärte: „Wer schnelle Hilfe bringen will, der muss auch sicher am Einsatzort ankommen.“

Die Einsatzkräfte der FF Emsdetten und Saerbeck nahmen an dem Fahrsicherheitstraining mit einem Löschgruppenfahrzeug LF 20, Gerätewagen Logistik GW-L 2, zwei Tanklöschfahrzeugen TLF 3000, einem Kommandowagen, ELW 1 und Tragkraftspritzenfahrzeug TSF W teil. Laumann erläuterte ihnen: „Die Fahrphysik befasst sich bei Kraftfahrzeugen mit den Auswirkungen physikalischen Gesetze auf das Fahrverhalten und die Wahrnehmungen der Fahrer und Fahrzeuginsassen. Das Wissen dieser Gesetzmäßigkeiten ist insbesondere beim Fahren mit Sonder- und Wegerecht von großer Bedeutung.“

Der Experte sagte, dass der Kontakt zwischen Fahrzeug und Fahrbahn nur durch mehrere handtellergroße Flächen gegeben sei. Die Maximalkraft hänge vom hohen Kraftschlussbeiwert zwischen Reifen und Straße sowie der Radlast ab. Der Straßenzustand – trocken, feucht, nass, Schnee, Eis oder Schotter – habe den größten Einfluss auf den Kraftschlussbeiwert. Im praktischen Part stellten Absolventen auf der präparierten Fläche zunächst das Bremsverhalten auf trockener Fahrbahn fest. Auf der nassen Straße wurde deutlich, dass sich der Bremsweg deutlich verlängert.

Dozent Lohmann erklärte: „Die Schlagbremsung mit den Einsatzahrzeugen bei Geschwindigkeiten von 20, 30 oder 40 km/h ist sehr wichtig. Viele Verkehrsteilnehmer bremsen nicht konsequent genug, weil sie Angst haben, dass sich das Fahrzeug überschlagen könnte.“ Die Feuerwehrmänner stellten fest, dass der Wagen nicht die Spur verlässt, denn genau das Gegenteil passierte, wenn sie auf der Bremse blieben. „Die ganze Fahrphysik läuft über die Reifen. Daher ist deren Zustand – zu wenig Luftdruck oder Profil – für den Kontakt mit der Fahrbahn verantwortlich“, ergänzte Lohmann, der zeigte auf, welche physikalischen Kräfte die Reifen in den Flanken aufnehmen müssten. In Verbindung mit dem Schwerpunkt stellten die Feuerwehrmänner fest, dass ein höheres Auto sich mehr neige und auch mal kippen könne, wenn man nicht „Herr der Situation sei“. Dem entgegen wirkte das Fahrsicherheitstraining.

Beim Slalomfahren wurden die Seitenführungen der Reifen beim Lastwechsel deutlich. Lohmann erklärte dazu: „Wenn sich das Fahrzeug gar nicht beruhigt und immer mehr aufschaukelt, sind die Grenzen schnell aufgezeichnet. Bei einer Gefahrbremsung einem Hindernis auszuweichen ist schon eine besondere Herausforderung für die Fahrer der Löschfahrzeuge.“ Wenn es zu Extremsituationen kommt, brauchen die Absolventen des Fahrsicherheitstraining nicht lange überlegen und wissen nun, wie sie reagieren müssen.

Vier LKW an der Rastanlage in Holsterfeld aufgebrochen

Salzbergen – In der Nacht zu Dienstag brachen bislang unbekannte Täter vier LKW auf der Rastanlange Holsterfeld auf. In zwei Fällen wurde jeweils die Plane der LKW aufgeschnitten. Bei zwei weiteren LKW wurden die Heckklappen gewaltsam geöffnet. Zum Teil wurden dann die Verpackungen der jeweiligen Ladungen geöffnet und inspiziert. Die Täter verließen die Rastanlage letztlich jedoch ohne Diebesgut. Der angerichtete Schaden wird auf ca. 1200 Euro geschätzt.

Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Salzbergen unter der Rufnummer (05976)1088 in Verbindung zu setzen.

Salzbergen / Holsterfeld – Erfolgreiches Sicherheitskonzept in Finanznot

Die Ausgangslage im Gewerbegebiet Holsterfeld und dem angrenzenden Güterverkehrszentrum (GVZ) war Ende 2016 dramatisch. Die Polizei verzeichnete dort durchschnittlich etwa drei Straftaten in der Woche. Mit Einführung eines neuartigen Sicherheitskonzeptes, sind die Straftaten in 2017 um etwa 50 Prozent zurückgegangen. Trotz des deutlich messbaren Erfolgs, droht dem Projekt jetzt aus finanziellen Gründen das Aus.

-Firmeneinbrüche und Ladungsdiebstähle von Lkw an der
Tagesordnung-

Die beiden Gewerbegebiete, insbesondere der Autohof inHolsterfeld, haben sich über das Jahr 2016 hinweg zu einemregelrechten Kriminalitätshotspot entwickelt. Überörtlich agierende Tätergruppen hatten sich dort auf Einbruchsdiebstähle in den zahlreichen, direkt an der Autobahn gelegenen Firmen spezialisiert. Darüber hinaus waren auf dem Lkw-Rastplatz wöchentlich Ladungsdiebstähle zu verzeichnen. Die sogenannten „Planenschlitzer“ richteten dabei Sachschäden im sechsstelligen Bereich an. Alleine durch unregelmäßige polizeiliche Bestreifungen des Rastplatzes und
der beiden großen Gewerbegebiete, konnte keine signifikante Verbesserung der Situation erreicht werden.

-Polizei, Gemeinde und Gewerbetreibende entwickeln
Sicherheitskonzept-

Auf Initiative des Leiters der Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim, Karl-Heinz Brüggemann, des Salzbergener Bürgermeisters Andreas Kaiser und Rüdiger Schuma, Geschäftsführer der Firma Krimphoff und Schulte, war es gelungen, ein neuartiges Sicherheitskonzept zu entwickeln. Auf Basis einer Solidargemeinschaft, wurde das private Sicherheitsunternehmen „EVP-exklusiv“ mit der Überwachung und Dauerbestreifung beauftragt. Grundlage des Konzeptes sollte die finanzielle Beteiligung sämtlicher ansässigen Betriebe sein. Obwohl tatsächlich aber weniger als 30 Prozent der von dem Konzept profitierenden Unternehmen finanziell mit eingestiegen sind, ging das Projekt Ende 2016 an den Start.

-Kriminalität halbiert-

Binnen eines Jahres ist die Kriminalität in den Gewerbegebieten und auf dem Lkw-Rastplatz um knapp 50 Prozent zurückgegangen. Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens haben in dieser Zeit exakt 1433 Kontrollfahrten und weitere 1667 Fußstreifen durchgeführt. In 109 Fällen wurden bei ansässigen Unternehmen, egal ob sie sie finanziell beteiligen oder nicht, Sicherheitsmängel festgestellt, behoben und an diese weiter gemeldet. Obwohl die Mitarbeiter in dieser Zeit für die Bestreifung der sonstigen Bereiche nicht zur Verfügung standen, stellen diese Verbesserungsarbeiten eine wichtige Säule des Sicherheitskonzeptes dar.

-Zahlreiche Unternehmen profitieren, ohne sich finanziell zu
beteiligen-

Enrico Haupt, Geschäftsführer des engagierten Sicherheitsunternehmens EVP-exklusiv, teilte Vertretern der Polizei, der Gemeindeverwaltung und der ansässigen Unternehmen am Dienstag mit, dass das Konzept bei der aktuellen Finanzierungssituation nicht weitergeführt werden könne. „Der Betrieb kann mit dem aktuellen Status Quo noch bis Anfang Mai fortgeführt werden. Danach werden wir das Projekt nicht mehr kostendeckend betreiben können.“, so Haupt wörtlich. Nach Auffassung von Karl-Heinz Brüggemann und Bürgermeister Andreas Kaiser, verhalten sich große Teile der ansässigen Gewerbetreibenden äußerst unsolidarisch. „Es ist für uns nicht hinzunehmen, dass hier einige offenbar auf eine Art Mitnahmeeffekt zum Nulltarif spekulieren“, mahnt Brüggemann. Zwar hatten die meisten der „Nichtzahler“ vor einem Jahr angekündigt, sich am Konzept beteiligen zu wollen, geschehen war danach jedoch nichts. „Ohne den Einstieg mehrerer zusätzlicher Unternehmen, werden wir das Projekt einstellen oder konzeptionell stark verschlanken“, so Andreas Kaiser.

-Gespräche mit Unternehmern in den kommenden Wochen-

Polizeichef Brüggemann, Gemeindebürgermeister Kaiser und Unternehmer Rüdiger Schuma kündigten an, in den kommenden Wochen Gespräche mit den Gewerbetreibenden führen zu wollen, die sich aktuell noch nicht beteiligen. Außenstehenden dürfte es kaum zu vermitteln sein, wie ein so erfolgreiches Projekt an ausdrücklich äußerst überschaubaren finanziellen Hürden scheitert.