Fahrsicherheitstraining für Autotransporter- und Lkw-Fahrer

Fahrsicherheitstraining für Autotransporter- und Lkw-Fahrer
Besser schwierige Situationen im Straßenverkehr meistern

Jeder Fahrer – egal ob Zweirad, Pkw oder Lkw – hat schon einmal eine schwierige Situationen im Straßenverkehr erlebt. Irgendwie ist dann meistens alles ohne Unfall gut gegangen. Wie man sich in Gefahrensituationen von vornherein besser verhalten, oder diese gar vermeiden kann, vermitteln die fachkompetenten Moderatoren des Fahrtechnik- und Ausbildungszentrum aus Salzbergen-Holsterfeld. Sie führen die Sicherheitstrainings am Standort auf dem ehemaligen Militärflugplatz Hörstel-Dreierwalde durch, dessen Zukunft noch ungewiss ist.

Hörstel-Dreierwalde. Auf dem Verkehrübungsgelände des Fahrtechnik und Ausbildungszentrum (FAZ) herrschte wieder reger Autoverkehr. Diesmal hatte der Chef des FAZ, Ewald Rühlmann, und seine Verkehrssicherheitsexperten ein Fahrsicherheitstraining für Lkw-Fahrer im Auftrag des FSP Schaden- und Wertgutachterdienst Spelle arrangiert. Daran nahmen die Lenker von Autotransportern der BLG Logistics Group aus Bremen sowie von Vieh-, Schwer- und Gefahrguttransportern aus den Landkreisen Emsland, der Grafschaft Bentheim und Steinfurt teil.“BLG steht für internationale Netzwerke in den Geschäftsbereichen Automobil-, Kontrakt- sowie Containerlogistik und bietet weltweit mehr als 16.000 Arbeitsplätze“, erläuterte Matthias Kirschning, Leiter der Konzernversicherung. Er und weitere Manager der BLG beobachteten von der mobilen überdachten Tribüne aus das Fahrsicherheitstraining für die Trucker und stiegen auch mit ins Lkw-Führerhaus ein. Zu den Gästen zählten ebenso Vertreter vom FSP sowie weiterer teilnehmender Unternehmen. Ewald Rühlmann und Franz-Josef Schmiemann (FSP) moderierten die Veranstaltung und informierten darüber, was ein Sicherheitstraining bewegt.Live erlebten die Gäste, wie die Verkehrssicherheitsexperten mit beladenen und unbeladenen Autotransportern sowie weiteren Lastwagen Risikosituationen exerzierten. „Die Technik ist nur so gut, wie der Mensch, der sie bedient. Daher ist es wichtig, unseren Trainingsteilnehmern die Fahrphysik aufzuzeigen und zu vermitteln. Sie müssen Gefahrensituationen frühzeitig erkennen und richtig einschätzen. Unsere erfahrenen Moderatoren leiten praktische Fahrübungen, bei denen die Teilnehmer ihre eigenen Grenzen als Fahrer und die technischen Grenzen ihres Fahrzeugs kennen lernen. So erleben sie hautnah, was passiert, wenn die Verkehrssituation und das Fahrzeugverhalten falsch eingeschätzt werden“, betonte Rühlmann, der mit seinem Team bundesweit agiert.Schwerpunkte waren das Handling der Lastwagen bei trockenen, nassen und schneeglatten Straßenverhältnissen. Diese Situationen konnten auf der ehemaligen, mit Spezialschichten präparierten Start- und Landebahn eingespielt werden. Bei Tempo 20 bis zum Abriegeln der Geschwindigkeitsregelanlage bei 88 km/h zeigte sich auf dem Slalom-Parcours das mehr oder weniger optimale Zusammenspiel von Mensch und Technik. Dies wurde ebenso bei den Brems- und Ausweichversuchen deutlich.Matthias Kirschning hat eine Erfahrung mehr gemacht, denn er fuhr das erste Mal einen Teil des Trainings mit. „Diese Fahrerschulung ist sehr sinnvoll. Wir transportieren für unsere Kunden erhebliche Werte. Diese Art Training werden wir sicher in unserer Fahrerausbildung aufnehmen und könnten es zum Regelbaustein werden lassen“, erklärte Kirschning, der Fahrer Sascha Mundt Schwerstarbeit hinterm Lenkrad bescheinigte. Ebenso beeindruckt von dem Fahrsicherheitstraining des FAZ waren als Beifahrerin Miriam Körner und Jennifer Voss aus der BLG-Schadensabteilung, Sie verspürten Kribbeln im Bauch. BLG-Fahrertrainer Rolf Schaefer wertete das FAZ-Training als weitere, wichtige Erfahrung.  „Ziel unseres Sicherheitstrainings ist die Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr durch die Vermittlung besonderer, tätigkeitsbezogener Fertigkeiten und Kenntnisse. Wir praktizieren wie gefährliche Situationen vermieden werden können. Dabei zeigen wir, wie die moderne Sicherheitstechnik hilft, besonders in Gefahrensituationen die Fahrsicherheit ausschlaggebend zu verbessern. Der Fahrer weiß, was auf ihn zukommen kann, wenn er dies vorher geübt hat. Vorausschauendes und umweltbewusstes Fahren gehören ebenso hinzu wie das Abbauen des auf den Fahrer einwirkenden Verkehrsstresses.“, erklärte Rühlmann.Bei den Sicherheitstrainings des FAZ-Teams können individuelle Wünsche berücksichtigt werden. So spielt die Verbesserung der wirtschaftlichen Fahrweise eine große Rolle, um den Kostendruck auf die Unternehmer durch niedrigeren Kraftstoff-Verbrauch zu senken sowie die Umweltbelastung zu minimieren. Einen großen Eindruck hinterließ Rühlmann bei den Gästen und Fahrern, als er mit einem 5er BMW mit 200 km/h auf der Rollbahn anrauschte und versuchte, durch eine Vollbremsung den Wagen rechtzeitig vor einem fiktiven Hindernis – angenommen wurde ein plötzlich ausscherender Lkw – anzuhalten. Der Anhalteweg betrug 360 Meter (60 Meter Reaktionszeit und 300 Meter Bremsweg): Im Ernstfall hätte es einen schwerwiegenden Auffahrunfall gegeben.

Immer noch im Raum steht für das FAZ die Nachfolgenutzung des Geländes, auf dem ideal die wichtigen Fahrsicherheitstrainings durchgeführt werden können. „Wir sorgen uns, wie es weitergeht, denn wir brauchen die Start- und Landebahn sowie den ehemaligen Tower-Bereich, den wir als Kompetenzcenter nutzen“, meinte Rühlmann, der in der Abschlusskonferenz große Zustimmung bei den teilnehmenden Unternehmen fand. „Wir haben jede Menge Aufträge für die Durchführung von Fahrerschulungen auch  schon im kommenden Jahr“, stellte Geschäftsführer Rühlmann heraus.

Info unter:   FAZ@Fahrtechnik.de   www.Fahrtechnik.de

 

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Ewald Rühlmann und Franz-Josef Schmiemann (v. rechts) moderierten die Veranstaltung und informierten die Gäste darüber, was ein Sicherheitstraining bewegen kann.

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Bei den inszenierten Ausweichmanövern neigte sich der von Sascha Mundt gelenkte Autotransporter, dessen Ladung richtig gesichert war.

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Matthias Kirschning, Leiter der Konzernversicherung, ließ es sich nicht nehmen, das Fahrsicherheittraining auf dem Beifahrersitz zu erleben. Er attestierte Sascha Mundt Schwerstarbeit hinter dem Lenkrad.

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Auf das Zeichen von Ewald Rühlmann stieg der Fahrer des beladenen Autotransporters bei 88 km/h voll auf die Bremse, sodass die Reifen qualmten.

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Beim plötzlichen Ausweichen hielt Patrick Möhlmann den unbeladenen Truck in der Spur. Allerdings hätte wäre es mit einem nachfolgender Pkw mit höherer Geschwindigkeit zu einem Unfall gekommen.

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Ewald Rühlmann versuchte mit dem 5er BMW bei 200 km/h durch eine Vollbremsung den Wagen rechtzeitig vor einem fiktiven Hindernis anzuhalten. Der Wagen stand aber erst nach 360 Metern. Im Ernstfall hätte es einen schwerwiegenden Auffahrunfall gegeben.

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Auch auf regennasser Fahrbahn hatten die Trucker mit Miriam Körner oder Jennifer Voss von der BLG-Schadensabteilung auf dem Beifahrersitz ihre Fahrzeuge in Griff.

 

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