Galavorstellung beim 7:0-Heimsieg gegen den TuS Emstekerfeld

Spelle – Mirko Nordmann

Ein schmutziger Sieg ist im Fußball-Vokabular gemeinhin ein knapper, oft auch nicht ganz verdienter Erfolg, bei dem die siegreiche Mannschaft eher mit Einsatz als mit spielerischer Klasse überzeugt. Richtig dreckig waren am Sonntag zwar die Trikots der Landesliga-Fußballer des SC Spelle-Venhaus. Der 7:0-Heimsieg des Tabellenführers gegen den TuS Emstekerfeld verdient allerdings das Prädikat „glanzvoll.“

Doch nicht nur wegen der sieben Tore wird die Partie den 300 Zuschauern lange in Erinnerung bleiben. Das erste Kuriosum war, dass erst Gästekeeper Thomas Wegmann und im zweiten Durchgang auch Spelles Schlussmann Michael Gellhaus verletzt ausgewechselt werden musste. Gellhaus hatte sich bei einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler verletzt und überließ Jonas Roosmann den Platz zwischen den Pfosten. Und die Speller Nummer zwei machte ihre Sache gut. Wenn die Emstekerfelder mal den Strafraum der Platzherren betraten, überzeugte Roosmann mit starken Paraden. „Ich weiß, dass ich Jonas ohne Bedenken bringen kann“, betonte Spelles Trainer Siggi Wolters.

Die zweite Besonderheit war das Unwetter mit Gewitter, Starkregen und Hagel, das pünktlich zum Halbzeitpfiff von Referee Timo Metten über dem Sportgelände an der Venhauser Straße tobte. So wurde die zweite Halbzeit mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen.

Was die Gastgeber dann allerdings auf dem matschigen Geläuf ablieferten, war die größte Sensation. Anstatt eine verdiente 2:0-Führung – Sebastian Schmagt und Christoph Ahrens hatten vor der Pause für Spelle getroffen – gegen den harmlosen Aufsteiger einfach zu verwalten, entfachte das Wolters-Team einen leidenschaftlichen Sturmlauf, dem die Emstekerfelder nichts entgegenzusetzen hatten.

 

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