Finanzrahmen 2015 in Schapen verabschiedet

Schapen – Einstimmig hat der Rat der Gemeinde Schapen in der letzten Sitzung den Haushaltsplan 2015 verabschiedet. Bürgermeister Karlheinz Schöttmer hob hervor, dass die Haushaltskonsolidierung oberste Priorität habe.

Torsten Lindemann, Fachbereichsleiter Finanzen & Controlling der Samtgemeinde Spelle, berichtete zunächst, dass der Ergebnishaushalt dank eines Überschusses im außerordentlichen Ergebnis insgesamt ausgeglichen werden kann und gleichzeitig im Finanzhaushalt einige „Akzente setzende Investitionen“ vorgesehen sind. Das größte Projekt ist aktuell der Ausbau der Kolpingstraße. Im neuen Jahr sollen verschiedene Ersatzmaßnahmen durchgeführt sowie das Regenrückhaltebecken im Gewerbegebiet vergrößert werden. Wesentliche Ausgabenpositionen liegen ferner in der Förderung des Ehrenamtes und der Schaffung familienfreundlicher und sozialer Projekte, wie die Unterhaltung der Spielplätze, des Kindergartens sowie des „Alten Pfarrhauses“. „Mit dem Haushaltsplan werden notwendige Projekte auf den Weg gebracht. Oberste Priorität liegt jedoch beim Schuldenabbau“, unterstrich Schöttmer. Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf wies darauf hin, dass die Verschuldung Schapens insbesondere wegen des Ausbaus des Kolpingstraße derzeit über dem Landesdurchschnitt liege und erklärte: „Ab 2015 sind keine weiteren Kreditaufnahmen vorgesehen. Hauptaufgabe liegt mittelfristig im Erhalt und Stärkung der Finanzkraft.“ Trotz Kreditaufnahme wurde jedoch der Rotstift bei den freiwilligen Leistungen zur Förderung des Ehrenamtes nicht angesetzt. Auch Bernadette Brüggemann, Vorsitzende der CDU-Fraktion, mahnte eine sparsame Haushaltspolitik an, sah die Kommune jedoch auf einem guten Weg, um die Grundsteine für weiteres gesundes Wachstum zu legen. Kontrovers wurde während der Ratssitzung die Schließung des Coma-Marktes zum Jahresende diskutiert. Schöttmer und Hummeldorf erklärten, dass die Bünting-Unternehmensgruppe 26 von derzeit 31 Coma-Märkten in Westniedersachsen übernehmen werde. „Leider wird die Filiale in Schapen nach 17 Jahren aufgegeben. Damit fehlt ein wesentlicher Bestandteil der Nahversorgung.“ Beide riefen dazu auf, dass in einer Gemeinschaftsaktion alles getan werden muss, um die entstehende Lücke zu schließen.

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