Erweiterungskonzept für Speller Kläranlage steht

Spelle – Über die Situation der Kläranlage in Spelle informierte sich in der jüngsten Sitzung der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss der Samtgemeinde Spelle mit dem Stellvertretenden Vorsitzenden Georg Brüggemann. Geschäftsführer Reinhold Gels und der Technische Leiter Andreas Westerink-Richter des Wasserverbandes Lingener Land als Träger der Anlage informierten die Mandatsträger über Aufgaben und anstehende Erweiterungspläne des Klärwerks.

Die Anfänge der Abwasserreinigung in der Gemeinde Spelle reichen bis in die sechziger Jahre zurück. An der Kampelbrücke wurde 1964 die erste Kläranlage errichtet. „Mit steigender Bevölkerungszahl und der Expansion von Gewerbebetrieben war die Belastungsgrenze der Kläranlage Kampelbrücke Ende der achtziger Jahre erreicht. Eine Erweiterung der Kläranlage am damaligen Standort im Ortskern kam nicht in Frage, und so wurde die Anlage zum heutigen Standort an die Schlanestraße ausgelagert“, gab Gels einen Einblick in die geschichtliche Entwicklung. In zwei Bauabschnitten entstand 1989 zunächst ein Belebungs- und Nachklärbecken. Schon zwei Jahre später wurde das zweite Belebungsbecken errichtet. Die Kläranlage hatte nun eine Ausbaugröße von 8.000 Einwohnerwerten. Anfang 1999 übernahm der Wasserverband Lingener Land die Abwasserbeseitigungspflicht von der Samtgemeinde Spelle. Die Nachrüstung der sogenannten dritten Reinigungsstufe zur Phosphatentfernung erfolgte 2000. „In den Folgejahren wurde die Kläranlage in mehreren Bauabschnitten systematisch auf 14.000 Einwohnerwerte ausgebaut. Insgesamt investierte der Wasserverband bis heute rund sieben Millionen Euro in die abwassertechnischen Anlagen der Samtgemeinde Spelle, davon rund 4,3 Millionen Euro in die Kläranlage“, berichtete Westerink-Richter. Dennoch hat in den letzten Jahren der sehr starke Bevölkerungszuwachs in der Samtgemeinde Spelle dazu geführt, dass die Kläranlage heute wieder an ihrer Belastungsgrenze angelangt ist. Daher wurde bereits im Rahmen des Förderprogramms „Klimafreundliche Abwasserbehandlung – Klimaschutzinitiative“ des Bundesumweltministeriums ein Erweiterungskonzept erarbeitet. „Die ganzheitliche Betrachtung beinhaltet neben der Optimierung der Abwasserreinigung auch die Errichtung einer Schlammfaulung zur Reduzierung der Klärschlammmenge sowie die Eigenerzeugung von Strom und Wärme. Die Kläranlage Spelle soll nach derzeitigem Planungsstand von 14.000 auf 23.000 Einwohnerwerten mittelfristig erweitert werden“, berichtete Gels von den aktuellen Plänen. Die besondere Leistungsstärke der modernen Kläranlage hat bei den Ausschussmitgliedern besondere Aufmerksamkeit gefunden. „Die wertvolle Arbeit, die hier tagtäglich geleistet wird, ist in der Bevölkerung nur unzureichend bekannt“, resümierte abschließend Brüggemann. Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf und Erster Samtgemeinderat Stefan Lohaus dankten für die seit vielen Jahren zuverlässige und enge Zusammenarbeit zwischen Kommune und Wasserverband: „Wir wissen mit dem Wasserverband Lingener Land einen leistungsstarken Partner an unserer Seite.“

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BU: Über die Aufgaben und geplante Erweiterung der Speller Kläranlage informierte sich der Umwelt-Planungs- und Bauausschuss der Samtgemeinde Spelle.

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