FAZ Holsterfeld schult Lkw-Fahrer Notfallausbildung für Trucker

Das Fahrtechnik – und Ausbildungs-Zentrum Salzbergen-Holsterfeld hat 18 Lkw-Fahrer des 1970 gegründeten Unternehmens Werner Winter GmbH – Metallrecycling – Containerdienst – Industrieabbrüche aus Rheine geschult. Die Trucker können nun bei Notfällen lebensrettende Maßnahmen ergreifen, die sie im Rahmen der anerkannten Ausbildung für Berufskraftfahrer erlernt haben.

Holsterfeld FAZ Notfallausbildung fuer Trucker ©ESM 4 (7)

hlw Salzbergen. Im Rahmen der Aus – und Weiterbildung gemäß der EU-Richtlinie 2003 / 59 / EG haben die DRK-Fachdozenten Lisa Kroner und Heiner Feldhaus (Lingen) im FAZ im Ortsteil Holsterfeld die „Männern auf Achse“ im praxisorientierten Verhalten bei Notfällen geschult. Die Lenker der 40-Tonner können nach dem achtstündigen Seminar in Notfallsituationen lebensrettende Maßnahmen ergreifen.

„Unsere Ausbildung soll den Berufskraftfahrer beibringen, wie sie bei schweren Lkw-Unfällen oder in sonstigen Notfallsituationen sich selbst und anderen helfen können, bis die Rettungskräfte eintreffen“, erklärte Ewald Rühlmann, Geschäftsführer des FAZ in Holsterfeld. „Es gibt bundesweit 17 FAZ-Niederlassungen, die die hochwertigen, behördlich anerkannten Schulungen durchführen. Dabei werden neben der Theorie Unfallsituationen nachgestellt, um den Absolventen zu zeigen, was im Ernstfall zu tun ist und wie geholfen werden kann.“

„Unser Schwerpunkt bei dem Notfalltraining ist die nach anerkannten und geltenden Standards systematisch praxisnah und kompetenzorientiert durchgeführte Schulung. Die Maßnahmen umfassen auch die psychische Betreuung der vom Notfall betroffenen Personen, deren Körperwärme erhalten werden muss“, sagte Rühlmann, der beobachtete, wie Heiner Feldhaus und Elisabeth Kroner den 18 Teilnehmer der Firma Winter die eigene Sicherheit und das eigene Schutzverhalten mit Absichern einer Unfallstelle sowie das richtige Absetzten des Notrufes vermittelten.

Die 18 Trucker lernten die Rettung aus dem Gefahrenbereich und die Versorgung der täuschend echt geschminkten Wunden mit vorhandenen Verbandmitteln. Sie können nun bei Verletzungen wie Knochenbrüche, Gelenkverletzungen, Fremdkörper in Wunden, Nasenbluten, Amputationsverletzungen, Verbrennungen oder Verätzungen die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Sie sind ebenfalls mit der Kontrolle der Atmung und der Gefahren bei Atemstillstand, der Bewusstlosigkeit und die stabile Seitenlage vertraut. Sie wissen nun auch wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen ist und wie der Automatisierten Externen Defibrillators (AED) eingesetzt wird.

Wie der Helm bei einem verunfallten bewusstlosen Motorradfahrer abgenommen wird, lernten sie bei dem simulierten Verkehrsunfall mit dem einem „Trike“ mit Wohnanhänger. Sie wurden ebenso mit den zu ergreifenden Maßnahme bei Schock, Schlag- oder Krampfanfällen, bei Atemstörungen, Atemwegverlegungen, Asthma bronchiale, Kreislaufstörungen, Herzinfarkt, Stromunfällen, temperaturbedingte Störungen oder Vergiftungen vertraut gemacht.

Udo Reker aus Neuenkirchen fährt schon 20 Jahre bei Winter einen Lkw. Er war beeindruckt von dem Notfalltraining mit der Theorie und dem praxisnahen, realistischen Unfallszenario. Er betonte: „Wir haben sehr viel dazugelernt. Es ist wichtig, dass man hilft, denn wer helfen will, der kann dies auch irgendwie. Es hilft immer, wenn jemand den Notruf absetzt, mit die Unfallstelle sichert oder Personen betreut.“

Holsterfeld FAZ Notfallausbildung fuer Trucker ©ESM 4 (1)

Udo Reker hatte sein Trike mit Wohnanhänger für die Unfallsimulation zur Verfügung gestellt. Unter den strengen Blicken von Heiner Feldhaus retteten seine Kollegen den schwerverletzten Biker.

Das Fahrtechnik – und Ausbildungs-Zentrum in Holsterfeld 4, 48499 Salzbergen, ist unter Telefon (05971) 800 34 62, per Fax (05971) 800 34 63, mobil (0171) 317 74 32, E-Mail faz@fahrtechnik.de und im Internet unter www.Fahrtechnik.de zu erreichen.

Ein täuschend echtes Unfall-Szenario mehr dazu im Video!

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