Mit Traktoren und Lastwagen Lohnunternehmen aus Raesfeld setzt auf Sicherheit

Die Lkw- und Traktor-Fahrer des Lohnunternehmens Nagel GmbH aus Raesfeld im Kreis Borken haben in Dreierwalde unter Regie des Fahrtechnik und Ausbildungszentrum Holsterfeld (FAZ) an einem intensiven Fahrsicherheitstraining teilgenommen. Maria Nagel und ihr Sohn Jörg Nagel, die das Unternehmen in dritter Generation leiten, haben ein großes Interesse daran, dass ihre „Jungs“ sicher auf den Straßen unterwegs sind.

Dreierwalde-Raesfeld. Das FAZ in Holsterfeld führt unter Leitung von Geschäftsführer Ewald Rühlmann Fahrsicherheitstrainings für alle sich im Straßenverkehr bewegenden Fahrzeuge durch. Auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Dreierwalde wurden 14 Lkw- und Traktor-Fahrer des Lohnunternehmens Nagel mit den lauernden Gefahren im Straßenverkehr vertraut gemacht.

Das 1947 gegründeten Familienunternehmens hat 27 Mitarbeiter/innen und einen Auszubildende im Beruf „Fachkraft für Agrarservice“. Zum Equipment des Unternehmens zählen ein Sattelzug, drei Vierachser-Lkw und sieben Schlepper, die mit Kippern verschiedene Ladungen transportieren oder mit Tankanhängern mit bis zu 20000 Litern Fassungsvermögen Gülle ausbringen. In der Werkstatt sorgt Jörg Nagel mit seinem Team dafür, dass der Fuhrpark in Schuss ist.

Geschäftsführerin Maria Nagel erklärte: „Es war unser Wunsch und der unserer Fahrer an dem Fahrsicherheitstraining teilzunehmen. Jörg und ich machen uns natürlich Gedanken um unsere „Jungs“ und wollen, dass sie immer mit größtmöglicher Sicherheit unterwegs sind. Wir stellen die Fahrzeuge und Ausrüstungen, die immer hundertprozentig in Ordnung sein müssen. Unsere Fahrer sollen alle fünf Jahre bestimmte Module nachweisen. In dessen Rahmen nehmen sie jetzt auch regelmäßig am Fahrsicherheitstraining des FAZ teil.“ Der Chefin war es ein Dorn im Auge, das 16-Jährige mit dem Führerschien Klasse „T“ große Traktoren-Gespanne mit bis zu 40 Tonnen im Straßenverkehr bewegen dürfen. „Da muss doch ein Fahrsicherheitstraining vorgeschrieben sein“, gab Maria Nagel zu bedenken.

In der theoretischen Unterweisung machte Rühlmann die Fahrer und das technische Personal mit der Fahrphysik bei Kraftfahrzeugen, mit den Auswirkungen der physikalischen Gesetze auf das Fahrverhalten und die Wahrnehmungen der Fahrer vertraut. „Das Wissen dieser Gesetzmäßigkeiten ist besondere wichtig. Der Kontakt zwischen Fahrzeug und Fahrbahn ist nur durch mehrere handtellergroße Flächen gegeben. Die Maximalkraft hängt vom hohen Kraftschlussbeiwert zwischen Reifen und Straße sowie der Radlast ab. Den größten Einfluss auf den Kraftschlussbeiwert hat der Straßenzustand – trocken, feucht, nass, Schnee, Eis oder Schotter“, erläuterte Rühlmann.

Auf dem ehemaligen Rollfeld forderte Ewald Rühlmann die Lkw- und Traktor-Fahrer in der Kreisbahn. Hier erfuhren die Fahrer, welche physikalischen Kräfte die Reifen in den Flanken aufnehmen müssen. In Verbindung mit dem Schwerpunkt stellten sie fest, dass ein höheres Fahrzeug sich mehr neigt und auch mal kippen könne, wenn man nicht Herr der Situation ist. Dem entgegen wirkte das Fahrsicherheitstraining, bei dem beim Slalom-Fahren die Seitenführungen der Reifen beim Lastwechsel deutlich wurden.

Das Ergebnis des Fahrsicherheitstrainings war verblüffend, denn schnell bewegten sich die Fahrzeuge am Limit und den Fahrern wurde klar, welche Gefahren auf sie zukommen können. „Wenn sie in eine Extremsituationen kommen, brauchen sie nicht mehr lange überlegen und wissen, wie sie reagieren müssen. Das ständige Fahrsicherheitstraining ist für alle sehr wichtig“, resümierte Ewald Rühlmann.

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