Ermittlungen gegen 20-Jährigen wegen sexuellen Missbrauchs dauern an

Polizei

Lingen/ Rheine – (ots) – Die Ermittlungen der Polizei in Lingen gegen einen 20-jährigen Lingener wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs dauern an. Dem Mann wird vorgeworfen seit mindestens zwei Jahren männliche Jugendliche in Lingen, Rheine und anderen Orten im Emsland, der Grafschaft Bentheim und dem angrenzenden Nordrhein-Westfalen in mehreren Fällen sexuell missbraucht und körperlich verletzt zu haben. Aufgrund der Pressemitteilung am Dienstag haben sich weitere Opfer und Personen, die Kontakt mit dem Tatverdächtigen hatten, bei der Polizei gemeldet. Bei den Ermittlungen stellte sich jetzt heraus, dass der 20-Jährige nicht nur Falschnamen verwendete, sondern auch Fotos von fremden Personen nutzte und diese im Internet einstellte. Auf einem der Bilder ist ein Rettungsassistent vor einem Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes abgebildet. Dieser Mann hat absolut nichts mit der Sache zu tun. Der Rettungsassistent hat mittlerweile Anzeige bei der Polizei erstattet.

Das Deutsche Rote Kreuz legt Wert auf die Feststellung, dass der 20-jährige Tatverdächtige nicht Angehöriger des DRK ist. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei hat der 20-Jährige über soziale Netzwerke Kontakt zu den Jugendlichen hergestellt. Dabei gab er sich als Arzt oder Rettungssanitäter aus und erklärte, dass er eine jugendmedizinische Sportstudie durchführe. Er lockte die Opfer auch mit Bezahlung für die Durchführung der Untersuchungen. Bei den verabredeten Treffen, die auch in Hotels in der Umgebung stattfanden, kam es dann zu Körperverletzungen und sexuellen Übergriffen. Der Tatverdächtige nutzte für die Kontaktaufnahme die Falschnamen „Mathias bzw. Michael Weber“, „Leander Mertens“ und „Hermann Magdeburg“. Der 20-Jährige, der sich von einem Anwalt vertreten lässt und derzeit keine Angaben macht, wurde am Dienstag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Osnabrück vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ. Der Mann sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Aufgrund der umfangreichen Ermittlungen gehen die Ermittler von weiteren noch nicht bekannten Opfern aus. Die Polizei bittet dringend darum, dass sich die Opfer an die Polizei wenden und Anzeige erstatten. Opfer und eventuelle Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Lingen unter der Telefonnummer (0591) 870 zu melden

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