Erstmals über eine Million Tonnen Schiffsgüterumschlag im Hafen Spelle-Venhaus

Spelle- Die Umschlagsmengen im Hafen Spelle-Venhaus erleben weiterhin einen starken Aufwärtstrend. Im Zuge des jährlich auf Einladung der Hafen Spelle-Venhaus GmbH stattfindenden Austauschgespräches aller dort ansässigen und tätigen Firmen wurde die Entwicklung des Hafens vorgestellt und Zukunftsperspektiven aufgezeigt.

„Die aktuellen Umschlagszahlen belegen eindeutig, dass die Entscheidung, den Hafen Spelle-Venhaus zu einem trimodalen Umschlagsplatz auszubauen, die richtige war“, freute sich Bernhard Hummeldorf, Samtgemeindebürgermeister und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hafen Spelle-Venhaus GmbH, über die enorme Entwicklung des Logistikknotenpunktes. So seien im vergangenen Jahr – erstmalig in der 40-jährigen Hafengeschichte – über eine Million Tonnen per Schiff umgeschlagen worden. „Ein im Zuge der Erweiterungsplanung vor etwa zehn Jahren beauftragtes Gutachten prognostizierte seinerzeit einen Schiffsgüterumschlag von 895.000 Tonnen bis zum Jahr 2025. Dieser Wert wurde bereits im Jahr 2017 erreicht“, verdeutlichte Stefan Sändker, Geschäftsführer der Hafen Spelle-Venhaus GmbH, die rasante Entwicklung. Seit Ende 2016 ist im Hafen dank des Anschlusses an das Schienennetz ein Bahnumschlag möglich. Dieser lag im Jahr 2017 bei rd. 145.000 Tonnen, im letzten Jahr waren es bereits rd. 192.000 Tonnen. Damit es bei der Schienenlogistik in Zukunft nicht zu Engpässen kommt, soll in einem nächsten Bauabschnitt ein Abstell- und Rangiergleis östlich des Unternehmens H. Bröring GmbH & Co. KG entstehen. Mit den Bauarbeiten soll nach Möglichkeit noch in diesem Jahr begonnen werden. Darüber hinaus beabsichtigt die Hafen Spelle-Venhaus GmbH die Errichtung einer Lagerfläche insbesondere für Stückgüter. „Aufgrund der starken Frequentierung des Hafens lagern aktuell verschiedene Stückgüter auf der Umschlagsfläche. Eine eigene Lagerfläche ist dringend erforderlich, um die Situation auf der Umschlagfläche zu entzerren“, beschrieb Hummeldorf weitere Ausbaupläne. Darüber hinaus soll bis zur Fertigstellung des Ausbaus des Dortmund-Ems-Kanals für Großmotorgüterschiffe im Jahr 2025 der vorhandene Stichhafen verlängert werden, sodass dieser auch von den größeren Schiffsklassen genutzt werden kann.

 

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