Die Polizei warnt eindringlich vor dem Konsum von sogenannten Legal Highs

Pressemitteilung

Legal Highs werden von den meist jungen Konsumenten völlig unterschätzt. Sie werden als Kräutermischung, Badesalz oder ähnliches deklariert und als angeblich legale Alternative zu herkömmlichen illegalen Drogen angeboten. Die harmlos wirkenden Produkte enthalten jedoch meist ebenfalls Betäubungsmittel oder ähnlich wirkende chemische Wirkstoffe, die auf den bunten Verpackungen nicht ausgewiesen werden. Konsumenten rauchen, schlucken oder schniefen die Produkte zu Rauschzwecken. In Deutschland sind laut Bundeskriminalamt (BKA) mittlerweile mehr als

1500 Legal-High-Produkte mit rund 160 verschiedenen neuen psychoaktiven Wirkstoffen bekannt. Der Erwerb der Substanzen erfolgt oftmals über das Internet. Am vergangenen Wochenende konsumierte ein 24-jähriger Mann in Emsdetten eine als Kräutermischung bezeichnete Substanz. Er hatte sie in einen sogenannten Bong, eine Art Wasserpfeife, gegeben und den Rauch eingeatmet. Unmittelbar danach verlor er völlig die Orientierung, fiel auf den Boden und war nicht mehr in der Lage, sich auf den Beinen zu halten. Die anwesende Freundin rief daraufhin die Polizei zu Hilfe. Den eintreffenden Polizeibeamten bot sich ein erschreckendes Bild. Der 24-Jährige lag im Zimmer auf dem Boden. Sämtliches Mobiliar war im Zimmer verstreut.

Der Mann redete wirres Zeug und sein Körper machte unkontrollierte Bewegungen. Der hinzugerufene Notarzt konnte ihn erst behandeln, nachdem er von den Polizeibeamten und den Rettungssanitätern fixiert worden war. Er wurde anschließend mit einem Krankenwagen in die Uniklinik Münster gebracht, wo er auf der Intensivstation behandelt werden musste. Die Polizei warnt dringend vor dem Konsum dieser Produkte. Die Konsumenten wissen nicht, welchen Wirkstoff sie sich in welcher Konzentration zuführen. Daraus ergeben sich unkalkulierbare Gesundheitsgefahren. Die Wirkung und Nebenwirkungen der oft unerforschten Substanzen können nicht eingeschätzt werden.

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