Absolventin Elisa Reeker unterstützt die Flüchtlingsarbeit in der Samtgemeinde Spelle

Spelle – Um die Integration der Flüchtlinge in der Samtgemeinde Spelle noch stärker voranzutreiben, wurde erstmals in diesem Bereich ein Bundesfreiwilligendienst eingerichtet. Elisa Reekers aus Spelle-Varenrode nutzt diese Stelle, die in dieser Form in der Region einmalig ist, nach dem Abitur, um die Arbeit mit Menschen stärker kennenzulernen und sich in der Flüchtlingsarbeit einzubringen.

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Neu geschaffen wurde eine Stelle des Bundesfreiwilligendienstes für die Flüchtlingsarbeit in der Samtgemeinde Spelle. Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf (li.), Manfred Rietmann (Fachbereichsleiter Arbeit & Soziales) und Angela Müller (Fachbereichsleiterin Allgemeine Verwaltung) begrüßen Elisa Reekers (2.v.l.), die als erstes diese Stelle belegt.

Insgesamt leben rd. 220 Flüchtlinge in der Samtgemeinde. „Es ist eine enorme Hilfe und großes Glück, dass sich hilfsbereite Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit einsetzen. Ohne diese Unterstützung wäre die Integration in dieser Form nicht möglich“, unterstrich Manfred Rietmann, Fachbereichsleiter Arbeit & Soziales. Um die Unterstützung der Hilfe suchenden Menschen noch weiter auszubauen, wurde nun erstmals eine Stelle des Bundesfreiwilligendienstes mit Flüchtlingsbezug eingerichtet. Zu den Aufgaben gehören die Betreuung und Unterstützung bei der Unterbringung und Versorgung sowie im Bildungsbereich, beispielsweise mit Kindergärten und Schulen, die Integration in den Alltag sowie in den Freizeitbereich, aber auch die Koordination des bürgerschaftlichen Engagements, wie Spendensammlungen und die Einsatzplanung von Ehrenamtlichen. „Elisa Reekers hat schon viele Erfahrungen gesammelt, die sicherlich in die neue Arbeit mit einfließen“, freute sich Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf auf die künftige Zusammenarbeit. Die 18-jährige Abiturientin hat als Schülerin ein zwei-wöchiges Praktikum beim SKM Lingen absolviert und dort erste Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe gesammelt. Zudem ist Reekers auch ehrenamtlich stark in ihrem Heimatort engagiert. So ist sie Betreuerin im jährlichen Zeltlager des Sportvereins Schwarz-Weiß Varenrode und leitet ferner eine Mädchengruppe. „Die Arbeit mit Menschen macht mir einfach Spaß. Die ersten Begegnungen mit den Hilfe suchenden Menschen waren schon sehr interessant“, berichtete Reekers von den ersten Tagen und ergänzte: „Viele Flüchtlinge kennen mich mittlerweile und sprechen mich auch schon direkt an, wenn sie Fragen haben.“ In den nächsten Monaten wird sie in der Begegnungswerkstatt „RingTreff“ mitarbeiten, aber auch andere Bereiche kennenlernen, wie beispielsweise bei der Unterstützung der Schulsozialarbeit in der Ludgerus-Grundschule Schapen. In den ersten Tagen hat sie darüber hinaus im Zuge der Ferienaktion das Sprachcamp der Samtgemeinde Spelle begleitet. Nach der halbjährigen Tätigkeit im Bundesfreiwilligendienst folgt ein Aufenthalt in Irland, bevor sie anschließend ein duales Bachelor-Studium der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege belegen möchte. Dabei wird sie gewiss von den gesammelten Erfahrungen während des Bundesfreiwilligendienstes profitieren.

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