Großkontrolle am Grenzübergang zu den Niederlanden im Zuge der Bundesautobahn 30 Internationale Polizeidelegation besucht Großkontrolle der Polizei

 Poizei Kontrolle

Foto Archiv Spelle-News.de

Am Donnerstag führten die Polizeiinspektion Emsland/ Grafschaft Bentheim, die Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim, das Bundesamt für Güterverkehr, das Gewerbeaufsichtsamt Osnabrück, das Hauptzollamt Osnabrück, die Bezirksregierung Münster, das „Grenzüberschreitende Polizeiteam“ und die niederländische Polizei am Grenzübergang der Bundesautobahn A 30 Bad Bentheim – Gildehaus, Achterberg, im Zuge der BAB 30 eine Großkontrolle durch.

Der Schwerpunkt der Kontrolle lag in der Bekämpfung der Transitkriminalität und der Überwachung des Güter- und Personenverkehrs.

Ab etwa 10.00 Uhr besuchte eine Gruppe von europäischen Polizeibeamtinnen und -beamten, die derzeit an einem international besetzten Seminar an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster (Westfalen) teilnehmen, die Großkontrolle, um sich vor Ort über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu informieren.

Polizeivizepräsident Friedo de Vries von der Polizeidirektion Osnabrück, der Leitende Polizeidirektor Karl-Heinz Brüggemann von der Polizeiinspektion Emsland/ Grafschaft Bentheim sowie der Leiter der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim, Polizeirat Vornholt, begrüßten die Teilnehmer in den Räumlichkeiten der Bundespolizei und standen diesen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Im Rahmen der Begrüßung wurde den Seminarteilnehmern vom niederländischen Teamleiter des Grenzüberschreitenden Polizeiteams, dem Inspecteur der Politie Roel Koster und seinem Stellvertreter von der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim, Polizeioberkommissar Gerd Reckels, der Aufgabenbereich des grenzüberschreitend arggierenden Polizeiteams vorgestellt.

Im Anschluss daran verschafften sich die Seminarteilnehmer einen Überblick über die Kontrolltätigkeiten an den jeweiligen Kontrollstellen und suchten das Gespräch mit den dort tätigen Kolleginnen und Kollegen.

Am Nachmittag setzten die Teilnehmer des Seminars ihre Fahrt zur Polizeiinspektion Osnabrück fort, um sich dort über die am gleichen Tage stattfindende Kooridorfahndung zu informieren.

Im Rahmen der Großkontrolle wurden insgesamt 336 Fahrzeuge,darunter 208 Pkw und Kleintransporter bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen und 128 Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen kontrolliert. Von den letztgenannten Fahrzeugen waren 61 Fahrzeuge zu beanstanden. Insgesamt wurden im Rahmen der Kontrolle 575 Personen überprüft.

Feststellungen und Beanstandungen:

1 x Fahrt unter Betäubungsmittel-Einfluss, 1 x Festnahme aufgrund Haftbefehl (Ersatzfreiheitsstrafe), 1 x Einfuhr einer geringen Menge Marihuana, 13 x technische Mängel an Lkw und Kleintransportern, davon 6 x beschädigte Bremsen sowie 6 x Schäden an Reifen und Achsen, 61 x Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten, 3 x Verstöße gegen das Gefahrgutrecht, 10 x Verstöße gegen die Abfalleinfuhrbestimmungen, 10 x Überladungen, 5 x Schwertransporte ohne (ausreichende) Genehmigung, 3 x unzureichende Ladungssicherung, 10 x Untersagung der Weiterfahrt, 1410 EUR Sicherheitsleistungen, in 15 Fällen wird Gewinnabschöpfung geprüft.

Ein spanischer Großraumtransport mit 4,45 m Überhöhe (4 m erlaubt) wurde ohne entsprechende Ausnahmegenehmigung angetroffen. Bei einem russischer Sattelzug wurden zwei gerissenen Bremsscheiben an der Sattelzugmaschine und Achsschäden am Auflieger festgestellt. In diesem Fall ordnete die Zulassungsstelle die sofortige Vorführung des Fahrzeugs zur Hauptuntersuchung an. Im Rahmen dieser Hauptuntersuchung wurde das Fahrzeug vom TÜV stillgelegt. Bei der Kontrolle eines rumänischen Sattelzugs wurde festgestellt, dass die auf der Ladefläche befindlichen 5 Betonteile mit einem Gewicht von je 5,2 Tonnen unzureichend gesichert waren. Die Weiterfahrt wurde erst nach Umladen und entsprechender Nachsicherung mit insgesamt 30 Spanngurte gestattet. Bei einem polnischen DB Sprinter stellten die Beamtinnen und Beamten eine Überladung von fast 30 % fest und untersagten die Weiterfahrt. Ein Pkw-Fahrer führte bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland eine geringe Menge Marihuana mit sich und stand zudem unter Alkoholeinwirkung. In diesem Fall wurde ein Blutentnahme veranlasst. Den Fahrer erwartet eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Trunkenheit im Straßenverkehr.

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