FAZ Fahrsicherheitstraining für Senioren

Fahrsicherheitstraining speziell für Senioren
Auch im fortgeschrittenem Alter sicher fahren
Senioren überschätzen sich oft am Steuer
Auto macht mobil
 
Das Fahrtechnik und Ausbildungszentrum (FAZ) mit Sitze in Holsterfeld hat wieder ein neues Angebot parat. Geschäftführer Ewald Rühlmann und sein Team haben jetzt ein spezielles Fahrsicherheitstraining für Senioren arrangiert. „Neben Fahranfängern sind Senioren im Straßenverkehr eine besondere Risikogruppe. Wir vom FAZ bieten daher ein Fahrsicherheitstraining speziell für ältere Menschen an. Früher gab es kein ABS, ESP, Bremsassistenten oder ACC (Adaptive Cruise Control / Abstandsregeltempomat). Deshalb müssen Senioren lernen, damit umzugehen. Ebenso ist das Verkehrsaufkommen drastisch gestiegen. Das fordert besonders die Reaktionsfähigkeit“, erklärte Rühlmann..
Hörstel / Dreierwalde. Am vergangenen Wochenende führte das FAZ auf dem ehemaligen Flugplatz in Dreierwalde das erste Fahrsicherheitstraining für Senioren durch. Herbert Linnemann aus Rheine ist 64 Jahre jung und fährt gern Auto. Der absolvierte mit seinem Opel Corsa das Training und meinte: „Ich habe meiner Tochter ein Fahrsicherheitstraining geschenkt und wollte nun selber sehen, ob ich noch sicher am Straßenverkehr teilnehme. Mir hat das Training sehr viel gebracht, denn man erkennt seine Grenzen und weis, wie das Auto in bestimmten Situationen reagiert.“Im Konferenzraum hatte Moderator Ewald Rühlmann den Damen und Herren zunächst theoretisch vermittelt, welche wichtigen Neuheiten zur Straßenverkehrsordnung hinzugekommen sind. Der Experte konnte die vielen Fragen beantworten, die den Senioren/innen ab 60 Jahr aufwärts am Herzen lagen. Zur Sache ging es dann auf der ehemaligen Start- und Landebahn. Die Frage, ob man im Alter noch geeignet ist, weiterhin Auto zu fahren, beantwortete sich von selbst, denn Fahrsicherheitstrainer Rühlmann kennt die Schwierigkeiten älterer Fahrer.Senioren am Steuer überschätzen sich oft

„Die Augen lassen nach und der Schulterblick fällt nicht mehr so leicht. Aber nicht nur die Autolenker selber verändern sich, sondern das Verkehrsaufkommen ist drastisch gestiegen. Ständig gibt es irgendwelche Anforderungen, die es früher nicht gab. Da sind natürlich die älteren Damen und Herren am Steuer etwas überfordert, um mit diesen neuen Verkehrsverhältnissen zurecht zukommen. Leider überschätzen viele Senioren ihre Fahrfähigkeiten: Konzentration und Reaktionsschnelligkeit lassen im Alter nach“, so Rühlmann, der weis, dass Mobilität auch ein Stück Lebensqualität ist und soziale Teilhabe ermöglicht.

Grenzen können ausgetestet werden

In der Praxis waren die Absolventen mit Feuereifer dabei, steuerten hochkonzentriert ihre Autos durch den Parcours und zeigten beim Slalom-Fahren um die Verkehrskegel oder bei Bremsungen auf trockener und nasser Fahrbahn ihr Können. Und sie staunten, als beim Kreisfahren eines der hinteren Räder am Auto keinen Kontakt mehr zur Fahrbahn hatte. In den Pausen wurde diskutiert und Ewald Rühlmann mit Fragen übersäht.

Die Beweggründe von Sigrid Gruber aus Lingen waren, dass sie schon immer einmal ein Fahrsicherheitstraining absolvieren wollte. „Ich habe schon hunderttausende Kilometer auf dem Buckel. Ich fahre seit 1973 europaweit. Deshalb habe ich mir zu meinen runden Geburtstag ein Fahrsicherheitstraining beim FAZ schenken lassen“, meinte sie und zeigte zum Erstaunen der skeptisch schauenden Männer, dass sie am Lenkrad ihres Audi total fit ist.

Damit gehört sie aber offenbar zu einer Minderheit, denn Senioren überschätzen einer Studie nach ihre Fähigkeiten am Steuer. „Bei ihnen fallen die Fahrmängel auf. Grundsätzlich führen Senioren ihre Autos aber nicht schlechter als junge Leute. Schwierig wird es, wenn sie körperliche Schwächen leugnen. Fahrsicherheitstrainings sind gut, weil dabei in einem sicheren Umfeld die Grenzen getestet werden können“, betonte Rühlmann..

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