Emsland Moormuseum erhält Gütesiegel

Museumsgütesiegel

Erneute Registrierung für weitere sieben Jahre bestätigt hohe Arbeitsstandards 

Meppen. In einer Feierstunde sind das Emsland Moormuseum sowie 14 weitere niedersächsische Museen mit dem Museumsgütesiegel Niedersachsen und Bremen ausgezeichnet worden. In Hannover nahmen Erster Kreisrat Martin Gerenkamp und stellvertretender Museumsleiter Ansgar Becker die Urkunde und Plakette von Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Friedrich Scheele, Vorsitzender des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen e.V., sowie von Dr. Sabine Schormann, Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, entgegen. 

„Wir freuen uns über diese Auszeichnung für das größte Moormuseum in Europa, die für die hohen Standards in der Arbeit des Moormuseums steht“, sagt Landrat Reinhard Winter. „Das Moormuseum schaut auf zahlreiche Erfolge zurück wie die Verleihung des Niedersächsischen Museumspreises in 2011. Auch die Besucherzahlen spiegeln diese positive Entwicklung wider“, betont Winter. Die hohen Investitionen in das Haus wie der Umbau der bestehenden Maschinenhalle zum Ausstellungsort in 2005, die Umgestaltung des Vorplatzes in 2006, die Sanierung des Außengeländes in 2008, der Bau der Museumshalle für die Geschichte des Emslandplanes in 2010 und 2011 sowie die in 2013 begonnene Verbesserung der Werkstatt und des Museumsdepots haben dafür gesorgt, dass das Emsland Moormuseum als Ausstellungs-, Bildungs- und Forschungseinrichtung deutschlandweit anerkannt ist, so der Landrat weiter.

„Die Museumsregistrierung bestätigt uns in dem von uns eingeschlagenen Weg“, sagt Museumsdirektor Dr. Michael Haverkamp. Bereits am 1. August 2007 hatte das Moormuseum als eines der ersten Museen in Niedersachsen überhaupt eine Registrierung für die Dauer von sieben Jahren erhalten. „Wir waren damals in der Pilotphase des Projekts Museumsregistrierung mit dabei und haben auch an den Kriterien mitgearbeitet. Die Registrierung war als erste öffentliche Anerkennung der bis dahin erfolgten Umstrukturierung des Hauses zu begreifen“, erläutert Dr. Haverkamp. Die neue Registrierung wird dem Moormuseum für weitere sieben Jahre verliehen.

Das Moormuseum erhält die erneute Registrierung, weil seine bedeutendste Stärke und somit auch Chance in der Vielfalt liegt. Neben dem klassischen Ausstellungscharakter hat das Museum ein großes Freigelände, auf dem auch der Torfabbau bzw. der Moorschutz vorgestellt werden. Vielfalt und Größe des Geländes bergen noch weiteres großes Potential. Tagesprogramme und Veranstaltungen wie der „Herbst der Genüsse“ auf dem Museumsgelände, bilden immer wieder Höhepunkte im Angebot des Museums. Landes- und Regionalgeschichte, Technikgeschichte, Moorökologie und Naturschutz sind die zentralen Themen des Moormuseums. Letztere zudem im Rahmen des Besucherzentrums im Internationalen Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen. Diese Stärken sind in einem übergeordneten Leitbild integriert worden, an dem sich das Museum und seine Mitarbeiter orientieren. 

2007 wurde die Museumsregistrierung erstmals vom  Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dem Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V. und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Niedersachsen und Bremen durchgeführt. Sie ist ein freiwilliges Verfahren, das den Museen die Möglichkeit bietet, eine Selbstevaluation durchzuführen und damit den gesamten Museumsbetrieb auf Stärken und Schwächen zu überprüfen und entsprechend zu verbessern. Ziel der Registrierung ist es, zur Weiterentwicklung und Zukunftssicherung von Museen in Niedersachsen und Bremen beizutragen. Das Zertifikat „Registriertes Museum“ wird von unabhängigen Fachleuten vergeben und bestätigt, dass deutsche und internationale Standards für Museen erfüllt werden.

Bookmark the permalink.

Comments are closed.