Ehemalige Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma zu Haftstrafen verurteilt

Bu po verhaftet und in Zelle

Lingen. Am Freitagmorgen hat das Amtsgericht die ehemalige Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma wegen gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung zu Haftstrafen verurteilt. Die beiden Wachleute sollen im Dezember 2015 in einer Lingener Unterkunft drei Flüchtlinge aus Pakistan in eine Umkleidekabine eingesperrt und nacheinander geschlagen und misshandelt haben. Wegen einer Vorstrafe muss der 36-Jährige Angeklagte zwei Jahre und drei Monate in Haft. Der 28-Jährige Angeklagte muss zunächst nicht ins Gefängnis, da er zwei Jahre auf Bewährung erhielt. Ein Gerichtssprecher teilte mit, dass sich bei ihm strafmildernd ausgewirkt habe, dass er bisher nicht vorbestraft sei und die Vorwürfe teilweise eingeräumt habe. Mit dem Strafmaß sei das Gericht weit über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinausgegangen. Der Vorsitzende Richter begründete das Urteil damit, dass es sich bei der Tat um „Folter“ gehandelt habe. Das Gericht habe sich bei der Urteilsfindung auf die Aussagen der Opfer Indizien gestützt.

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