Erinnerung an „Mütter des Grundgesetzes“

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Begrüßen die Erinnerung an die „Mütter des Grundgesetzes“ (v.l.): Bernhard Hummeldorf, Hans Sandl, Erster Samtgemeinderat Stefan Lohaus, Martha Laarmann, Brunhilde Grönniger, Georg Holtkötter, Elisabeth Glatzel, Christoph Greve und Heinz Feismann (beide Volksbank Süd-Emsland).

Spelle – Um die Erinnerungen an den Einsatz von Frauen an der Verabschiedung des Grundgesetzes dauerhaft wachzuhalten, wurden die Straßen im Baugebiet „An der Bruchstraße“ in Spelle nach den „Müttern des Grundgesetzes“ benannt. Den Anstoß für diese Namensgebung erfolgte aus den Reihen der örtlichen CDU-FrauenUnion.

„Häufig wird im Zusammenhang mit der Entstehung der Bundesrepublik von den ‚Vätern des Grundgesetzes‘ gesprochen, wenn von der Verabschiedung des Grundgesetzes die Rede ist. Dabei wird vergessen, dass vor 65 Jahren auch vier Frauen maßgeblichen Anteil an unserer Verfassung hatten“, erklärten Martha Laarmann, Vorsitzende der CDU-FrauenUnion Spelle, und Brunhilde Grönniger, Mitinitiatorin, die Hintergründe des Antrags an den Gemeinderat. Mit diesem wurde angeregt, die Straßen im neuen Baugebiet „An der Bruchstraße“ den vier weiblichen Mitgliedern des Parlamentarischen Rates zu widmen. Die Speller Ratsmitglieder zeigten sich offen für diesen Vorstoß: Einstimmig wurden die Straßenbezeichnungen Helene-Weber-Straße, Frieda-Nadig-Straße, Elisabeth-Selbert-Straße und Helene-Wessel-Weg beschlossen. „Die Straßen in den angrenzenden Baugebieten sind nach den deutschen Bundeskanzlern und Widerstandskämpfern benannt. Insofern ist die Bezeichnung der neuen Straßen nach den ‚Müttern des Grundgesetzes‘ eine sinnvolle Ergänzung“, begrüßte Bürgermeister Georg Holtkötter die Namensvergabe. Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf dankte für die Initiative und würdigte den verdienten Einsatz dieser Frauen für demokratische und freiheitliche Werte. „Mit den Straßenbezeichnungen werden wichtige Zeugen unserer freiheitlichen Grundordnung dauerhaft gewürdigt“, unterstrich Heinz Feismann, Vorstand der Volksbank Süd-Emsland, die die Vermarktung dieses Gebietes durchgeführt hat. Als einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der jüngeren Geschichte werteten Sozialausschussvorsitzende Elisabeth Glatzel und Hans Sandl, Vorsitzender des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses, die Straßenbezeichnungen.

 

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