Feldberegnung sichert die Erträge

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Trotz der eher kühlen Witterung in diesem Frühjahr herrscht auf den niedersächsischen Äckern Trockenheit. Dass im Mai nur 50 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen sind und der Boden auf wenige Reserven aus den Wintermonaten zurückgreifen kann, bereitet den Landwirten große Sorge, berichtet der Landvolk-Pressedienst. „Vor allem auf den leichten Sandböden fehlt Wasser, deshalb werden Getreide und Kartoffeln mancherorts bereits das dritte Mal beregnet“, bestätigt Angela Riedel vom Fachverband Feldberegnung. Das größte zusammenhängende Beregnungsgebiet beginnt nördlich von Hannover und erstreckt sich über die Landkreise Celle, Uelzen, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg und Lüneburg. Die leichten Sandböden können das Wasser nicht so gut speichern wie die Lehmböden im Süden des Landes. Um dennoch zufriedenstellende Erträge im Getreide- und Kartoffelanbau zu erzielen, fallen auf den Flächen je Durchgang 25 bis 30 Millimeter und im Raps bis zu 40 Millimeter künstlicher Niederschlag. „Die Landwirte wägen vor jedem Durchgang sorgfältig ab, sprechen mit uns Beratern und verfolgen die Wetteraussichten ganz genau“, erklärt Riedel. Schließlich betragen die Kosten für Strom, Wasser und Aufbau der Anlage  je beregnetem Hektar und Durchgang über 40 Euro. Werden die Gesamtkosten berücksichtigt, zahlt der Landwirt über 100 Euro je Hektar.

Langjährige Versuche der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zeigen, dass die Feldberegnung in Trockenzeiten zu deutlichen Ertragssteigerungen führen kann. Die Landwirte müssen in trockenen Jahren aber unbedingt Geduld bewahren und abwarten, bevor sie mit der Beregnung beginnen. Schließlich sollen die ertragsrelevanten Pflanzenteile gefördert und das Wurzelwachstum nicht eingeschränkt werden. Die Beregnungsanlagen können außerdem mechanische Schäden verursachen, die den Ertragszuwachs wieder zunichtemachen. Da Wasser teilweise nur begrenzt zur Verfügung steht, müssen die Landwirte genau planen, auf wie viele Beregnungsdurchgänge die vorhandene Kapazität aufgeteilt werden muss. Trockenheitstolerante Getreidesorten, die möglichst früh im Herbst ausgesät werden, nutzen das vorhandene Wasser optimal aus. Sie sind die beste Versicherung gegen Ertragseinbußen und dämmen die Beregnungskosten etwas ein. Im genannten Beregnungsgebiet können inzwischen fast alle Ackerflächen mit Wasserleitungen erreicht werden. Doch auch in Südniedersachsen wird inzwischen vereinzelt beregnet. „Vor allem Sonderkulturen kommen ohne zusätzliches Wasser nicht aus“, sagt Riedel. Auf den Standorten mit schwerem Boden sei das im Ackerbau bisher aber noch der Einzelfall.

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