Friedensgebet für Flüchtlinge

Über zweihundert Menschen haben am Montagabend in der Kreuzkirche am Friedensgebet teilgenommen. Anlass waren die Schüsse am Sonntag, 12. Juni 2016, auf ein fünfjähriges Mädchen aus Mazedonien und einen 18-jhrigen Flüchtling aus Syrien. Sie hielten sich  hinter der Modularen Wohneinheit am Langschmidtsweg, neben der Lingener Tafel auf.

Lingen Friedensgebet für Fluechtlinge

Lingen. Oberbürgermeister Dieter Krone sagte vor Vertreterr der Kirchen, Ratsmitgliedern, von Vereinen und Verbänden sowie Lingens jüdischen Ehrenbürger Bernhard Grünberg, dass Lingen nach der Tat noch offener und toleranter sei. Grünberg erklärte anschließend, dass es ihm eine Verpflichtung gewesen sei, an dem Friedensgebet teilzunehmen.

Der Vorsitzende des Forum Juden Christen, Dr. Heribert Lange, entschuldigte sich bei den Opfern und forderte dazu auf, Neonazis beim Wort zu nehmen und sie zu fragen, wie ernst sie eigentlich selbst die Rede von der Unverzichtbarkeit abendländisch-europäischer Geisteskultur, ihrer Errungenschaften und ihrer Prinzipien, etwa der Achtung der Menschenwürde und der Menschenrechte nehmen würden.

Pastor Dieter Grimmsmann von ev. luth. Kreuzkirchengemeinde ging auf die Demonstration vom Samstag ein, bei der widersprechende Vorwurf geäußert worden sei, in Lingen gebe es keine Willkommenskultur. Diese gebe es sehr wohl in Lingen. Er lud alle, die in Lingen miteinander leben wollen, dazu ein, am Frieden und am Wohlstand des Zusammenlebens teilzuhaben. Grimmsmann dankte allen, die sich für ein Zusammenleben engagierten.

Dieter Krone stellte die die gelebte Integration in den Kirchengemeinden, Schulen, der Arbeitswelt, in Sport- und anderen Vereinen heraus. Dafür dankte Krone all denen, sich tagtäglich im Haupt- und Ehrenamt für ein gemeinsames Zusammenleben einsetzten. Lingen sei nicht gegen Anschläge auf Grundwerte wie Freiheit, Demokratie und Gleichheit gefeit, aber mehr denn je toleranter und weltoffen.

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