Erdwärme und Photovoltaik für neue Kindertagesstätte in Spelle

Spelle – Mit Ressourcen sparender Technik wird die „Kindertagesstätte An der Bahn“ in Spelle ausgestattet. Wenn ab August die Einrichtung in Betrieb genommen wird, sorgt eine Geothermieanlage für angenehme Temperaturen in den neuen Räumen.

Verfolgten mit Interesse die Bohrungen für eine Geothermieanlage an der „Kindertagesstätte An der Bahn“: Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf, Andrea Wilmer (Leitung Kindertagesstätte), Dezernent Stefan Sändker, Markus Morhaus (Vorsitzender Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss), Dipl.-Ing. Thomas Wranik und Ratsherr Klemens Grolle (von links).

Damit wird erstmals ein öffentliches Gebäude in der Samtgemeinde Spelle mit einer derartigen Anlage ausgestattet. Das Erdreich dient dabei mit Hilfe einer Sole-Wasser-Wärmepumpe als regenerative Energiequelle. Mittels acht Erdsonden, die 99 Meter in die Tiefe gebohrt wurden, wird die Erdwärme im Winter zum Heizen und im Sommer zum Kühlen genutzt. Als Verteiler dient hierzu eine im gesamten Gebäude verlegte Fußbodenheizung. „Mit dieser Investition werden die im Klimaschutzkonzept der Samtgemeinde aufgestellten Leitlinien weiter umgesetzt“, legte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf dar. Auch wenn im Vergleich zu einer herkömmlichen Heizungsanlage Mehrkosten entstehen, zeichnet sich das Gesamtsystem durch seine extrem hohe Energieeffizienz und sehr gute Wirkungsgrade aus, sodass sich die Mehrkosten bald amortisiert haben. „Der Einsatz für Natur und Umwelt erfordert das Engagement eines jeden von uns“, begrüßten Markus Morhaus, Vorsitzender des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses, sowie Ratsherr Klemens Grolle die klimafreundliche Investition. Grolle lobte, dass für diese Investition, die insbesondere die UBS-Fraktion initiiert hatte, im Kita-Ausschuss der Gemeinde Spelle eine Mehrheit gefunden wurde. Weiterhin ist angedacht, das Gebäude mit einer Photovoltaikanlage zur Eigenstromnutzung auszustatten, sodass die Heizungsanlage insgesamt annähernd ohne schädlichen CO2-Ausstoß betrieben werden kann. Ab August sind in der Kindertagesstätte fünf Gruppen mit Kindern im Alter von eins bis sechs Jahren untergebracht.

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