Größere Menge Drogen und gravierende Mängel an LKW – Großkontrolle auf der A 30 bei Melle

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Einsatzkräfte der Regionalen Kontrollgruppe der Polizeidirektion Osnabrück kontrollierten gestern an der A 30 bei Melle rund 700 Fahrzeuge. Die internationale Großkontrolle fand  gemeinsam mit vielen anderen Behörden, darunter Beamte der Bundespolizei, der niederländischen Polizei, Polizeibeamten aus Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz sowie des Hauptzollamtes Osnabrück statt.

Bei der länderübergreifenden Schwerpunktkontrolle stand sowohl der gewerbliche Güterverkehr als auch die Bekämpfung der Kriminalität entlang der Ost/West Transitstrecke im Fokus.

Im Bereich der Bekämpfung und Verfolgung der allgemeinen Kriminalität, stellten Beamte des Hauptzollamtes während einer Pkw-Kontrolle 3.450 Ecstasypillen fest. Der eingesetzte Rauschgiftspürhund hatte die im Fahrzeug professionell versteckten Pillen gefunden. Der Marktwert dieser Betäubungsmittel liegt bei rund

17.500 Euro. Der Fahrer des Pkw konnte vor Ort vorläufig festgenommen werden und wird heute dem Haftrichter vorgeführt. In zwei anderen Fällen fanden die Einsatzkräfte in den Pkw 4 Kg und 2 Kg Marihuana.

Das Rauschgift befand sich jeweils im Kofferraum. Der Marktwert liegt bei insgesamt 60.000 Euro. In beiden Fällen nahmen die Beamten jeweils eine Person vorläufig fest – sie werden heute dem Haftrichter vorgeführt. Noch dazu standen 9 Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Drogen und vier weitere waren ohne eine gültige Fahrerlaubnis unterwegs – für sie war die Weiterfahrt an Ort und Stelle beendet. In weiteren 9 Fällen fanden die Einsatzkräfte noch kleinere Mengen von Rauschgift, eine nicht zugelassene Schreckschusswaffe, ein verbotenes Einhandmesser sowie 27 Kg unversteuerten Wasserpfeifentabak und 625 russische Zigaretten, die sichergestellt wurden. Ein Haftbefehl konnten vollstreckt werden. In dem Fall ging es um eine offene Zahlung wegen eines nicht gezahlten Bußgeld. Zudem stellten die Polizisten einen gefälschten bulgarischen Führerschein fest. Der Mann hat sowohl mit einem Strafverfahren wegen Urkundenfälschung als auch wegen des Fahrens ohne erforderliche Fahrerlaubnis zu rechnen.

Bei den Kontrollen des gewerblichen Güterverkehrs staunten die Polizisten nicht schlecht, als sie bei einer Kontrolle eines LKW Gespanns die Fahrerkarte auswerteten. Der Fahrer war 23 Stunden ohne ausreichende Pausen unterwegs. In einem anderen Fall stellten sie einen Sattelschlepper aus Osteuropa fest, bei dem die beiden Druckluftbehälter des Aufliegers geschweißt waren. Dieser schwere Mangel führt dazu, dass die Bremskraft rapide reduziert ist.

Erschwerend: Der Auflieger war mit rund 20 Tonnen beladen. In einem anderen Fall war das Fahrwerk eines mit 24 Tonnen beladenen Aufliegers so defekt, dass die ABS Bremsfunktion nicht mehr gegeben war. In 10 Fällen versagten die Beamten LKW Fahrern an Ort und Stelle die Weiterfahrt. Neben den technischen Mängeln, waren auch Mängel bei der Ladungssicherung, wegen Überladung und rund 40 Verstöße gegen die

Lenk- und Ruhezeiten festgestellt worden.

Zusammenfassend stellte Marco Ellermann, Pressesprecher der Polizeidirektion Osnabrück fest: „Rund jeder zweite LKW wurde bei der Großkontrolle von der Polizei beanstandet. In letzter Konsequenz können gravierende Mängel an Fahrzeugen zu schweren Unfällen mit verletzten Personen führen. Kontrollen dieser Art sollen zum einen die Verkehrssicherheit erhöhen und zum anderen Kriminalität bekämpfen.“

 

Nachtag :

– In dem Verfahren gegen den 29-jährigen Tatverdächtigen, bei dem 4 Kg Marihuana im Pkw gefunden wurde, ist heute Untersuchungshaft angeordnet worden.

Auch der 18-jährige Mann, in dessen Pkw 2 Kg Marihuana gefunden wurde, befindet sich in Untersuchungshaft.

Ebenfalls in Untersuchungshaft befindet sich nun der 23-jährige Mann, bei dem eine größere Menge an Ecstasypillen festgestellt worden war.

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