Gelbe Engel“ bringen schnelle Hilfe aus der Luft ADAC-Rettungshubschrauber aus Rheine immer wieder gefordert „Christoph Europa 2“ war rund 1200 Mal im Einsatz „Gegen die Zeit und für das Leben

Rheine ADAC Rettungshubschrauber HLW (4)

Der ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph Europa 2“, der in Rheine stationiert ist, war im letzten Jahr rund 1200 Mal im Einsatz. Die Maschine fliegt in einem Radius von 70 Kilometern für die Notfallrettung in die Gebiete der Landkreise Grafschaft Bentheim, Cloppenburg, Emsland, Osnabrück, Steinfurt, das nördliche Nord-Rhein-Westfalen und die benachbarten Niederlande. Der „Gelbe Engel“ ist an jedem Tag von 7 Uhr bis Sonnenuntergang einsatzbereit.

 Rheine. Wer in Rheine shoppen geht, der hört und sieht öfter den ADAC-Rettungshubschrauber (RTH) „Christoph Europa 2“ aufsteigen oder landen. Die Maschine vom Typ „Eurocopter EC 135“ ist auf dem Deck des Parkhauses an der Lindenerstraße stationiert. Der „Gelbe Engel“, der von erfahrenen Piloten im Wechseldienst geflogen wird, ist in der Luftrettung mit Notarzt und Rettungsassistent im Primär- und Sekundär-Einsatz unterwegs. Bundesweit sind modern, sicher, leise und schnell zum Wohle des Patienten 51 Rettungshubschrauber der ADAC Luftrettung im Einsatz. Sie sind an 36 Luftrettungsstationen vertreten. Oberstes Ziel des ADAC ist dabei die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Patienten im Zusammenwirken mit größtmöglicher Sicherheit im Flugbetrieb. Die ADAC Hubschrauber sind technisch wie auch medizinisch erstklassig ausgestattet. Für extreme Einsatzbedingungen in den Bergen oder auf See sind einige Hubschrauber mit Winden ausgerüstet.

Auch für „Christoph Europa 2“ in Rheine lautet das Motto „Gegen die Zeit und für das Leben“. Die Maschine wird als Notarztzubringer und für den raschen Transport von Notfallpatienten eingesetzt. Sie ist mit allen medizintechnischen Geräten ausgestattet, die für eine optimale Patientenbetreuung notwendig sind. Wenn sich ein Verkehrsunfall ereignete hat oder ein Herzinfarkt, Schlaganfall und sonstige lebensbedrohliche Situationen eingetreten sind, geht „Christoph Europa 2“ in die Luft. Richtig über den Notruf „110“ (Polizei) und „112“ (Feuerwehr, Notarzt und Rettungsdienst) alarmiert kann Menschen, die sich in Gefahr befinden, schnellstens geholfen werden.

Wenn der Notruf abgesetzt wird, ist entscheidend, dass dabei genaue Angaben gemacht werden: Was wie, wann und wo ist passiert? Wie viele Verletzte mit welcher Verletzungsart gibt es, brennt es, sind Personen eingeklemmt, verschüttet oder vermisst? Es zeichnet sich immer wieder die gute Zusammenarbeit mit den bodengebundenen Rettungskräften aus. Wenn die Alarmierung über die Leitstelle Steinfurt erfolgt ist, nimmt „Christoph Europa 2“ einen der neun Luftrettungsassistenten der Rheiner Feuerwehr und einen der 15 Notärzte/tin vom Mathias-Spital an Bord. Die Crew weist immer wieder daraufhin, dass die drei Tonnen schwere Maschine beim Anflug der Einsatzstelle schon mal Gegenstände aufwirbelt oder umweht. „Nicht immer ist aber genügend Freiraum für die Landung vorhanden. Besonders Autofahrer, die im letzten Moment unter dem Helikopter herfahren, sind ein großes Risiko und verzögern den Einsatz“, bemängeln die erfahrenen Piloten.

Die Crew wünscht sich, dass bei Unfällen oder Notfällen, wenn Rettungsdienst, Polizei oder Feuerwehr noch nicht vor Ort sind, Warnblinkanlagen oder Blinkleuchten eingeschaltet werden. Dabei dürfe aber nicht in Richtung des anfliegenden Hubschraubers geleuchtet werden. Wenn sie Häuserzeilen oder einzelne Wohnhäuser anfliegen, sollen sich Personen durch winken bemerkbar machen. Es können auch weiße oder grellfarbene Tücher geschwenkt werden, die aber sicher gehalten werden müssen. Immer noch fehlten an vielen Gebäuden die Hausnummern, bemängeln die Luftretter, die erneut darum bitten, diese deutlich sichtbar anzubringen.Der RTH „Christoph Europa 2“ übernimmt ebenfalls den schnellen und schonenden Transport mit höchstmöglicher Versorgung in Spezialkliniken. Bei längeren Anfahrtswegen in ländlichen Regionen für den Rettungsdienst kommt die schnellste Hilfe dann aus der Luft. Der RTH, der Kerosin für anderthalb Flugstunden mit sich führt, erreicht zum Beispiel Nordhorn oder Lingen in nur fünf Minuten.

In „Erster Hilfe“ (EH) ausgebildet kann jeder vor Eintreffen der Rettungsmittel lebensrettend eingreifen: Allein schon die stabile Seitenlage, das Stillen von starken Blutungen und die Kontrolle der Atmung sind hier lebensentscheidend. Eine erforderliche und eingeleitete Widerbelebungsmaßnahme mit Beatmung und Herzdruckmassage muss solange weitergeführt werden, bis der Rettungsdienst und/oder Arzt vor Ort eintreffen. Wer in „Erster Hilfe“ nicht mehr ganz fit ist, sollte sich bei den Hilfsorganisationen zur nur drei Stunden dauernden „Erste Hilfe Fresh – up“ anmelden, oder aber die komplette „Erste Hilfe“ lernen.

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