Fahnenweihe des St.Vitus Schützenverein Venhaus

Fahnenweihe St. Vitus Venhaus

Spelle-Venhaus – In einem würdigen Festrahmen wurde unter Beteiligung befreundeter und benachbarter Schützenvereine vor der gepflegten Kulisse des Burgparks Venhaus die neue Fahne des St.-Vitus-Schützenvereins Venhaus 1632 e.V. feierlich eingeweiht.

Franz Wilde, Vorsitzender des Schützenvereins, konnte neben Repräsentanten aus Kirche, Gesellschaft und Politik auch die Schützenvereine Altenlünne, Altenrheine, Dreierwalde, Heitel, Holsten-Bexten, Plantlünne, Schapen, Spelle und Varenrode sowie Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine begrüßen. Wilde erklärte, dass bereits im Jahr 2009 erste Überlegungen zur Neuanschaffung einer neuen Fahne angestellt wurden. „Die alte Fahne ist über 100 Jahre alt und daher nicht mehr einsatzfähig“, machte der Vorsitzende auf das historische Erbe aufmerksam. Dank der Initiative des Stammtisches „De Venhuser Bühls“, allesamt St.-Vitus-Schützen, wurde zugunsten der Neuanschaffung eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Zu verschiedenen Veranstaltungen wurde eine „Fahnendüppe“, mitgebracht, sodass schon bald 2.500 Euro eingeworben werden konnten. Diese Aktion habe den Startschuss zur Anschaffung gegeben. Das Vorhaben wurde durch einen eigens gegründeten Fahnenausschuss mit Unterstützung von Dr. Andreas Eiynck, Leiter des Emslandmuseums Lingen, konkretisiert. Der versierte Historiker umriss in einer launisch vorgetragenen Festansprache die Geschichte des Ortes, die mit der Errichtung der Burg Venhaus begann und die noch heute von dieser geprägt werde. „Die Verantwortlichen haben sich intensiv mit der Orts- und Vereinsgeschichte auseinandergesetzt, um passende Motive für die Neuanschaffung zu finden. So ist ein individuelles Einzelstück mit spezifisch Venhauser Motiven entstanden“, sprach Einyck seinen Respekt für die Gestaltung der Fahne aus. Die Vereinsseite der Fahne zeigt im Zentrum zwei gekreuzte Gewehre vor einer Zielscheibe, die von einem Adler bekrönt wird. In der oberen Spitze erscheint das Niedersachsenross. Auf der „Heimatseite“ sind im Mittelpunkt die Kirche und das Pfarrhaus, in denen die alten Burggebäude bis heute erhalten sind, abgebildet. Die Ecken zeigen die Namen der Venhauser Hööke: „Burenhook“, „Achter de Aa“ und „Hook un Stroate“ sowie das Kriegerehrenmal. Diese Liebe zum Detail setzt sich in der weiteren Ausgestaltung fort: Der Fahnenstab ist aus einem mehrere hundert Jahre alten Holzpfeiler gedrechselt worden, der bei Aushubarbeiten rund um die Venhauser Kirche gefunden wurde. Als Fahnenspitze dient ein schmiedeeiserner Maueranker des früheren Burggebäudes. Die Pastöre Daniel Brinker von der katholischen und Konrad Pfannkuche von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde spendeten den kirchlichen Segen und wünschten den Schützen stets eine lebendige Gemeinschaft. Auch Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf wertete die neue Fahne als Symbol für Zusammenhalt und Verbundenheit, aber auch für Werte wie Solidarität und Integration: „Sie soll uns an den unschätzbaren Wert von Frieden und Freiheit erinnern – gerade in diesen Tagen, in denen wir dem Kriegsende vor 70 Jahren gedenken.“ Nach dem Weiheakt folgte unter musikalischer Begleitung des Spielmannszuges des St. Johannes-Schützenvereins Spelle sowie des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Spelle-Venhaus ein Marsch durch den feierlich geschmückten Ort zum Festzelt. Über 1.000 Schützen ließen anschließend die Fahnenweihe auf dem Festplatz ausklingen aber dazu mehr im Video.

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