Gut vorbereitet zum ABC – Polizei gibt Hinweise für Eltern – Aktion „Kleine Füße“ zum Schulbeginn

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Emsland/ Grafschaft Bentheim – (ots) – Am Samstag, 5. September, werden in der Grafschaft Bentheim circa 1270 und im Landkreis Emsland etwa 2970 Erstklässler eingeschult. Nicht nur für die Schüler und Schülerinnen, sondern auch für die Eltern bringt das viele neue Herausforderungen mit sich. Dazu gehört für viele Kinder unter anderem auch die Bewältigung des Schulweges. Um diesen ein Stück weit sicherer zu machen, wird seit vielen Jahren, immer zu Beginn eines neuen Schuljahres, die Aktion „Kleine Füße“ umgesetzt. An geeigneten Stellen entlang der Schulwege, unterstützt die Polizei bei der Anbringung von Farbmarkierungen in Form kleiner gelber Füße. Die Kinder sollen sich an diesen orientieren und gezielt zu möglichst sicheren Querungsstellen geleitet werden. Von der Geburt an lernen Kinder vor allem durch Nachahmung. Es ist daher sehr wichtig, dass sich Erwachsene und insbesondere Eltern ihrer Vorbildfunktion bewusst sind. Ignorieren die Eltern das Rotlicht der Fußgängerampel, werden es die Kinder ebenfalls tun. Auch die Nutzung von Mobiltelefonen ist Teil dieser Vorbildfunktion. Zunehmend stellen die Handys eine sehr große Gefahrenquelle im Straßenverkehr dar. Bereits der kurze Blick auf das Display kann im Straßenverkehr zu einer Katastrophe führen.

Kein Anruf, keine Nachricht kann so eilig sein, dass man nicht zunächst „rechts ran“ fahren könnte. Gehen Sie daher mit gutem Vorbild voran und halten Sie sich an die Regeln im Straßenverkehr.

Das Gefahrenbewusstsein der Kinder ist noch sehr schwach ausgeprägt.

Es fällt ihnen schwer sich auf mehrere Dinge gleichzeitig zu konzentrieren. Sie erkennen Gefahren häufig zu spät und können Geschwindigkeiten der herannahenden Fahrzeuge sehr schlecht abschätzen. Die Polizei rät deshalb: Üben Sie mehrfach mit ihren Kindern den von Ihnen festgelegten Schulweg und weisen Sie ihr Kind auf besondere Gefahrenstellen hin. Stellen Sie sich, wenn möglich, als Schüler-/Elternlotse zur Verfügung. Besprechen Sie mit ihren Kindern, an welchen Stellen sie Hilfe in einer Notsituation bekommen.

Dies können zum Beispiel naheliegende Geschäfte oder Häuser sein.

Lassen Sie ihr Kind in den ersten Schuljahren, nach Möglichkeit nicht alleine zur Schule oder nach Hause gehen. Helfen Sie ihnen dabei, Weggemeinschaften (Walking-Bus) zu bilden. Organisieren Sie alternativ zusammen mit anderen Eltern und Kindern sogenannte Abholketten. Schicken Sie ihr Kind rechtzeitig zur Schule. So reduzieren Sie Fehler aufgrund von Zeitmangel und Stress. Wenn Sie ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, verwenden Sie auch für kurze Strecken IMMER einen geeigneten Sitz (ECE Norm 44/03. 44/04 oder i-size). Rechnen Sie im Umfeld von Schulen immer damit, dass überraschend Kinder auf die Fahrbahn laufen. Achten Sie auf Halte- und Parkverbote vor Schulen und Kindergärten. Sie dienen häufig der Sicherheit der Schüler, damit diese gut gesehen werden und ihnen beim Überqueren der Fahrbahn nicht die Sicht genommen wird. Sollte der Schulweg zu Fuß zu lang sein, stellt das Fahrrad als Verkehrsmittel für Schüler und Schülerinnen eine gute Alternative dar. Ein verkehrssicheres Fahrrad und ein Fahrradhelm sollten dabei selbstverständlich sein. Bei Grundschüler sollten Eltern besonders darauf achten, dass ihre Kinder den Fahrradhelm tragen. Grundsätzlich rät die Polizei jedoch davon ab, Erst-und Zweitklässler alleine mit dem Fahrrad fahren zulassen. Kinder sind in diesem Alter noch nicht in der Lage die komplexen Anforderungen des Straßenverkehrs als Radfahrer zu bewältigen. Die Polizeiinspektion empfiehlt deshalb, dass Schüler und Schülerinnen der 1.und 2.Klassen den Schulweg zu Fuß beschreiten. Darüber hinaus gibt es in vielen Schulen einen Schulwegplan, aus dem Empfehlungen für einen möglichst sicheren Schulweg zu entnehmen sind. Bei Fragen stehen Ihnen die örtlichen Verkehrssicherheitsberater der Polizei zur Verfügung (Kontakt unter www.polizei-emsland.de). Viele Informationen können Sie auch der Internetseite des Kultusministeriums unter www.mk.niedersachsen.de entnehmen.  Partner der Aktion „Kleine Füße“ sind das niedersächsische Ministerium für Verkehr, Inneres und Kultur, die Polizei, die Gemeinde-Unfallverbände Hannover, Braunschweig und Oldenburg, der ADAC Niedersachsen/ Sachsen Anhalt und die Landesverkehrswacht Niedersachsen eV.

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