Ein Zug voller Sternsinger Dank an die Sternsinger – Kirchengemeinden pilgern nach Köln

Mit über 120 Kindern und etlichen Begleitern hat die Pfarreiengemeinschaft Spelle eine Tagesfahrt nach Köln unternommen. Der Ausflug in die Stadt am Rhein war ein Dankeschön für den Einsatz der Kinder bei der Sternsingeraktion.

Spelle- Das Ziel der Reise in den Zeugnisferien war der Dreikönigsschrein im Kölner Dom, in dem sich die Reliquien der drei Weisen aus dem Morgenland befinden, die das Jesuskind an der Krippe besuchten und der Tradition nach Caspar, Melchior und Balthasar genannt werden.

Neben dem Besuch des Doms und der Domschatzkammer konnten die Teilnehmer im Schokoladenmuseum erleben, wie aufwendig die Herstellung der Lieblingssüßigkeit der Deutschen ist. Der Schokobrunnen am Ende des Besuchergangs, an dem nach Herzenslust das noch flüssige Gut probiert werden kann, bekam von den Kindern die größte Aufmerksamkeit.

„Bei dieser Fahrt handelt es sich nicht um eine Besichtungstour“, erläutert Pastoralreferent Dominik Witte den Hintergrund. Vielmehr sei es eine Wallfahrt, eine Reise mit religiösem Motiv. Deshalb endete der Tag in Köln mit der gemeinsamen Heiligen Messe unter der Leitung von Pfarrer Ludger Pöttering am Dreikönigsschrein, in dem die Knochen der Weisen aus dem Morgenland liegen, bevor sich die Gruppe mit dem Zug auf den Rückweg machte.

Diese Form der Danksagung mit einer geistlichen Fahrt, durch die die Pfarreiengemeinschaft Spelle sich auszeichnet, findet alle drei Jahr für die Teilnehmer der Sternsingeraktion statt.

Ein Mal im Jahr ziehen Kinder und Jugendliche nicht nur in der Pfarreiengemeinschaft Spelle, sondern in ganz Deutschland rund um den Dreikönigstag am 06.01. durch die Straßen und bringen den Segen für das neue Jahr in die Häuser. Dabei sammeln sie Geld für Spendenprojekte des Kindermissionswerks und unterstützen die Arbeit gegen Kinderarmut auf der ganzen Welt.

In den Kirchengemeinden Spelle, Schapen, Lünne und Venhaus wurden in diesem Jahr von den etwa 250 Sternsingern über 14.000 Euro gesammelt, was ein großer Erfolg ist, wie die Verantwortlich betonen.

Die Wallfahrt nach Köln, die unter dem Leitwort „Kommt und fahrt!“ stattfand, steht im Zusammenhang des Jahresmottos der Pfarreiengemeinschaft, das „Kommt und seht!“ heißt. Das Motto knüpft an die Worte Jesu an, mit denen er seine Jünger nach Hause einlädt. Verschiedenste Veranstaltungen bieten bis Dezember die Möglichkeit, sich mit seiner Botschaft zu beschäftigen, Gemeinschaft zu erleben oder Ruhe zu finden.

„Die genaue Überschrift der jeweiligen Veranstaltungen ist von ‚Kommt und seht!‘ abgeleitet und lautet beispielsweise: Kommt und hört, bleibt, esst, lacht, pilgert oder ruht aus“, erklärt Witte die Konzeption des Jahresprogramms, die gemeinsam mit Vertretern aus den Pfarrgemeinderäten erarbeitet wurde.

Nachdem die Fahrt nach Köln den Kindern und ihren Betreuern große Freude bereitet hat, bleibt gespannt abzuwarten, welche Wege in der Pfarreiengemeinschaft Spelle in den nächsten Monaten gegangen werden, um der Einladung Jesu „Kommt und seht“ nachzufolgen.

Heilige Messe an einem besonderen Ort: Pfarrer Ludger Pöttering im Gottesdienst vor dem Dreikönigsschrein

Vom Dom herunter zum Bahnhof: Die Eltern und Begleiter der Kinder bringen den großen Tross über die Treppen zurück zum Bahnhof.

Anstehen am Schoko-Brunnen: Der Andrang zum Probieren der Köstlichkeit im Schokolandemuseum war groß.

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