Erneut Asylbewerberheim in Flammen Vier Verletzte bei Feuer in Lohne

Im Wietmarscher Ortsteil Lohne (Grafschaft Bentheim) ist in der Nacht zu Dienstag, 16. September, ein Asylbewerberheim ein Raub der Flammen geworden. Vier Männer wurden leicht verletzt und kamen in die Euregio-Klinik nach Nordhorn. Im Emsland waren in der Nacht zum 21. August im Harener Ortsteil Erika bei dem Brand in einem Asylbewerber- und Obdachlosenheim fünf Personen verletzt worden.

Lohne. In dem Wohnhaus des ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens befanden sich bei Brandausbruch sechs dort gemeldete Personen und ein Besucher aus Leer. Nach Angaben der Polizei hatte gegen 0.10 Uhr ein 29-Jähriger Brandgeruch festgestellt und die sechs im Obergeschoss schlafenden Mitbewohner geweckt. Da sie das Haus nicht mehr über das verqualmte Treppenhaus verlassen konnten, retteten sie sich durch Fenster und über einen Balkon. Dabei zogen sich zwei Männer Fußverletzungen zu, zwei weitere erlitten Rauchgasvergiftungen. Alle kamen mit Rettungswagen in die Euregio-Klinik nach Nordhorn.

Gemeindebrandmeister Reinhold Bramkamp erklärte: „Als die Kameraden der Feuerwehr aus Lohne eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus den unteren Fenstern. Sieben Personen standen vor dem brennenden Haus. Nach einer leichten Durchzündung wurden sofort die Wehren aus Schwartenpohl und Wietmarschen nachgefordert. Wir waren insgesamt mit acht Fahrzeugen und 70 Kameraden im Einsatz. Der Brand konnte schließlich unter Kontrolle gebracht werden. Wir konnten zwar das Übergreifen der Flammen auf eine angebaute Scheune verhindern, aber das Wohnhaus brannte völlig aus und ist nicht mehr bewohnbar. Einige Einsatztrupps kontrollierten unter Atemschutz alle Räume und suchten mit der Wärmebildkamera nach versteckten Glutnestern.“

Die Polizei hat die Ermittlungen an der Brandstelle aufgenommen und geht zunächst davon aus, dass das Feuer im Erdgeschoss in der Küche ausgebrochen sei. Der entstandene Sachschaden wird auf über als 150.000 Euro geschätzt. Bürgermeister Alfons Eling machte sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß des Brandes und erklärte. „Ich bin sehr erleichtert, dass niemand ernsthaft verletzt wurde.“ Die unverletzten Asylbewerber würden vorübergehend in einem gemeindeeigenen Haus untergebracht, in dem in der nächsten Woche weitere 14 Asylbewerber einquartiert werden sollen, ergänzte Eling, der eine Lösung finden werde.

Fotos: emsvechte-TV  das Video sehen Sie HIER

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