Öffentlichkeitsfahndung der Polizei NRW nach Einbruch in Dreierwalde

Hörstel – Die Polizei im Kreis Steinfurt wendet sich im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahndung an die Bevölkerung, um einen Einbrecher zu identifizieren. Im Zeitraum von Donnerstag (17.10.2019), 22.15 Uhr, bis Freitag (18.10.2019), 05.45 Uhr, brach ein bislang unbekannter Täter in 48477 Hörstel-Dreierwalde, Hauptstraße 8, in ein Wohnhaus ein. Der Einbrecher nahm neben Wertsachen auch eine Debitkarte mit. Kurz nach der Tatentdeckung, am Freitag (18.10.2019), wurde die Karte gegen 06.12 und 06.14 Uhr eingesetzt. Bei dem maskierten Mann, der das Geld in 32602 Vlotho, Lange Straße 139, im dortigen SB-Center abholte und dabei videografiert wurde, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um den Einbrecher. Dem Täter gelang eine Abhebung von nahezu 3.000 Euro. Bislang führten alle Ermittlungsmaßnahmen in Vlotho und in Steinfurt nicht zu einem Erfolg. Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Hinweise zu der abgebildeten Person. Zeugen melden sich bitte bei der Polizei in Herford, Telefonnummer 05221/8880 oder bei der Polizei in Steinfurt, Telefonnummer 02551/15- 0 -, oder bei jeder anderen Polizeidienststelle. 

 

Kaum Verstöße gegen die Allgemeinverfügungen

Emsland- Die Polizei in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim hat von Samstag auf Sonntag nahezu keine Verstöße gegen die geltenden Allgemeinverfügungen festgestellt. Lediglich in Schüttorf musste eine private Veranstaltung mit 25 Teilnehmern aufgelöst werden. Die Polizei hat die Präsenz im Emsland und der Grafschaft deutlich erhöht. Unterstützt werden die hiesigen Einsatzkräfte dabei von Beamtinnen und Beamten der Bereitschaftspolizei aus Osnabrück. Die Sonderkontrollen werden in den kommenden Tagen rund um die Uhr fortgesetzt.

Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus – Polizei erhöht Präsenz deutlich

 

Auch die Einhaltungs des Verbots auf Spielplätzen wird von Polizei und Kommunen überprüft.
Bild: Polizei Osnabrück

Die Polizeidirektion Osnabrück geht gemeinsam mit den Kommunen jetzt noch konsequenter vor und erhöht noch einmal deutlich die Präsenz. „Die Polizei erhöht ab sofort noch einmal deutlich die Präsenz auf den Straßen“, so Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück. Dies gelte in der gesamten Polizeidirektion, vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln. Es sei wichtig, jetzt umgehend die geltenden Regelungen der Kommunen konsequent durchzusetzen. „Wir werden einschreiten, wenn es erforderlich ist. Die Menschen, die gegen die Regeln verstoßen, gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch viele andere“, so Ellermann.

Ziel der Maßnahme: Die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes können auch Bußgelder verhängt und Straftaten konsequent verfolgt werden. Die Polizei setzt dennoch zuvorderst auf die Vernunft der Menschen. Ellermann appelliert: „Die Lage ist ernst, bleiben Sie zu Hause! Sie schützen dadurch sich und andere – es ist fünf vor zwölf!“

Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Maßnahmen ausreichend befolgt werden oder ob noch weitere einschneidende Regelungen folgen. Wir haben großes Verständnis dafür, dass die Regelungen für die Bevölkerung tiefe Einschnitte bedeuten, es gebe jedoch keine Alternative, so Ellermann.

Im Gebiet der Polizeidirektion Osnabrück leben vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln rund 1,5 Millionen Menschen. Zur Polizeidirektion gehören die Polizeiinspektionen Osnabrück, Emsland/Grafschaft Bentheim, Leer/Emden und Aurich/Wittmund und die Zentrale Kriminalinspektion Osnabrück.

36-jähriger Mann nach Konsum von Kräutermischung gestorben

Anfang Februar ist es im nördlichen Emsland zum Tod eines 36-jährigen Mannes gekommen. Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen und einer durchgeführten Obduktion wurde bekannt, dass der Verstorbene zuvor eine Kräutermischung, sogenannte Legal Highs, konsumiert hat. Diese enthielt eine synthetisch hergestellte Substanz, welche mit großer Wahrscheinlichkeit mitursächlich für den Tod des Mannes gewesen sein könnte.

Bei dieser Substanz handelt es sich um ein synthetisch hergestelltes Cannabinoid, dessen Verkauf und Erwerb nach dem „Neue psychoaktive Stoffe Gesetz“ (NpSG) verboten ist.

In diesem Fall wurden die Legal Highs über einen Online-Shop im Internet bezogen. Beamte der Polizei in Leipzig durchsuchten in der vergangenen Woche die Wohnung eines Ehepaares. Sie stehen in Verdacht mit diesen psychoaktiven Substanzen gehandelt und diese über das Internet verkauft zu haben. Ob der Verstorbene die konsumierte Kräutermischung dort erworben hat, ist ebenfalls Gegenstand der hier laufenden Ermittlungen.

Vor diesem Hintergrund warnt die Polizei eindringlich vor dem Erwerb und insbesondere dem Konsum von Kräutermischungen und ähnlichen Produkten. Diese bergen ein erhebliches Risiko, können schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen und bis zum Tode führen.

Weiterführende Informationen finden sich auch im Internet unter: https://www.lka.polizei-nds.de/praevention/aktuellewarnmeldungen/warnung-vor-dem-konsumvon-legal-highs-114281.html

Besserer Schutz für Polizisten und Unbeteiligte: Polizeidirektion Osnabrück setzt auf den Einsatz von Bodycams

Die Polizeidirektion Osnabrück setzt ab sofort flächendeckend Körperkameras im täglichen Dienst als Einsatzmittel ein. Das teilte Polizeirat Volker Scholz, Dezernatsleiter Einsatz und Verkehr in der Direktion, heute (24.01.2020) in einem Pressegespräch in Osnabrück mit.

Die neue Bodycam wurde heute in der Polizeidirektion Osnabrück vorgestellt.
Bild: Polizeidirektion Osnabrück

Scholz: „Eines unserer Ziele ist es, durch den verstärkten Einsatz der Bodycams Übergriffe auf Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte durch eine präventive und abschreckende Wirkung zu reduzieren.“ Ebenfalls soll der Einsatz der Bodycams unter den gleichen Gesichtspunkten den Schutz Dritter verbessern. Seit Ende Dezember 2019 stehen den Beamten in den operativen Einsatzbereichen der Polizeiinspektionen Leer/Emden, Emsland/Grafschaft Bentheim, Osnabrück und Aurich/Wittmund 16 neue Bodycams zur Verfügung. 56 weitere Bodycams sind bestellt und werden im 1. Quartal 2020 ausgeliefert. Jeder Einsatz- und Streifendienst, bzw. jedes Polizeikommissariat, ist dann mit mindestens vier Kameras ausgestattet.

In den vergangenen Jahren hat die Gewalt gegen Amtsträger in der Qualität und in der Intensität zugenommen. Die Polizeidirektion Osnabrück verzeichnete im Jahr

2018 insgesamt 502 Fälle im Phänomen-Bereich Gewalt gegen Polizeibeamte. Dabei wurden 1040 Kolleginnen und Kollegen im Dienst Opfer einer Straftat – 173 von ihnen leicht oder gar schwer verletzt. Für das Jahr 2019 verzeichnet die Polizeidirektion einen Anstieg sowohl bei den Fallzahlen als auch bei den verletzten Polizisten. Konkrete Zahlen werden erstmals bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik durch das Innenministerium vorgestellt. „Die Kolleginnen und Kollegen sehen sich täglich mit aggressivem und respektlosem Verhalten konfrontiert. Der Einsatz der Bodycam führt zu einer unveränderten Dokumentation der jeweiligen Situation und dient dabei als objektives Beweismittel im Strafverfahren“, so Scholz.

Sofern es zu Übergriffen und Widerstandshandlungen kommt, können die Aufzeichnungen also als Beweismittel dienen. Insbesondere die präventive Wirkung, die von dem neuen Ein-satzmittel ausgeht, ist von großer Bedeutung.

„Auch die Erfahrungen aus einem bereits 2016 gestarteten Pilotprojekt in Emden, Aurich und Osnabrück haben gezeigt, dass die Bodycam zur Deeskalation beitragen kann“, erklärte Scholz.

Der offene und vorher angekündigte Einsatz der Körperkameras wird gerade auch in Einsatzsituationen des täglichen Dienstes wie Anhalte- und Kontrollsituationen eingesetzt. Die neue Videotechnik wird ausschließlich von Einsatzkräften genutzt, die ein gut sichtbares Hinweis-schild mit der Aufschrift „Videoaufzeichnung“ an ihrer Uniform tragen. „Wir setzen auf ein hohes Maß an Transparenz beim Einsatz der Bodycams, insbesondere in konkreten Einsatzsituationen. Zusätzlich dient der Einsatz der Nachvollziehbarkeit, aber auch der Überprüfbarkeit polizeilicher Maßnahmen in Bezug auf ein professionelles, einsatzadäquates Verhalten“, so Scholz.

Die mit einem hohen technischen Standard ausgestattete Bodycam vom Typ „Zepcam T2+“ kostet rund 380 Euro. „Die Bodycam verfügt über eine sogenannte Pre-Recording-Funktion. Diese beinhaltet eine 30 Sekunden lange Aufzeichnung im Bereitschaftsmodus, die sich durchgängig selbst überschreibt, bis die Kamera für eine konkrete Aufzeichnung aktiviert wird. So ist gewährleistet, dass relevante Situationen auch in ihrer Entstehung bereits dokumentiert sind“, schilderte Polizeioberkommissar Patrik Pieper, der für die Beschulung in der Polizeiinspektion Osnabrück zuständig ist und die Bodycam heute praktisch vorgeführt hat. Die Pre-Recodings werden also nur gespeichert, wenn auch tatsächlich aufgenommen wurde. Alle Aufnahmen werden nach einer Frist von 28 Tagen automatisch gelöscht, wenn sie nicht als Beweismittel benötigt werden. Die rechtlichen Bedingungen des Bodycam-Einsatzes sind somit uneingeschränkt gewährleistet. In den Inspektionen der Polizeidirektion Osnabrück werden die Bodycams nur von Beamtinnen und Beamten eingesetzt, die zuvor eine entspre-chende Beschulung erhalten haben. Diese umfasst die technischen Aspekte sowie die rechtlichen Voraussetzungen. Aus dem im Mai 2019 in Kraft getretenen neuen Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsgesetz (NPOG) ergeben sich die rechtlichen Voraussetzungen für den Einsatz der Bodycams. Gemäß § 32 Abs. 4 NPOG kann die Polizei unter bestimmten Bedingungen zur Gefahrenabwehr oder zur Verfolgung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten durch am Körper getragene Aufzeichnungsgeräte Bild- und Tonaufnahmen offen im öffentlichen Raum anfertigen.

Messingen – Unfall am Neujahrsmorgen

 Messingen- Am Neujahrsmorgen kam es gegen 03:45 Uhr auf der Beestener Straße zu einem Verkehrsunfall. Ein 20-jähriger Mann wurde dabei schwer verletzt. Ein 20-jähriger Autofahrer fuhr gemeinsam mit zwei weiteren Insassen die Beestener Straße in Richtung Messingen. Nachdem er ein Auto überholte, kam er mit seinem Fahrzeug nach links von der Straße ab und touchierte zwei Bäume. Ein 20-jähriger Mitfahrer zog sich durch den Unfall schwere Verletzungen zu und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Die 19 Jahre alte Beifahrerin wurde leicht verletzt. Es ergaben sich Hinweise, dass der Verursacher zum Unfallzeitpunkt unter Alkoholeinfluss stand. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Zudem besitzt er keinen Führerschein. Der durch den Unfall entstandene Sachschaden wird auf ca. 10000 Euro geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Kind angefahren und anschließend geflüchtet- Polizei sucht Zeugen

Freren  – Am Mittwochmittag ist es auf dem Zebrastreifen der Bahnhofstraße, Ecke Kirchwallstraße, zu einem Verkehrsunfall gekommen. Gegen 12.30 Uhr wurde dort ein elfjähriges Mädchen von einem bislang unbekannten Verursacher angefahren. Die Schülerin war zunächst von ihrem Fahrrad abgestiegen und hatte die Straße auf dem Zebrastreifen überquert. Zeitgleich näherte sich ein helles Auto mit offenbar stark überhöhter Geschwindigkeit. Das Fahrzeug mit EL-Kennzeichen stieß trotz Vollbremsung mit dem Mädchen zusammen. Sie stürzte zu Boden und erlitt mehrere leichte Verletzungen. Der Fahrer des hellen Autos beschleunigte stark und fuhr in Richtung Markt davon. Ohne sich um das verletzte Kind zu kümmerte. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer (05902)93130 bei der Polizei Freren zu melden.

POL-EL: Freren – Einbruch in Bücherei

Freren (ots) – Bislang unbekannte Täter sind in der Nacht zu
Sonntag in die Bücherei an der Goldstraße eingedrungen. Sie brachen
die Eingangstür auf und durchsuchten mehrere Räume nach Wertsachen.
Nach bisherigen Erkenntnissen erbeuteten sie Bargeld im niedrigen
dreistelligen Bereich. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer (05977)929210 bei der Polizei Spelle zu melden.

Einbruch in Bäckerei in Spelle-Polizei sucht Zeugen

Heute Nacht brachen bislang unbekannte Täter in eine Bäckerei in der Ringstraße ein. Sie hebelten eine Tür auf und begaben sich in die Backstube. Es wurde ein ca. 400 kg schwerer Tresor gestohlen. In dem Tresor befand sich Bargeld. Zum Abtransport dürften die Täter ein größeres Fahrzeug verwendet haben. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Spelle unter der Rufnummer (05977)929210 in Verbindung zu setzen.

12-Jähriger Radfahrer nach Unfall im Krankenhaus verstorben

Bawinkel  – Ein 12-jähriger Radfahrer ist heute Mittag bei einem Unfall auf der B 213 lebensgefährlich verletzt worden. Der Junge war mit seinem Fahrrad auf der Eschstraße unterwegs, als er die Bundesstraße überqueren wollte. Dabei übersah er das Auto einer 75-jährigen Frau. Der PKW erfasste den Jungen, der 12-Jährige stürzte und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Meppen gebrachten, wo der 12-Jährige aufgrund seiner schweren Verletzungen am Nachmittag verstarb.

Motorradfahrer bei Unfall in Freren tödlich verletzt

Freren. Ein 19-jähriger Motorradfahrer aus Freren ist am Freitagabend gegen 22.40 Uhr bei einem Verkehrsunfall auf der Umgehungsstraße (Bundesstraße 214) zwischen Freren und Thuine ums Leben gekommen. Ein 18-jähriger Kradfahrer, ebenfalls aus Freren, wurde schwer verletzt. Nach ersten Recherchen der Polizei und Zeugenaussagen hätten sich die beiden Motorradfahrer bei einem Überholmanöver berührt. Der 19-Jährig stürzte mit seiner Maschine und geriet unter die Leitplanken. Dabei zog er sich tödliche Verletzungen zu. Der 18-jährige Motorradfahrer stürzte und wurde schwer verletzt. Er kam notärztlich versorg in das Krankenhaus nach Thuine. Die Maschine des 19-Jährigen hatte Feuer gefangen und wurde von einem beherzt eingreifenden Lkw-Fahr gelöscht. Für die Rettungsarbeiten und Ermittlungen der Polizei wurde die Unfallstelle von der Freiwilligen Feuerwehr aus Freren ausgeleuchtet. Da die B 214 bis gegen 03 Uhr gesperrt war, bildeten sich in beiden Fahrtrichtungen lange Rückstaus.

Mann zeigt sich nackt – Polizei sucht Zeigen

Spelle- Ein Exhibitionist zeigte sich gestern Abend gegen 17:50 Uhr zwei jungen Mädchen in der Straße „Brink“. Der unbekannte Mann entblößte sich vor den Mädchen und manipulierte an seinem Geschlechtsteil. Die Mädchen liefen davon und holten Hilfe bei älteren Jungs. Als diese ihn zur Rede stellten, flüchtete der Mann mit einem Fahrrad in unbekannte Richtung. Der Mann soll zwischen 30 und 40 Jahre alt und ca. 180 cm groß sein. Er habe kürzeres dunkles Haar und eine eher korpulente Figur. Er trug eine Brille und war mit einem pinkfarbenen T-Shirt, einer blauen Jeans, schwarzen Schuhen und einem schwarzen Cap bekleidet. Der Exhibitionist ist mit einem schwarzen Fahrrad mit auffallendem hellen Sattelfell davongefahren. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Spelle unter der Rufnummer (05977)929210 in Verbindung zu setzen

Betrunkener beschädigt fahrendes Auto

Lünne  – Ein 25jähriger Mann aus Lingen hat in der Nacht zu Dienstag in Lünne für eine gefährliche Situation auf der Lingener Straße gesorgt. Der mit über zwei Promille extrem betrunkene Fußgänger riss gegen 1 Uhr einen Leitpfosten aus dem Boden und warf ihn vor ein in Richtung Lingen fahrendes Auto. Am Fahrzeug entstand Sachschaden. Die beiden Insassen des VW Golf kamen mit dem Schrecken davon. Der 25jährige war der Auffassung, dass das Auto zu schnell gewesen sei. Er wird sich nun nach dieser extrem gefährlichen Aktion wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten müssen.

Spelle – Verwaltungsspitzen des Südkreises im Dialog mit der Polizei

v.l.: Andreas Kaiser, Berhard Overberg, Matthias Lühn,Sonja Ahrend, Klaus Albers, Helmut Knieper, Karl-Heinz Brüggemann, Bernhard Hummeldorf

Spelle  – Am Donnerstagnachmittag haben sich die vier Südkreisbürgermeister und die Erste Stadträtin der Samtgemeinde Freren mit Vertretern der Polizei getroffen. Karl-Heinz Brüggemann, Leiter der Polizeiinspektion Emsland Grafschaft Bentheim, stellte gemeinsam mit Helmut Knieper, dem Leiter der Polizeistation Spelle, die aktuellen Statistiken vor. „Sicherheit ist ein hohes Gut“, sagte Brüggemann. „Gerade deshalb ist es auch richtig und wichtig, dass wir uns traditionell in diesem Kreise treffen und austauschen“, so Brüggemann weiter. Festzustellen ist, dass sich der Landkreis Emsland gerade in Bezug auf die Zahl schwerer Verkehrsunfälle auf einem vergleichsweise hohen Niveau befindet. Erfreulich hat sich in diesem Zusammenhang allerdings die Zahl der tödlich Verletzten entwickelt. Während es im gesamten Emsland und in der Grafschaft Bentheim historisch niedrige 19 Getötete gab, waren es im Altkreis Lingen ebenfalls lediglich zwei. Erfreulich ist aber vor allem auch der anhaltende Rückgang der Straftaten im Altkreis Lingen. Während in 2016 dabei zwar noch steigende Zahlen im Bereich der Wohnungs- und Firmeneinbrüche verzeichnet wurden, nahm auch diese Zahl in 2017 deutlich ab. Einen Kriminalitätsschwerpunkt stellt nach wie vor das Gewerbegebiet und der Rastplatz Holsterfeld an der A30 dar. Auf Initiative der Polizei, der Gemeinde Salzbergen sowie einiger dort ansässiger Unternehmen wurde dort vor einem Jahr ein privater Sicherheitsdienst installiert. Das Straftatenaufkommen hat sich dort seither halbiert. Neben der Unfall- und Kriminalitätssituation in den Gemeinden waren Präventionsprojekte, Strukturthemen der örtlichen Polizeidienststellen und allgemeine Sorgen der Bürger Themen des etwa zweistündigen Gespräches.

32 Jähriger leistet Widerstand gegen Polizeibeamte

Lingen  – Ein 32 jähriger alkoholisierter Mann leistete in der Nacht zu Sonntag im Bereich der Innenstadt und in der Polizeidienststelle erheblichen Widerstand gegen Polizeibeamte. Nach einem anfänglichen Streit innerhalb einer fünfköpfigen Personengruppe im Alter zwischen 18 und 32 Jahren kam es vor der Sparkasse beim Marktplatz zu Schubsereien und Steinwürfen. Ein 26 jähriger Algerier wollte einen Streit schlichten und warf dabei mehrere faustgroße Steine. Er traf einen 18 jährigen Mann am Knie. Dieser erlitt leichte Knieverletzungen. Daraufhin stieß der 32 Jährige den 26jährigen Algerier mit einem Bruststoß zu Boden. Der 26 Jährige erlitt hierdurch Schmerzen im Brustbereich. Die eingesetzten Polizisten wurden während der Sachverhaltsaufnahme mehrfach durch den 32 Jährigen gestört. Er zeigte sich durchgehend verbal aggressiv. Ein ausgesprochener Platzverweis wurde nicht eingehalten. Da der 32 Jährige weiterhin extrem aggressiv gegenüber dem 26 Jährigen und den Polizeibeamten war, wurde er zur Durchsetzung des Platzverweises und Verhinderung weiterer Körperverletzungen in Gewahrsam genommen. Beim Transport zur Polizeidienststelle kam es während des Einsteigens in den Streifenwagen zu diversen Fußtritt- und Spuckversuchen gegen die Polizisten. In der Polizeidienststelle sperrte er sich massiv gegen die polizeilichen Maßnahmen und versuchte einen Polizeibeamten zu schlagen. Verletzt wurde hierdurch niemand. Den Rest der Nacht verbrachte er in der Gewahrsamszelle der Polizei und wurde am Sonntagmorgen nüchtern und wieder friedfertig entlassen. Bei der Überprüfung des 26jährigen Algeriers stellte sich heraus, dass gegen ihn ein offener Haftbefehl bestand. Er wurde daraufhin von den Polizeibeamten festgenommen.

Polizei übt Ernstfall in der Hänsch-Arena in Meppen ( Mit Video)

Meppen  – Eine Einsatzhundertschaft bestehend aus Beamtinnen und Beamten des Emslandes, der Grafschaft Bentheim und des Landkreises Osnabrück, hat am Mittwoch eine Großübung mit etwa 180 Teilnehmern durchgeführt. In unterschiedlichen Sequenzen wurde dabei zum Beispiel der Einsatz gegen randalierende Fußballfans trainiert. Um ein möglichst realistisches Grundszenario zu ermöglichen, fanden Teile der Übung im Stadion des Fußballdrittligisten SV Meppen statt.

Junger Polizeinachwuchs spielt Hooligans

Eines lässt sich bei Übungen wie dieser dann doch eben doch nur bedingt originalgetreu simulieren; anders als im Echtfall waren die Fußballfans im Gästeblock ebenfalls ausschließlich Polizeibeamte. Die jungen Kolleginnen und Kollegen waren im Vorfeld instruiert worden, sich möglichst nah an ihren „Vorbildern“ aus der gewaltorientierten Hooliganszene zu orientieren. So dann auch geschehen.

Übungsszenen erinnern an Relegationsspiel gegen Waldhof Mannheim

Die Übung beginnt: Nach einer strittigen Spielentscheidung flogen plötzlich Gegenstände aus dem Gästeblock auf das Spielfeld. Zeitgleich werden mehrere bengalische Feuer und Rauchtöpfe gezündet. Eine größere Gruppe steigt über den Zaun und versucht das Spielfeld zu stürmen. Binnen weniger Sekunden war die Polizei aber bereits zur Stelle. Vor dem Gästeblock wurde eine Polizeikette aufgebaut. Die Randalierer konnten damit erfolgreich daran gehindert werden, unkontrolliert auf das Spielfeld zu gelangen. Die Einsatzkräfte werden weiter angegriffen und mit Gegenständen beworfen. Einzelne Hooligans lassen sich von den zahlreichen Polizisten nicht beeindrucken und suchen die direkte Konfrontation. Zum Schutz der Beamtinnen und Beamten kommen nun Diensthunde zum Einsatz. Nachdem sich die Unbelehrbaren auch durch die Anwesenheit der Polizeihunde nicht beruhigen ließen, wurden die hochmotivierten Vierbeiner gegen diese eingesetzt. Obwohl die Hunde, wie bei solchen Übungen üblich, mit angelegtem Maulkorb auf die Angreifer losgingen, gelang es ihnen, die speziell geschützten Schauspieler mit beeindruckender Urgewalt außer Gefecht zu setzen. Die Situation war unter Kontrolle, der Einsatz geglückt. Mögen Teile der Übung für den Außenstehenden auch recht konstruiert erscheinen, bewegen sie sich doch äußerst nah an der Realität. Erst vor einigen Monaten war es beim Relegationsrückspiel zum Aufstieg in die Dritte Liga zu vergleichbaren Vorfällen mit Hooligans des SV Waldhof Mannheim gekommen.

Auch zukünftig denkbare Szenarien geprobt

Nicht nur bereits erlebtes, sondern eben auch zukünftig denkbare Einsatzsituationen wurden am Mittwoch simuliert. Weil ein Ordner im Block von Gästeanhängern angegriffen und festgehalten wurde, mussten Teile der Hundertschaft in den Block eindringen und den Ordner befreien und in Sicherheit bringen. Gerade bei solch heiklen Einsatzsituationen sind gegenseitiges Vertrauen und ein identischer Ausbildungs- und Übungsstand enorm wichtig. Neben den Einsatzszenarien stand zusätzlich Grundlagenausbildung auf dem Programm. Dabei wurde sowohl klassische Formalausbildung mit belastenden Laufeinheiten, als auch die Erfassung, Identifizierung und Erstbearbeitung von Mitgliedern größerer Gruppen geprobt.

Inspektionsleiter und Bürgermeister als Übungsbeobachter

Neben interessierten Kolleginnen und Kollegen der Polizeidirektion Osnabrück, wohnten auch Inspektionsleiter Karl-Heinz Brüggemann und Meppens Bürgermeister Helmut Knurbein der Großübung bei. „Gerade mit dem Aufstieg des SV Meppen in die Dritte Liga hat sich die Einsatzbelastung und damit auch der Fortbildungsbedarf für unsere Hundertschaft deutlich erhöht“, so der Leitende Polizeidirektor Brüggemann. Bürgermeister Knurbein sei froh über die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Stadt Meppen und der Polizei im Emsland. „Die nun dem Ende entgegengehende Saison hat gezeigt, wie wichtig das funktionierende Zusammenspiel zwischen Stadt, Polizei und Verein in Fußballfragen tatsächlich ist“, so Knurrbein.