Holzlager eines ehemaligen Sägewerkes in Vollbrand, 91Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammen

Holzlager eines ehemaligen Sägewerkes in Vollbrand, 91Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammen und Glutnester. Nach 3-Stündigen Einsatz explodieren Gasflaschen, Anwohner werden evakuiert – Lingen

Die Feuerwehr Lingen wurde um 23:07 Uhr in den Mengers Weg zu einem Schuppenbrand gerufen. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das 10X20 Meter große Gebäude bereits in Vollbrand. Zum Aufbau der Wasserversorgung die sich als schwierig erwies wurde zunächst die Feuerwehr Baccum nachalarmiert und kurze Zeit später auch noch die Wehren aus Bramsche und Altenlingen. Probleme gab es auf Grund der engen Straße die Löschfahrzeuge richtig zu platzieren, weil in unmittelbarer Nähe nur Platz für die Drehleiter und zwei Tanklöschfahrzeuge war. Darum mussten drei- bis vierhundert Meter Schlauchleitung verlegt werden um die Wasserversorgung sicher zu stellen. Mit den ersten massiven Löscheinsätzen musste nicht nur der Brand des Holzlagers bekämpft werden sondern es musste auch eine Riegelstellung aufgebaut werden um zwei Wohnhäuser die sich unmittelbarer Nähe des Holzlagers befinden zu schützen. Durch massiven Löscheinsatz gelang den Einsatzkräften dieses auch. Direkt angrenzend an das Holzlager galt es dann noch die Werkstatt vor den Flammen zu schützen. 91 Feuerwehrleute werden noch bis in die Morgenstunden gegen das Feuer, das im inneren des Gebäudes weiter brennt, und die Glutnester ankämpfen müssen. Geplant ist die Reste des Gebäudes mit einem Bagger ein zu reißen um  auch die letzten Glutnester zu löschen. Die SEG wurde zur Verpflegung der Einsatzkräfte nachalarmiert. Die Brandermittler der Polizei nahm noch in der Nacht ihre Arbeit aufnehmen. Über die Brandursache und die Höhe des Schadens kann die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben machen. Bewohner des nahegelegenen Christopherus-Werks (Behindertenwohnheim) wurden in weiter zurückliegende Bereiche verbracht.

Kurz nach dem Eintreffen der SEG Explodierten Gasflaschen an der Einsatzstelle, die Bewohner wurden im Umkreis von 200 Metern Evakuiert und im Zelt der SEG betreut. Bei der Explosion erlitten 6 Feuerwehrleute einen Knalltrauma und 1 Feuerwehrmann Schnittverletzung, ein Anwohner ist bei der Evakuierung gestürzt und zog sich dabei ebenfalls eine Verletzung zu. Alle Verletzten wurden von RTWs in das Krankenhaus nach Lingen gebracht. Die evakuierten Anwohner wurden mit einem DRK-Bus nach Erstbetreuung in das DRK-Heim nach Lingen gebracht. Die Brandstelle wird zurzeit von automatischen Wasserwerfern aus der Ferne gekühlt, weil sich noch mehrere Gasflaschen in dem Werkstattgebäude befinden sollen in dem eine oder zwei Gasflaschen hochgegangen sind. An einem Nachbargebäude wurde durch die Druckwelle das halbe dach abgedeckt, Fenster und die Eingangstür eines nahegelegenen Wohnhauses wurden zerborsten. Der ABC-Zug Bawinkel nimmt zur Zeit Schadstoffmessungen vor.

Da sich der Brandort in einem Wassergewinnungsgebiet befindet, waren Vertreter der Stadt Lingen, der Unteren Wasserbehörde sowie ein Gutachter vor Ort tätig. Gegenwärtig wird das Löschwasser, was sich auf einer angrenzenden, tieferliegenden Weide gesammelt hat, in Tankfahrzeuge gepumpt. Eine Untersuchung des Bodens sowie des Löschwassers soll Aufschluss darüber geben, ob eine Gefährdung für das Grundwasser besteht und welche Folgemaßnahmen zum Schutz des Grundwassers getroffen werden müssen.

Der Brandort ist polizeilich beschlagnahmt, die Polizei hat ihre Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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ein Video vom Tag danach viele ungeklärte Fragen
im Gespräch mit Stadtrat Dr. Ralf Büring
 
Video von der Brandnacht finden Sie hier auf 

emsvechte TV

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