„Emslandmuseum macht Geschichte eindrucksvoll erlebbar“

Spelle – Die Mitglieder der CDU-Fraktion im Speller Samtgemeinderat informierten sich über die vielseitige Arbeit des Emslandmuseums Lingen zur Erforschung und Dokumentation der hiesigen Geschichte.

Im Mittelpunkt des Besuches stand die aktuelle Ausstellung „Heimat und Front 1914 bis 1918“. Dr. Andreas Eiynck, Leiter des Emslandmuseums, stellte die Einrichtung und die Ausstellung anschaulich vor. Der Schwerpunkt des Regionalmuseums sei die Geschichte und Kultur des südlichen Emslandes. Die Christdemokraten informierten sich in der Ausstellung hautnah darüber, wie Menschen aus dem Emsland das Massensterben an der Front und die Hungerjahre in der Heimat erfahren haben, wie Kriegsgefangene diese Zeit erlebten, aber auch wie Propaganda, eigene Erfahrungen und Erinnerungen das Bild dieses Krieges geprägt haben. „Wie war es möglich, dass Menschen damals begeistert in den Krieg zogen? Warum wurde angesichts der aussichtslosen Lage nicht viel eher Frieden geschlossen? Und wie konnte es zwanzig Jahre nach den bitteren Erfahrungen im Ersten Weltkrieg zu einem weiteren Weltkrieg in Europa kommen?“, verdeutlichte Eiynck, dass mit der Ausstellung mehr Fragen aufgeworfen werden, als sie Antworten geben kann. Nach den Worten von Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf sei im Emslandmuseum die Geschichte auf spannende Weise eindrucksvoll erlebbar. „Durch die fundierte Arbeit des Emslandmuseums lernen wir die Lebenswelt unserer Vorfahren kennen“, dankte Wilhelm Brundiers, Fraktionsvorsitzender und gleichzeitig auch Vorsitzender des Museumsvereins, dem Team der Einrichtung abschließend für die Erforschung der regionalen Geschichte. Zurück zur Gegenwart, gab Lingens neuer Stadtbaurat Lothar Schreinemacher interessante Einblicke in die Entwicklung der Innenstadt und in künftige Projekte. „Die innerstädtische Entwicklung befindet sich seit einigen Jahren im Umbruch“, unterstrich Schreinemacher. „Das Austauschgespräch machte deutlich, dass hinsichtlich der Ortsentwicklung die Städte und Gemeinden im ländlichen Raum vor den gleichen Herausforderungen stehen und durch eine enge Zusammenarbeit, wie beispielsweise im LEADER-Projekt, Synergieeffekte genutzt werden sollen“, resümierte Hummeldorf, der seit 2007 auch Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe „Südliches Emsland“ ist.

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BU: Dr. Andreas Eiynck (3.v.l.) führte die Mitglieder der CDU-Fraktion im Samtgemeinderat Spelle durch das Emslandmuseum Lingen.

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