Hemelter Mühle will im Speller Hafen 26 Millionen Euro investieren

Spelle- Mit erheblichen Investitionen will das Unternehmen Hemelter Mühle Dr. Cordesmeyer GmbH & Co. KG im Hafen Spelle-Venhaus expandieren. In den nächsten fünf Jahren sollen insgesamt 26 Millionen Euro in den Standort investiert werden.

Über die geplanten Investitionen des Unternehmens Hemelter Mühle am Standort in Spelle unterrichteten Dr. Franz Cordesmeyer (2. von links) und Jan Cordesmeyer (5. von links) die Mitglieder des Aufsichtsrates der Hafen Spelle-Venhaus GmbH.

Das Unternehmen Hemelter Mühle plant, weitere Produktionslinien sowie ein Kompetenz-Center am Standort im Speller Hafen zu errichten. Hierfür sollen in den nächsten Jahren rund 26 Millionen Euro investiert werden. Dr. Franz Cordesmeyer und Jan Cordesmeyer, die das über 125 Jahre alte Familienunternehmen in dritter bzw. vierter Generation führen, stellten die Ausbaupläne den Mitgliedern des Aufsichtsrates der Hafen Spelle-Venhaus GmbH vor. „Der Hafen Spelle-Venhaus mit seinen trimodalen Lieferwegen bietet die Möglichkeit zu nachhaltigem Wachstum“, attestierte Jan Cordesmeyer. Ein wichtiger Meilenstein des Erfolgs seien die flexiblen Logistikmöglichkeiten, die der Hafen mit dem Wasser-, Straßen- und Schienenanschluss biete. Dieses spiegelt sich auch in den Umschlagszahlen wider: Im vergangenen Jahr wurden 340.000 Tonnen Brotgetreide am Speller Standort angeliefert. Im Jahr 2010 waren es noch rund 100.000 Tonnen. Für 2024 wird eine Umschlagsmenge im Hafen Spelle-Venhaus von 500.000 Tonnen anvisiert. „Um dieses Ziel zu erreichen, planen wir für die nahe Zukunft zwei wesentliche Investitionsschritte“, blickte Jan Cordesmeyer in die Zukunft. So sollen bis Ende des nächsten Jahres im Hafen ein zusätzliches, über 70 Meter hohes Getreidesilo für 10.000 Tonnen Brotweizen sowie ein Mehlsilo für 2.000 Tonnen Mehl errichtet werden. „Neben Brotweizen sollen zukünftig auch Roggen und Dinkelweizen in Spelle zu Getreideprodukten verarbeitet werden“, gab Jan Cordesmeyer Einblicke in die Hintergründe der Investition. Bereits bis Ende dieses Jahres wird eine Mischanlage für Weizenmehl und –stärke gebaut. Das Investitionsvolumen für diese Projekte bezifferte Dr. Franz Cordesmeyer auf circa 11 Millionen Euro. In einem weiteren Investitionsschritt soll zwischen 2022 und 2024 ein Bürogebäude für Verwaltung, Qualitätssicherung und Entwicklung entstehen sowie ein viertes Mahlsystem zur Erhöhung der Mahlkapazität auf bis zu 500.000 Tonnen pro Jahr. Für diese Vorhaben wird sich die Investitionssumme auf etwa 15 Millionen Euro belaufen. Die Anzahl der Arbeitsplätze soll dann von heute 93 Mitarbeitern auf circa 120 Mitarbeiter steigen. „Maßgeblich ausschlaggebend für diese Investitionen ist die optimale Logistik, insbesondere das trimodale Konzept für LKW, Bahn und Schiff am Standort Hafen Spelle-Venhaus“, machte Dr. Franz Cordesmeyer deutlich. So werden dort heute 98 Prozent des Weizens per Binnenschiff oder Eisenbahn angeliefert. Allein im vergangenen Jahr wurde auf diese Weise im Vergleich zum LKW-Transport über 10.000 Tonnen CO2-Ausstoß eingespart und damit wird für die Schonung der Umwelt ein erheblicher Beitrag geleistet. Doch bevor die Investitionsschritte umgesetzt werden können, sind zunächst Grundstücksverhandlungen erforderlich. Beeindruckt von den Erweiterungsplänen zeigte sich Samtgemeindebürgermeister und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hafen Spelle-Venhaus GmbH, Bernhard Hummeldorf: „Das Familienunternehmen Hemelter Mühle ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner und die unternehmerische Entwicklung ist beachtlich. Die vorgesehenen Erweiterungsmaßnahmen sind eine enorme Stärkung des Hafens sowie des gesamten Wirtschaftsraumes.“ Abschließend machte Jan Cordesmeyer deutlich: „Wir sind stetig auf der Suche nach Auszubildenden für den Beruf des Müllers. Unsere Auszubildenden erwartet eine vielseitige und spannende Aufgabe.“.

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