Gefährlicher Leichtsinn – Person springt auf abfahrenden Zug auf

BadBentheim. Ein bislang unbekannter Mann ist am letzten Freitag im Osnabrücker Hauptbahnhof auf einen abfahrenden Zug aufgesprungen. Als der InterCity 241 gegen 20:10 Uhr in Richtung Hannover abfuhr, hatte der Lokführer beobachtet wie ein Mann neben dem Zug herlief. Kurz darauf klopfte es dann an der Tür des Schienenfahrzeugs und ein Unbekannter leuchtete mit einer Taschenlampe in den Führerstand der Lok hinein. Offenbar war der Mann auf den fahrenden Zug aufgestiegen und hielt sich jetzt auf einem Tritt stehend, an der Lokomotive fest. Der Lokführer stoppte sofort den Reisezug, worauf der Mann die Griffstangen an der Lok losließ und sich unerkannt vom Bahnsteig entfernen konnte. Der Triebfahrzeugführer gab gegenüber der Bundespolizei an, dass die Person ihm durch die geschlossene Scheibe etwas, vermutlich in osteuropäischer Sprache, Unverständliches zugerufen habe. Der betroffene Zug hatte durch den Vorfall etwa 15 Minuten Verspätung. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Die männliche Person soll 45 bis 50 Jahre alt sein, dunkle, kurze Haare haben und eine dunkle Jacke oder Mantel getragen haben. In diesem Zusammenhang sucht die Bundespolizei Zeugen, die die Ereignisse auf dem Bahnsteig an Gleis 11 beobachtet haben, und bittet um Hinweise an das Bundespolizeirevier Osnabrück, Telefon 0541 / 331280.

Die Bundespolizei nimmt den Vorfall zum Anlass, eindringlich auf die Gefahren von Bahnanlagen hinzuweisen. Die weiße Linie auf dem Bahnsteig markiert den Sicherheitsabstand zum Gleis. Darum sollten sich zwischen Bahnsteigkante und der weißen Linie keine Personen aufhalten.

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