Das Feuerwehrmuseum in Salzbergen erhält neues Gebäude

Salzbergen. Für das Feuerwehrmuseum in Salzbergen gab es ein schönes Weihnachtsgeschenk. Der Gemeinderat hat einhellig grünes Licht für den Neubau des Feuerwehrmuseums gegeben, der schon lange auf dem Wunschzettel des Museumsvereins gestanden hat. Dafür hat der Rat in den kommunalen Haushalt 2019 zunächst 870.000 Euro brutto eingestellt. Die Gemeinde rechnet mit Zuschüssen vom Land Niedersachsen und dem Landkreis Emsland in Höhe von über 500.000 Euro. Für das Museum sollen für die zahlreichen Ausstellungsstücke eine Werkstatt und ein Depot gebaut werden. Der Neubau soll auf einem kommunalen Grundstück im Bereich der Ortskernentlastungsstraße entstehen. Das Feuerehrmuseum ist derzeit beengt in einem maroden Gebäude am Overhuesweg untergebracht. Wie Salzbergens Kämmerer Dirk Vogt erklärte habe, sei der Museumsverein seit Jahren vertröstet worden. Die Gemeinde könne sich nun aber das Projekt finanziell erlauben. Gebaut werden solle laut Beschluss des Gemeinderates eine Halle mit einer Fläche von mehr als 800 Quadratmetern. Sollte die Halle irgendwann einmal nicht mehr für das Museum benötigt werden, wolle die Gemeinde evtl. das Gebäude auch anderweitig nutzten. Frank Elling von der CDU-Mehrheitsfraktion und Christian Otten von der SPD unterstützten den Vorstoß der Verwaltung. Das ehrenamtlich geführte Feuerwehrmuseum genieße einen guten Ruf und sei ebenso ein Werbeträger für die Gemeinde Salzbergen, meinte der Marcus Droste vom Vorstand des Museumsvereins. Es werde vom Feuerwehrmuseumsverein Freiwillige Feuerwehr Salzbergen getragen und sei eines von rund 40 Museen dieser Art bundesweit. Hier würden dann auf 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche Feuerwehrfahrzeuge, Drehleitern, Handdruckspritzen und mehrere Tausende Exponate aus 300 Jahren Feuerwehrgeschichte präsentiert. Das Prunkstück sei dabei die pferdegezogene Dampfdruckspritze von 1901. Sie werde umrahmt  von einer umfangreichen Sammlung alter Helme und Uniformen. Das Feuerwehrmuseum verstehe sich als Galerie zum Anfassen und Mitmachen, in dem sich Besucher aktiv beteiligen könnten und klare Informationen zum vorbeugenden Brandschutz erhalten würden. 1987 gegründet sei das Museum Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Feuerwehrmuseen und sei im Januar 2017 durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit dem Museumsgütesiegel Niedersachsen geehrt worden. Im September 2017 habe das Museum vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium die Auszeichnung erhalten, besonders kinder- und familienfreundlich zu sein.

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