Emsländischen Jugendfeuerwehren wagen Experiment Schwarzlicht ein Instrument für gute Jugendarbeit

Die Arbeit der emsländischen Jugendfeuerwehren, die nicht ausschließlich eine Nachwuchsorganisation der freiwilligen Feuerwehren sind, sondern Jugendorganisationen (freie Träger der Jugendhilfe) mit einem Teil feuerwehrtechnisch orientierter Jugendarbeit und einem ebenso großen Teil freier Jugendarbeit, hat gerade in der heutigen Zeit an Bedeutung gewonnen. Daher ist eine Aus- und Fortbildung der rund 250 Jugendgruppenleiter im Emsland auf einem einheitlichen, qualitativ hohen Niveau erforderlich. Aus diesem Grund hat die Kreisjugendfeuerwehr Emsland kürzlich eine Multiplikatorenschulung in der Feuerwehrtechnischen Zentrale Sögel durchgeführt.Ziel war es, die ehrenamtlichen Gruppenleitern fit für ihre Arbeit zu machen, da die Schulung rechtliche, pädagogische und psychologische Grundlagen vermittelte, die für die Betreuung von Kinder- und Jugendgruppen unabdingbar sind. So wurden Themenschwerpunkte, wie Pädagogik und Rechtsgrundlagen in der Arbeit mit Jugendlichen, Anforderungen an einen Jugendgruppenleiter und Kindeswohlgefährdung angesprochen.

besonderen Raum nahm das Thema Erlebnispädagogik ein. Um die bisherige Jugendarbeit adressatengerechter zu gestalten, neue Zielgruppen anzusprechen sowie um sich mit anderen Jugendorganisationen zu vernetzen hat die Kreisjugendfeuerwehr Emsland finanzielle Unterstützung aus dem Förderprogramm Generation³ des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung erhalten. Dank der Förderung kann experimentiert werden, in welcher Form und unter welchen Voraussetzungen Schwarzlicht die emsländischen Jugendarbeit aufwerten kann. In Kooperation mit der Jugendpflege und dem Präventionsteam der Gemeinde Westoverledingen, die bereits einschlägige Erfahrungen in dem Bereich Blacklightsports in der Jugendarbeit haben, lag es daher auf der Hand, mit den angeschafften Materialen wie fluorisierende Klebebänder, UV-Schminke und Farbe sowie Schwarzlichtstrahler, Neonbällen, Neongarn und vieles mehr ausgiebig zu experimentieren. Im Vordergrund stand dabei das Selbermachen und -erleben durch eigenes Ausprobieren. Bereits im letzten Zeltlager waren im Rahmen der Nachtwanderung geheime Rätsel mit Schwarzlichttaschenlampen zu lösen.

Die Konzeptionierung der Schulung zielte zudem darauf ab, parallel zu der Tagung der Jugendgruppenleiter auch Ideen von den Jugendsprechern und damit den Jugendlichen selbst Ideen entwickeln zu lassen, wie Schwarzlicht in den dienstlichen JF- implementiert werden kann. Schließlich wird Mitbestimmung in der JF groß geschrieben.

Am Ende der achtstündigen Schulung waren sich alle rund 60 Beteiligten einig, dass die Schwarzlichttechnik viele sportliche und künstlerische Ansatzpunkte für guten Jugendarbeit bietet und weiterer Experimente bedarf.

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